Digital
Games

Ist Nintendo rassistisch, wenn «Super Mario» als Mexikaner einen Sombrero trägt?

«Super Mario» als Mexikaner: Für manche Menschen bereits rassistisch.
«Super Mario» als Mexikaner: Für manche Menschen bereits rassistisch.

Twitter-Mimosen motzen, weil Super Mario Sombrero trägt – so cool reagieren die Mexikaner

15.06.2017, 15:1015.06.2017, 15:10

Nintendo hat diese Woche das neue «Super Mario»-Spiel enthüllt. Der berühmteste Klempner der Welt wird darin durch Levels hüpfen, die New York und Mexiko nachempfunden sind. 

Mario taucht daher mit Sombrero, Poncho und Vihuela auf, der typischen mexikanischen Gitarre, wie man in diesem Video bei Minute 1:40 sieht.

Das neue «Super Mario Odyssey» erscheint am 27. Oktober für Nintendo Switch.Video: YouTube/Nintendo

Klar, Nintendo spielt mit mexikanischen Klischees. Doch das passt offenbar längst nicht allen. Auf Twitter sieht sich Nintendo nun mit solchen Kommentaren konfrontiert:

Bild
Bild
Bild
Bild

Auch die Game-Entwicklerin Rebecca Palacios, die bei Ubisoft arbeitet, äussert sich kritisch: «Hey, es wäre nett, wenn wir auf solche Stereotypen verzichten könnten», twitterte sie.

Was Palacios wohl nicht bedacht hat: Der kleine, rundliche Mario und sein schlacksiger Bruder Luigi wurden von Nintendo von Anfang an als klischierte Italiener konzipiert, die am liebsten Spaghetti essen und «Mamma mia» sagen. Darüber aufgeregt hat sich meines Wissens bis heute niemand. Und auch die Mexikaner schert es offenbar nicht die Bohne, dass Mario nun Sombrero und Pancho trägt, wie die zahlreichen Kommentare unter Palacios Tweet verdeutlichen.

Und hier sehen wir die perfekte Antwort für alle, die bei Mario mit Sombrero Rassismus schreien

YouTuber AlphaOmegaSin schimpft über Twitter-User, die Nintendo Rassismus vorwerfen.Video: YouTube/AlphaOmegaSin

(oli)

Gamer-Typen, die du garantiert auch kennst:

Video: watson

Die grösste Gaming-Show des Jahres in Bildern: Ein Rundgang durch die E3

1 / 44
Die grösste Gaming-Show des Jahres in Bildern: Ein Rundgang durch die E3
Wir sind die ganze Woche an der E3 und haben das Coolste für dich festgehalten, damit du auch ein bisschen dabei bist. Starten wir mit dieser grandiosen Idee.bild: watson
Auf Facebook teilenAuf X teilen
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
11 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
peakposition
15.06.2017 16:17registriert März 2016
"Und auch die Mexikaner schert es offenbar nicht die Bohne" - I see what you did there ;)
00
Melden
Zum Kommentar
avatar
paedesch
15.06.2017 15:44registriert März 2016
Und wieder schlägt jemand die Rassismuskeule...langsam nervt es
00
Melden
Zum Kommentar
avatar
redeye70
15.06.2017 17:42registriert Mai 2016
Political correctness at it's best! Es nimmt schon lange lachhafte Züge an. Meine Erfahrung zeigt auch, dass diese ach so politisch korrekten Mitmenschen oft fürchterlich humorlose Spassbremsen sind.
00
Melden
Zum Kommentar
11
Die Schweiz steht am häufigsten am Uno-Folter-Pranger – die Sonntagsnews
Die Titlis-Bahnen haben eine frühere Nachrüstungsempfehlung des Gondel-Herstellers Garaventa nicht umgesetzt und die Schweiz ist weltweit am häufigsten mit Folter-Beschwerden bei der Uno konfrontiert – die Sonntagsnews.
Die Schweiz ist laut einer Auswertung der «SonntagsZeitung» weltweit am häufigsten mit Folter-Beschwerden bei der Uno konfrontiert gewesen. Sie habe sich in den letzten Jahren 133 Mal vor dem Uno-Ausschuss gegen Folter verantworten müssen. Die meisten Klagen stammten von abgewiesenen Asylsuchenden, die ihre Ausschaffung verhindern wollten und Foltergefahr geltend machten. Laut dem Staatsrechtsprofessor Markus Schefer von der Uni Basel bedeute dies nicht, dass es in der Schweiz besonders viele Menschenrechtsverstösse gebe. Vielmehr zeige die hohe Zahl, dass das Rechtssystem hierzulande funktioniere. «Es lohnt sich hier, eine Beschwerde einzureichen, weil die Entscheide der Uno hier ernst genommen werden», sagte Schefer zur «SonntagsZeitung». Ein weiterer Grund für die vielen Beschwerden sei die hohe Dichte an NGOs und spezialisierten Anwälten in der Schweiz sowie, dass Uno-Menschenrechtsverfahren hier relativ gut bekannt seien.
Zur Story