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Wann hast du dein bestes, äh, Stück das letzte Mal richtig gereinigt? Hier erfährst du, wie's geht. bild: shutterstock

Ob iPhone oder Android: Diese Reinigungs-Tipps musst du kennen



Bevor wir zu den Ratschlägen rund um die Smartphone-Hygiene kommen, gibt's eine persönliche Frage:

Jetzt mal gaaaanz ehrlich!

Zur Ausgangslage: Vom Händeschütteln ist derzeit dringend abzuraten, und regelmässiges Händewaschen ist Pflicht. Und wenn man nicht an einen Wasserhahn und Seife kommt, dann sollte man ein Desinfektionsmittel verwenden.

Allerdings fragt sich, was solche Hygiene-Massnahmen bringen, wenn man darauf wieder zum Handy greift.

Durch das Tippen und Wischen finden sich auf dem Smartphone-Display fast immer Fingerabdrücke und Schmierer. Diese Verschmutzungen beeinträchtigen die Sicht und sind auch ein Anzeichen für Bakterien oder Viren, die sich auf dem Bildschirm, aber auch sonst an der Gerätehülle tummeln können.

quelle: connect.de

Im Folgenden erfährst du, wie du dein liebstes (und vermutlich unverzichtbares) Gadget wirksam reinigst.

Alkohol ist (k)eine Lösung

Den empfindlichen Touchscreen eines Smartphones sollte man nicht mit «scharfen» Putzmitteln reinigen. Tabu sind Glasreiniger und alle Mittel, die Alkohol oder Seife enthalten. Damit könnte die fettabweisende Eigenschaft der schützenden obersten Schicht beeinträchtigt werden.

Zu empfehlen sind spezielle Bildschirmreiniger, bzw. Desinfektionsmittel, die es im Fachhandel gibt. Und antibakterielle Mikrofasertücher.

Zur Not kann man einen sauberen Putzlappen etwas anfeuchten, wobei dabei auf dem Gerät Keime zurückbleiben können. Und Vorsicht! Gebrauchte Putztücher gehören nicht in die Nähe des Mundes oder anderer Schleimhäute.

Gerät ausschalten

Vor der Reinigung sollte das Smartphone ausgeschaltet werden. Den Flugmodus aktivieren reicht nicht! 😉

Feucht oder trocken!

Das Reinigungsmittel nicht direkt auf das Smartphone-Display sprühen oder schütten. Denn dabei könnte Flüssigkeit durch Gehäuseöffnungen und Anschlussbuchsen (Kopfhörer-Buchse!) ungewollt ins Gerät eindringen.

Das gilt auch für die Reinigung mit normalem Wasser. Zwar sind immer mehr Smartphones offiziell vor Spritzwasser und WC-Tauchern geschützt, doch im Schadensfall wird die Haftung durch den Hersteller meist trotzdem abgelehnt.

Am besten benetzt du ein weiches Mikrofasertuch mit dem Reinigungsmittel. Dann können das Display und die Aussenseiten des Mobilgeräts damit abgerieben werden.

Übrigens:

Auch im trockenen Zustand saugen Mikrofasertücher viel Fett auf. Mit kreisenden Bewegungen und wenig Druck lassen sich so Fingerabdrücke und Wischer ganz einfach entfernen. Für die alltägliche Pflege ist es perfekt geeignet.

quelle: tk.de

Lass es stecken!

Beim Besuch von öffentlichen Toiletten sollte man das Mobilgerät nicht hervorholen. Aber auch beim Kochen und Essen ist es ratsam, die Hände vom Handy zu lassen. Denn sonst landen kleinste Essensreste auf dem Gerät – ein idealer Nährboden, auf dem sich viele Keime halten und vermehren.

Grundsätzlich sollte man nur zum Smartphone greifen, wenn die Hände sauber und trocken sind. «Neben Dreck- und Fettabdrücken bilden auch die Rückstände von Handcremes oder anderer Kosmetika ideale Sammelstellen für Keime.»

Auch wenn du es nicht mehr hören magst: Regelmässiges Händewaschen ist eine wirksame Massnahme, um den «Eintrag» von Keimen auf dem Handy gering zu halten.

Sind Handys wirklich Virenschleudern?

Der gefährliche Schmutz, der auf unseren Mobilgeräten lauert, ist von blossem Auge nicht zu erkennen. Soll heissen: Auch wenn der Touch-Screen keine sichtbaren Fingerabdrücke oder sonstigen Schmierereien aufweist, kann er krankmachende Keime auf den Benutzer übertragen.

Auf vielen Smartphones tummeln sich Fäkalkeime, da es die Besitzer auch auf der Toilette zur Hand nehmen, oder nach dem Klo-Gang das Händewaschen «vergessen».

Je nach Art und Umgebungstemperatur können Keime und Co. mehrere Wochen und sogar über Monate auf dem Smartphone verbleiben. Für Menschen mit einem intakten Immunsystem muss das nicht zwangsläufig zu Erkrankungen führen. Jedoch sind Menschen mit schwachem Immunsystem einer grösseren Gefahr ausgesetzt, aufgrund des Kontaktes mit dem belasteten Handy zu erkranken.

quelle: handyhilfe24.de

Was ist mit UV-Licht, um Keime abzutöten?

Im Online-Handel sind spezielle Sterilisations-Boxen erhältlich, in die man das Handy legen soll, um vorhandene Krankheitserreger durch Bestrahlung mit ultraviolettem Licht (UV) angeblich unschädlich zu machen. Da die watson-Redaktion keine praktischen Erfahrungen mit solchen Geräten hat und keine unabhängigen Studien vorliegen, verzichten wir darauf, die tragbaren Desinfektionsgeräte zu empfehlen.

Verwendest du eine solche UV-Box? Dann erzähl uns bitte von deine Erfahrungen via Kommentarfunktion.

PS: Reminder setzen

Gute Vorsätze sind gut, aber erinnerst du dich auch noch im grössten Stress daran, dein Mobilgerät zu reinigen? Am einfachsten und praktischsten ist es, eine sich tägliche wiederholende Erinnerung in den Kalender zu setzen.

(dsc)

Quellen

24 hässliche Handys, die du tatsächlich kaufen konntest

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