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Amazon und Microsoft zeigen Google den Auspuff – jetzt geht die Cloud-Chefin

Amazon (AWS) und Microsoft (Azure) dominieren das Cloud-Geschäft. 
Amazon (AWS) und Microsoft (Azure) dominieren das Cloud-Geschäft.

Amazon und Microsoft zeigen Google den Auspuff – jetzt geht die Cloud-Chefin

17.11.2018, 19:4217.11.2018, 19:44
FILE- In this Sept. 11, 2007 file photo Diane Greene, CEO of VMware Inc. waits to be introduced before delivering her keynote address at the VMWorld 2007 conference in San Francisco. Greene is current ...
Diane Greene: Googles Cloud-Chefin verlässt den Konzern.Bild: AP/AP

In Googles Cloud-Geschäft gibt es einen Führungswechsel. Die bisherige Chefin Diane Greene zieht sich zurück, die Führung übernimmt im kommenden Jahr der frühere Oracle-Manager Thomas Kurian. Er hatte den Software-Konzern, bei dem er zuletzt die Produktentwicklung leitete, erst im September verlassen.

Nach damaligen Informationen des Finanzdienstes Bloomberg hatte er Differenzen mit Gründer Larry Ellison über die Strategie. Kurian wollte demnach mehr Oracle-Software in Cloud-Services von Konkurrenten wie Amazon oder Microsoft laufen lassen - während Ellison auf die hauseigene Infrastruktur gepocht habe.

Amazon und Microsoft ziehen davon

Google konkurriert im boomenden Cloud-Geschäft vor allem mit Amazon und Microsoft. Die Rivalen kämpfen um lukrative Deals mit grossen Unternehmen. Google hat in den letzten Jahren vergeblich versucht, den Anschluss an Amazon und Microsoft zu finden. Greene sollte die Wende bringen, aber inzwischen sind Amazon und Microsoft weiter enteilt.

Amazon ist der Cloud-Pionier und noch immer die klare Nummer eins im Cloud-Markt. Microsoft auf Platz zwei hat das vielseitigste Angebot und die besten Kundenbeziehungen. Viele Firmen entscheiden sich daher primär zwischen Amazon Web Services (AWS) und Microsoft Azure. 

Google möchte ein grösseres Stück des Cloud-Geschäfts, um unabhängiger von den Werbeeinnahmen zu werden.

Greene, eine Mitgründerin der Software-Firma VMware, kam vor drei Jahren zu Google, als der Internet-Konzern das von ihr geführte Start-up Bebop übernahm. Sie schrieb im Blogeintrag zu ihrem Abgang, damals habe sie nur zwei Jahre in dem Job bleiben wollen. Jetzt wolle sie unter anderem Gründerinnen von Start-ups unterstützen.

Der Branchendienst «The Information» berichtete zugleich von Spannungen mit anderen Google-Managern. So hätten ihre Versuche, Cloud-Angebote zum Teil von Werbedeals mit Kunden zu machen, zu Verstimmungen in anderen Sparten geführt, hiess es unter Berufung auf informierte Personen. (oli/sda/dpa)

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