Digital
International

Microsoft: IT-Panne betraf 8,5 Millionen Windows-Geräte

Microsoft: IT-Panne betraf 8,5 Millionen Windows-Geräte

20.07.2024, 21:4420.07.2024, 21:44

Von dem fehlerhaften Software-Update, das weltweit weitreichende Störungen ausgelöst hat, sind nach Angaben von Microsoft schätzungsweise 8,5 Millionen Windows-Geräte betroffen gewesen. Dies seien weniger als ein Prozent aller Windows-Rechner, teilte Microsoft auf dem Blog des Unternehmens mit. Dass die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Auswirkungen dennoch so weitreichend waren, zeige, wie viele Unternehmen, die viele wichtige Dienste betreiben, den Softwareanbieter Crowdstrike benutzten.

Die IT-Panne hatte am Freitagmorgen weltweit weitreichende Störungen ausgelöst, die den Flugverkehr vielerorts nahezu lahmlegten. Betroffen waren auch Supermärkte, Banken, Krankenhäuser, Fernsehsender und andere Einrichtungen. Als Ursache nannte Crowdstrike ein fehlerhaftes Update einer Software für Windows-Computer. Die Firma erklärte den Fehler am Freitagmittag für behoben. Die Auswirkungen waren teilweise aber darüber hinaus zu spüren. Der Luftverkehr in Deutschland hat sich nach Angaben des Flughafenverbandes ADV inzwischen weitestgehend normalisiert.

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hatte am Samstagmittag erklärt, die Lage normalisiere sich in vielen Bereichen wieder. Zahlreiche Unternehmen hätten aber weiterhin mit Folgewirkungen der Störungen zu kämpfen. «Bislang ist nicht abschliessend geklärt, wie der fehlerhafte Code in das Crowdstrike-Update gelangen konnte. Das BSI steht auch dazu in intensivem Austausch mit dem Unternehmen.» (hkl/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Binance gibt Kunden-Auszahlungen nach Hackerangriff frei
Nach dem milliardenschweren Cyberangriff auf Binance kommen die Kunden der Kryptobörse mit hoher Wahrscheinlichkeit glimpflich davon. Sie können inzwischen ihre Gelder auch wieder abheben.
Nach dem beispiellosen Cyberangriff auf die weltgrösste Digitalwährungsbörse Binance hat das Unternehmen damit begonnen, Kundenauszahlungen in einer ersten Phase wieder freizuschalten. Zugleich teilte Binance mit, inzwischen rund 95 Prozent der entwendeten Gelder aus eigenen Unternehmensreserven ausgeglichen zu haben – zuvor war von 90 Prozent die Rede gewesen.
Zur Story