Digital
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
NEW YORK, NY - NOVEMBER 18: Billed as Times Square's largest and most expensive digital billboard, a new megascreen is debuted in front of the Marriott Marquis hotel on November 18, 2014 in New York City. The eight stories tall screen will be animated by Universal Everything studio collective until November 24, after which Google will take over as the advertiser.   Spencer Platt/Getty Images/AFP
== FOR NEWSPAPERS, INTERNET, TELCOS & TELEVISION USE ONLY ==

Der Internet-Gigant besitzt die grösste digitale Werbeanzeige der Welt: Times Square in New York. Bild: GETTY IMAGES NORTH AMERICA

Schwierige Zeiten für den Internet-Giganten?

Google braucht keine Zerschlagung, Herausforderungen gibt es genug

Wie weit die Pläne zur Entflechtung von Google gedeihen, ist unklar. Das ist wohl besser so. Denn noch nie in der Geschichte von Google sah sich das Unternehmen mit so vielen Herausforderungen und Baustellen konfrontiert. 



martin weigert

Was aus der vom Europaparlament geplanten Zerschlagung oder Entflechtung von Google wird, ist offen. Dennoch ist die Debatte über das Vorhandensein einer schädlichen marktbeherrschenden Stellung des Unternehmens gerade lanciert. Einige führende Medienkonzerne mit dem erklärten Feindbild Google werden schon dafür sorgen, dass das Thema weiterhin aktuell bleibt. 

Wer möchte, der findet natürlich eine ganze Reihe an Indizien dafür, dass der Internet-Gigant eine Position erreicht hat, die ihm ganz automatisch bestimmte Vorteile einräumt, wodurch der Wettbewerb behindert werden könnte. Anfang 2013 formulierte ich dies einmal mit der These, dass Google einfach zu gut für diese Welt sei

Google ist nicht davor gefeit, vom Nutzniesser und Initiator zum Verlierer des Verdrängungs- und Innovationswettbewerbs zu werden.

Doch nichts spricht dagegen, sich auch einmal – zumindest probeweise – selbst zu widersprechen. Erst recht, wenn sich die Vorzeichen verändern. Wenn man heute, Ende 2014, einmal genau auf die Marktentwicklung schaut, dann kann man durchaus zahlreiche Belege dafür entdecken, dass Google keineswegs davor gefeit ist, vom Nutzniesser und Initiator zum Verlierer des Verdrängungs- und Innovationswettbewerbs zu werden. 

Wir listen einige der kleinen wie grossen Trends und Entwicklungen der Branche auf, die in ihrer Gesamtheit auf mittlere Sicht dafür sorgen können, dass der Konzern seine aktuell äusserst starke Stellung auch ohne politische Eingriffe verliert. Die verschiedenen Punkte verdeutlichen auch, dass vieles von dem, was Google anfasst, trotz der Milliarden an investiertem Kapital nicht zu Gold wird. 

Zur Erinnerung: Diese Zusammenstellung ist bewusst einseitig gehalten. Ihre Aufgabe ist nicht, zu belegen, dass Google keine Zukunft hat – was Quatsch wäre –, sondern dass in den nächsten Monaten und Jahren mannigfaltige taktische, strategische, organisatorische und produktspezifische Herausforderungen anstehen. Radikale Eingriffe von Politikern und Kartellbehörden könnten also überflüssig werden. 

Radikale Eingriffe von Politikern und Kartellbehörden könnten also überflüssig werden.

Die Chancen, dass sich das «Problem» Google ohne Zerschlagung quasi von alleine löst, stehen nicht schlecht (wobei die Frage, inwieweit die globale Marktdominanz von Android ausgenutzt wird und gewissen «Druck» von aussen erfordert, separat zu betrachten ist). Selbst wenn danach vielleicht das «Problem» Facebook folgt. Aber das ist ein anderes Thema.

Martin Weigert

ist Chefredaktor von netzwertig.com. Er bloggt privat auf www.martinweigert.com und twittert unter @martinweigert.

