Digital
Google

Waymo ist 126 Milliarden Dollar wert und kommt nach Europa

epa12671153 (Embargoed until 22 January 2026 at 3:00 p.m. CET)....A passenger stands next to a Waymo autonomous car in Miami, Florida, USA, 21 January 2026 (issued 22 January 2026). Waymo, a US autono ...
Ein Passagier steigt in Miami in ein Robotaxi von Waymo.Bild: keystone

Googles Robotaxi-Firma Waymo ist 126 Milliarden Dollar wert und kommt nach Europa

03.02.2026, 12:1703.02.2026, 12:17

Im Wettlauf mit Tesla, chinesischen Anbietern oder der VW-Tochter Moia um den Markt für fahrerlose Robotaxis füllt die Google-Schwesterfirma Waymo ihre Kassen für eine globale Expansion. Waymo sammelte von Investoren 16 Milliarden Dollar in einer Finanzierungsrunde ein.

Das Unternehmen wurde dabei insgesamt mit 126 Milliarden Dollar bewertet, wie es in einer Mitteilung hiess.

Die Robotaxis von Waymo machen inzwischen ohne einen Menschen am Steuer mehr als 400'000 bezahlte Fahrten mit Passagieren pro Woche in sechs US-Städten sowie dem Silicon Valley. Die Firma strebt einen schnellen Ausbau in den USA an – und schickte ihre Fahrzeuge bereits auch nach London und Tokio. Insgesamt fuhren Waymo-Autos 127 Millionen Meilen (gut 204 Mio. Kilometer) autonom.

Viel Konkurrenz

Waymo gilt als Marktführer, aber es drängen immer neue Anbieter in den Zukunftsmarkt Robotaxi. Insbesondere in Asien, Nordamerika und Europa sind inzwischen mehrere Robotaxi-Anbieter auf dem Markt. China ist aktuell das Land mit der höchsten Robotaxi-Dichte. Dort wetteifern Anbieter wie Baidu, Pony.ai und WeRide um Kunden.

VW und Moia haben derweil den Testbetrieb mit autonom fahrenden Elektrotaxis (VW ID. Buzz) in Hamburg aufgenommen, ab Frühling 2026 wird Oslo als zweite Stadt folgen. In der Schweiz sollen die selbstfahrenden Minibusse der Hamburger VW-Tochter Moia erst ab 2028 verkehren, zuerst in Zug.

Volkswagen und Uber kündigen strategische Partnerschaft zum Einsatz autonomer Fahrzeuge auf der Uber-Plattform an (24. April 2025)
Auch die VW-Tochter Moia will sich ein Stück des Robotaxi-Marktes abschneiden.Bild: Uber

In den USA kooperieren VW und Moia mit Uber. Uber-User sollen per App einen selbstfahrenden Elektro-Bulli vom Typ «ID.Buzz AD» bestellen können – ab 2026 zunächst in Los Angeles.

Tesla geht eigenen Weg

Tesla hat bisher nur einige Robotaxis in der texanischen Stadt Austin im Einsatz. Sie wurden bis zuletzt noch von Aufpassern im Beifahrersitz begleitet. Musk verkündete aber, Tesla werde in wenigen Jahren die Nummer eins beim autonomen Fahren und Robotaxis sein. Der Schlüssel dazu soll sein, dass handelsübliche Wagen vom Band auch komplett selbstständig fahren. Zudem will Tesla ab diesem Jahr ein Robotaxi ohne Lenkrad und Pedale bauen.

Allerdings will Musk dafür nur mit Kameras auskommen. Konkurrenten und Experten zweifeln an, ob dies ausreichende Sicherheit bietet. Denn Waymo und andere Entwickler setzen zusätzlich auf weitere Sensoren, vor allem Lidar, die die Umgebung der Fahrzeuge abtasten. Geht Musks Rechnung aber auf, hätte Tesla einen enormen Kostenvorteil.

(sda/dpa/oli)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Selbstfahrende Autos – der Weg zum Robotaxi
1 / 11
Selbstfahrende Autos – der Weg zum Robotaxi
In Europa und den USA wird die Klassifizierung des autonomen Fahrens in fünf Stufen vorgenommen. Ein Überblick ...
quelle: ap/waymo / julia wang
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Therese ist Taxifahrerin – wir begleiteten sie für eine Nacht
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
11 Kommentare
Dein Kommentar
YouTube Link
0 / 600
Hier gehts zu den Kommentarregeln.
11
Swisscom erhöht Preise ab April
Nun ist der Druck auch für die Swisscom zu gross geworden: Der grösste Schweizer Telekomkonzern greift zur ersten Preiserhöhung für Privatkunden auf breiter Front. Millionen Kunden müssen ab April tiefer in die Tasche greifen.
Zur Story