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Wenn du heute auf Facebook diese Meldung siehst, hat einer deiner Freunde Mist gebaut

Oh, wie nett! Wir wurden eingeladen, den neuen «Dislike»-Button zu testen. Und was? Wir sollen die Einladung noch an fünf Freunde schicken? Na klar doch!
Oh, wie nett! Wir wurden eingeladen, den neuen «Dislike»-Button zu testen. Und was? Wir sollen die Einladung noch an fünf Freunde schicken? Na klar doch!
bild: hackread

Wenn du heute auf Facebook diese Meldung siehst, hat einer deiner Freunde Mist gebaut

24.09.2015, 08:3624.09.2015, 10:02

Erst vor wenigen Tagen liess Facebook-Chef Mark Zuckerberg vermeintlich eine Bombe platzen: Facebook arbeite an einem «Gefällt-mir-nicht»-Button, sagte er dem erstaunten Publikum. Tatsächlich meinte er, dass Facebook einen neuen Button bringt, mit dem die Nutzer ihr Mitgefühl ausdrücken können. Bei traurigen Beiträgen (Unfall, Flüchtlingskrise etc.) müsse man künftig nicht mehr besorgt sein, ob man dies liken soll oder ob der «Daumen hoch» falsch verstanden werden könnte.

So weit so gut. Allerdings ruft die Ankündigung des «Dislike»-Buttons auch die üblichen Online-Kriminellen auf den Plan. Sie verbreiten auf Facebook Links, die einen raschen Zugang zum «Gefällt-mir-nicht»-Button versprechen. 

Erhalte den neuen «Dislike»-Button auf deinem Profil

Interessierte Facebook-Nutzer könnten schon jetzt den «Gefällt-mir-nicht»-Button testen, verspricht die betrügerische Meldung.
Interessierte Facebook-Nutzer könnten schon jetzt den «Gefällt-mir-nicht»-Button testen, verspricht die betrügerische Meldung.

Die Kriminellen schreiben, dass der neue Facebook-Button momentan nur auf Einladung getestet werden könne. Um sich anzumelden, müsse man lediglich auf den Link klicken und ihn an fünf weitere Kontakte senden. Wie so oft bei Betrügereien auf Facebook wird man auf eine gefälschte Webseite umgeleitet, die der Facebook-Anmeldeseite aufs Haar gleicht. Wer hier nicht misstrauisch wird und die Login-Daten eingibt, schickt sein Facebook-Passwort direkt an die Betrüger – ein klassischer Fall von Phishing. 

Die Kriminellen haben nun Zugang zum Facebook-Konto und können den betrügerischen Link an weitere Facebook-Freunde versenden. Da der bösartige Link im Newsfeed als Statusmeldung eines Freundes auftaucht, ist die Gefahr besonders gross, dass unvorsichtige Zeitgenossen auf den Betrug hereinfallen. Offenbar wird der Link, nachdem das Konto gehackt wurde, auch über Chat-Nachrichten an Freunde verschickt, schreibt das Sicherheitsportal Hackread.

Hinter dem Link lauert der Facebook-Trojaner

Solche Links führen typischerweise auf präparierte Webseiten, die Daten über den Besucher sammeln oder den Computer mit Schad- und Werbesoftware infizieren. Im schlimmsten Fall fängt man sich einen Trojaner ein. Trojaner geben Kriminellen Zugriff auf sämtliche Daten auf dem infizierten PC. Die Betrüger können Passwörter und Kreditkartendaten abfangen und ihre Opfer über die Webcam und das Mikrofon ausspionieren.

Ob Germanwings-Absturz oder nun ein neuer Facebook-Button: Die Betrüger nutzen stets die Neugier der Menschen aus, die selbst vorsichtige Zeitgenossen in die Falle tappen lässt.

(oli)

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Er erfand den sprechenden Bankomaten – das machte ihn verdächtig
Gegen alle Widerstände studiert Alireza Darvishy in Zürich Informatik, macht bei der Credit Suisse Karriere – und wird zum Pionier für digitale Barrierefreiheit.
Alireza Darvishy steht am Zürcher Central und möchte in der nahegelegenen UBS-Filiale Geld abheben. Für die allermeisten Menschen ist das Routine: Karte rein, Betrag auswählen, fertig. Für Darvishy ist es etwas komplizierter. Er lebt mit einer Sehbehinderung und nimmt durch ein eingeschränktes Sichtfeld nur Formen, Farben und Bewegungen wahr. Deshalb sucht er beim Bankomaten die Kopfhörerbuchse. So kann die Maschine mit ihm sprechen.
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