Digital
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Instagram versagt nach schrecklicher Tat – doch User reagieren mit Herz



Eine junge Frau wird getötet, der mutmassliche Mörder veröffentlicht bei Instagram grausige Fotos, und das zu Facebook gehörende US-Unternehmen schafft es nicht im Ansatz, die Verbreitung verstörender Inhalte zu stoppen.

So weit (und absichtlich kurz) die Geschichte, und damit zu dem Teil, der uns ein bisschen hoffen lässt.

Instagram mag kalt und herzlos sein. Doch viele Userinnen und User sind es nicht.

Sie fluten die Social-Media-Plattform nach der schrecklichen Tat mit Botschaften voller Liebe. Um Voyeuren den kranken Spass zu verderben, verwenden sie genau die Hashtags, die zur Verbreitung der kranken Aufnahmen dienten.

Wir halten fest: Instagram verdient fleissig Geld mit Veröffentlichungen der User, wertet jeden werbewirksamen Klick und jede Interaktion aus, und behauptet, man sei «leider» nicht in der Lage, illegale Inhalte «zeitnah» zu löschen.

Das Unvermögen des Konzerns ärgert mutige Userinnen und User wie @bia.nnccaa. Sie greifen zur Selbsthilfe, unterstützten aber natürlich mit ihren Protest-Aktionen ungewollt auch das Unternehmen, das die Plattform betreibt ...

Bleibt anzumerken, dass Instagram offensichtlich auch nicht in der Lage ist sein will, den Jugendschutz zu gewährleisten. Minderjährige User, 13-jährig oder noch jünger, bekommen die abstossenden Fotos ebenfalls zu Gesicht.

(dsc, via mashable)

«Hate Speech» bei Facebook – was toleriert wird, und was nicht

Wenn ein Mädchen im Holocaust Instagram gehabt hätte

Play Icon

YouTube, Instagram, Tiktok und andere Apps

Facebook überrascht alle und lanciert den YouTube-Rivalen Watch: 3 Fragen und Antworten

Link zum Artikel

Der YouTube-König wird entthront – von seinem Nachfolger hast du noch nie gehört, wetten?

Link zum Artikel

Aufgepasst, Youtube! Instagram kommt mit stundenlangen Videos

Link zum Artikel

YouTube führt Premium-Abos und Fanartikel-Verkauf ein

Link zum Artikel

Abonniere unseren Newsletter

10
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
10Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • _kokolorix 16.07.2019 21:55
    Highlight Highlight Aber sie sind in der Lage jedes Bild das annäherungsweise wie eine entblösste Brustwarze aussieht sofort zu entfernen, weil dafür gibt es saftige Strafen. Der Mord an einem Mädchen ist dagegen keinerlei Bedrohung fürs Geschäft, im Gegenteil.
    Aber man kann im Fall auch gut ohne diese heuchlerischen Halsabschneider durchs Leben gehen, ist einfach es Bizeli anstrengender...
  • chrimark 16.07.2019 21:11
    Highlight Highlight Wenn ich überlege was FB mir für Werbung anzeigt, hat es diese nicht besser im Griff als die inadäquaten Inhalte. Der Verdacht liegt nahe, dass FB seinen Kunden bezüglich zielgerichteter Werbung weit mehr verspricht als es effektiv hält.
  • René Obi (1) 16.07.2019 20:11
    Highlight Highlight Naja, ich möchte ja nicht bei Facebook oder Instagram in der entsprechenden Abteilung arbeiten. Da muss man ja ziemlich abgebrüht sein, um all den schrecklichen Müll durchzusehen und zu löschen. Ohne psychologische Betreuung geht das wohl kaum. Umso mehr müsste man den Leuten, die derart Schreckliches veröffentlichen auf die Pelle rücken.
  • John Henry Eden 16.07.2019 18:32
    Highlight Highlight Wie soll Instagram so etwas schnell stoppen?