Das könnte dich auch interessieren:

Warum wir bald wieder über den Schweizer Pass reden werden

Link zum Artikel

«Ich hatte Sex mit dem Ex meiner besten Freundin…»

Link zum Artikel

Die amerikanische Agentin, die Frankreichs Résistance aufbaute

Link zum Artikel

Matheproblem um die Zahl 42 geknackt

Link zum Artikel

Wie gut kennst du dich in der Schweiz aus? Diese 11 Rätsel zeigen es dir

Link zum Artikel

«In der Schweiz gibt es zu viel Old Money und zu wenig Smart Money»

Link zum Artikel

So schneiden die Politiker im Franz-Test ab – wärst du besser?

Link zum Artikel

Röstigraben im Bundeshaus: «Sobald ich auf Deutsch wechsle, sinkt der Lärm um 10 Dezibel»

Link zum Artikel

So erklärt das OK der Hockey-WM in der Schweiz die Ähnlichkeit zum Tim-Hortons-Spot

Link zum Artikel

Die Geschichte von «Ausbrecherkönig» Walter Stürm und seinem traurigen Ende

Link zum Artikel

«Informiert euch!»: Greta liest den Amerikanern bei Trevor Noah die Leviten

Link zum Artikel

Keine Angst vor Freitag, dem 13.! Diese 13 Menschen haben bereits alles Pech aufgebraucht

Link zum Artikel

Der Kampf einer indonesischen Insel gegen den Plastik

Link zum Artikel

«Ich bin … wie soll ich es sagen … so ein bisschen ein Arschloch-Spieler»

Link zum Artikel

Alles, was du über die neuen iPhones und den «Netflix-Killer» von Apple wissen musst

Link zum Artikel

15 Bilder, die zeigen, wie wunderschön und gleichzeitig brutal die Natur ist

Link zum Artikel

Shaqiri? Xhaka? Von wegen! Zwei Torhüter sind die besten Schweizer bei «FIFA 20»

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

Themen
2
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
2Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Pascal Müller 29.11.2014 13:56
    Highlight Highlight ein paar Korrekturen/Anmerkungen:

    -Das OS für Schwellenländer heisst Android one und nicht Android Plus
    - die selbstfahrende Auto würde ich im Moment noch nicht tot schwatzen. Das wird wohl früher kommen, als manche denken.. Google ist nicht das einzige Umternehmen, das daran arbeitet. Automatisches einparken ist erst der Anfang
    - im Geschäftsverkehr ist Mail nach wie vor dominant und zunehmend. Da ist Google mit Apps for Business sehr gut aufgestellt, gerade im KMU-Bereich
  • Jol Bear 29.11.2014 13:13
    Highlight Highlight Die Motivation zur Zerschlagung von Google in der EU hat politische Gründe, es geht nicht um Schutz der Privatsphäre der Bürger, Monopolstellung usw. Wäre Google eine französisch-deutsche Firma und würde schön anständig mit den EU-Behörden kooperieren, würde rein gar nichts unternommen. In der Tat dürfte etwas mehr Vertrauen in die Mechanismen des Marktes sinnvoll sein. Grosse Konzerne haben keine Garantien für Erfolg, siehe Nokia mit seinen Mobiltelefonen, auch Microsoft hatte mit dem Rückgang der PC's unverhofft schnell Marktanteile verloren und kämpft seit Jahren.

Das Fairphone 3 ist da – und es ist das erste faire Handy, das wirklich gut ist

Die niederländische Initiative Fairphone hat die dritte Generation ihres fair produzierten Smartphones enhüllt. Der Hersteller verspricht, das Smartphone fünf Jahre lang mit Updates zu versorgen.

«Das Fairphone 3 beweist, dass Fairness und ein schonender Umgang mit Ressourcen mit Komfort und technischen Möglichkeiten vereinbar sind», sagte Firmenchefin Eva Gouwens am Dienstag in Berlin.

Fairphone hat sich vorgenommen, möglichst viele Bauteile seiner Smartphones nachhaltig und unter menschenwürdigen Bedingungen produzieren zu lassen. Das betrifft zum einen die Fertigung des Smartphones. Weiterhin versucht das Unternehmen, die Rohstoffe für das Smartphone aus «fairen» Quellen zu …

Artikel lesen
Link zum Artikel