    Echtzeitkontrolle aller User? Freigabe von Inhalten bzw. Posts erst nach einer gewissen Zeit?

    Zuckerberg ist sicher froh um eine wirtschaftlich machbare Lösung und wird fürstlich dafür bezahlen.

    Eine Anklage ist hier einfacher als eine Lösung.
    • AaronKönig 16.07.2019 23:45
      Highlight Highlight Naja, es gibt eine beachtliche Menge an Algorithmen, um die Ähnlichkeit verschiedener Bilder zu bestimmen. Mit diesen liesse sich die Verbreitung eines definierten Bildes meiner Einschätzung nach automatisiert verhindern, auch wenn die Kopien leicht verändert sind.

      Damit wären aber wohl auch einige Probleme verbunden, weil mann derartige Massnahmen auch z.B. für politische Zensur einsetzen könnte.
  • The oder ich 16.07.2019 18:24
    Highlight Highlight Sei es Instagram, sei es Facebook: Big Zuckerberg is Watching You
    Benutzer Bild
  • Gooner1886 16.07.2019 17:54
    Highlight Highlight Früher Hinrichtungen auf dem Dorfplatz, heute halt so. Soviel zum Thema das sich der Mensch gewandelt hat...

    Aber gute Aktion auch wenn sowas eigentlich nicht nötig sein sollte.
  • Flunkie 16.07.2019 17:47
    Highlight Highlight Wir sollten uns aber als Gesellschaft und Individuen auch mal fragen, warum es so viele Kreaturen gibt, die sich an sowas aufgeilen. Ich meine, die leben ja unter uns, und sind garantiert nicht alle die Klischee „basement dwellers“. Wie sind wir an diesen Punkt gekommen?

    Ja, IG und FB sind des Teufels, keine Diskussion, aber die bösen Geister, die da wirken, sind Menschen - vielleicht müsste da das jämmerliche Verhalten auch mal Konsequenzen haben.
  • Fiu 16.07.2019 17:32
    Highlight Highlight Schon erbärmlich, was alles passiert, und dass diese Firmen nicht in der Lage sind, sowas Ungeheures zu löschen. Aber es zeigt, es gibt noch gute Menschen, die es besser können und so einen Menschen, der zum Opfer wurde, in Schutz nehmen.
    • NotWhatYouExpect 17.07.2019 14:31
      Highlight Highlight @Fio: Dir ist wohl nicht bewusst wie viele Fotos pro Minute Tag auf Instagram hochgeladen werden und wie viele davon wohl jetzt schon ausgeschlossen werden.

      Die Dienste werden mit so vielen Daten überschwemmt, dass man bösen Content nur noch sehr schwer schnell erkennen kann.

      Auch kann man nur einfache Vergleiche machen, um ein bestehendes verbanntes Bild zu blockieren, denn würde der Upload-Prozess zu lange dauern, würden die User vom Dienst abspringen.

      Wichtig ist, dass solcher Content gemeldet und nicht weiter verbreitet wird. Aber leider gibt es in unserer Gesellschaft Idioten/xxx.

15 Comics von Zucker-Herzen, die schonungslos aufzeigen, wie die Gesellschaft funktioniert

Gesellschaftskritik von Zucker-Herzen? Echt jetzt? Jap, das geht. Sehr gut sogar, wie ein Künstler auf charmante Art und Weise beweist.

Instagram ist für Künstler Fluch und Segen zugleich. Zum einen haben sie so eine Gratis-Plattform, auf der sie ihre Kunst unkompliziert an die Menschen tragen können. Zum anderen hat ebendieser Gratis-Aspekt eine inflationäre Auswirkung auf das Einschätzen der eigenen künstlerischen Fähigkeit. Jede und jeder ist plötzlich irgendwie Künstler.

Weder diese Erkenntnis, noch das Prinzip der künstlerischen Gesellschaftskritik ist neu. Dennoch hat der Künstler Tommy Siegel einen neuartigen Dreh …

Artikel lesen
Link zum Artikel