DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Apple-Kunden müssen 2020 etwas länger auf das neue iPhone warten.
Apple-Kunden müssen 2020 etwas länger auf das neue iPhone warten.Bild: sda

Apple bestätigt: Das neue iPhone 12 kommt im Corona-Jahr später als gewohnt

31.07.2020, 10:0431.07.2020, 10:06

Die neuen Modelle von Apples iPhone werden in diesem Jahr nicht wie gewohnt im September in den Handel kommen. Apple rechne damit, dass die Geräte erst «einige Wochen später» verfügbar sein werden, sagte Finanzchef Luca Maestri am Donnerstag.

Angesichts der Arbeitsunterbrechungen in der chinesischen Fertigungsindustrie wegen der Corona-Krise war darüber bereits im Frühjahr spekuliert worden. Von Apple werden in diesem Jahr erneut mehrere iPhone-Modelle mit verschiedenen Bildschirmgrössen erwartet. Medienberichten zufolge werden sie erstmals den superschnellen 5G-Datenfunk unterstützen.

Apple bringt neue iPhones seit Jahren im September heraus. Eine Ausnahme gab es 2017 - damals kam das damalige Top-Modell iPhone X erst im November auf den Markt.

Der Konzern bereitete mit der Ankündigung die Anleger darauf vor, dass im laufenden Quartal der übliche Absatzschub durch die neuen Modelle ausbleiben dürfte. Im vergangenen Vierteljahr verkauften sich aktuelle iPhones unterdessen besser als von Analysten - und dem Unternehmen selbst - erwartet.

Der Umsatz mit Apples wichtigstem Produkt stieg im Jahresvergleich um 1.7 Prozent auf 26.4 Milliarden Dollar (22.2 Mrd Euro). Analysten hatten mit einem iPhone-Umsatz bei nur 21 Milliarden Dollar gerechnet.

Mehr günstige Geräte verkauft

Eine wichtige Rolle scheint dabei die Neuauflage des günstigeren Modells iPhone SE gespielt zu haben. Nach Berechnungen der Marktforschungsfirma IDC steigerte Apple im vergangenen Quartal den iPhone-Absatz um gut elf Prozent auf 37.6 Millionen Geräte. Der Unterschied zwischen dem Wachstum bei Stückzahlen und Umsatz weist darauf hin, dass mehr günstige Geräte als ein Jahr zuvor verkauft wurden. Auf jeden Fall ist das deutliche Absatzplus bemerkenswert in einem Markt, der nach IDC-Zahlen insgesamt um 16 Prozent schrumpfte. Es war der bisher stärkste Rückgang in dem lange boomenden Geschäft.

Der Konzern selbst nennt keine Absatzzahlen mehr. Konzernchef Tim Cook sagte dazu lediglich: «Das iPhone SE hat definitiv unseren Ergebnissen geholfen.» Unter anderem hätten es viele bisherige Nutzer von Android-Smartphones gekauft. Analysten rechneten bereits damit, dass Verbraucher in der Krise angesichts der konjunkturellen Unsicherheit und Einkommenseinbussen verstärkt zu günstigeren Smartphone-Modellen greifen werden.

Das Geschäft von Apple zeigte sich allerdings auch insgesamt sehr widerstandsfähig in der Corona-Krise. Alle Produktbereiche legten zu. Der Konzernumsatz stieg im vergangenen Quartal um elf Prozent auf 59.7 Milliarden Dollar - es war ein Bestwert für das Juni-Quartal. Der Gewinn wuchs um zwölf Prozent auf 11.25 Milliarden Dollar.

Zahlen über Erwartungen

Die Zahlen übertrafen die Erwartungen der Analysten. Die Aktie legte im nachbörslichen Handel am Donnerstag um über sechs Prozent zu und notierte zum ersten Mal über der Marke von 400 Dollar. Apple kündigte zugleich einen Aktiensplit im Verhältnis 4 zu 1 an, um das Papier erschwinglicher zu machen. Bei dem Split werden Anteilseigner für jede ihrer Aktien vier neue Papiere bekommen.

Bei den Mac-Computern sprang der Umsatz um rund 22 Prozent auf den Bestwert von gut sieben Milliarden Dollar hoch. Das Service-Geschäft mit Abos für Musik oder Speicherplatz sowie Apples Erlösen aus dem App Store erwies sich erneut als wichtige Geldquelle mit einem Umsatzplus von rund 15 Prozent auf knapp 13.2 Milliarden Dollar. Apple hat inzwischen insgesamt 550 Millionen Abo-Kunden in seinen verschiedenen Diensten. (sda/awp/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

So sieht die neue iPhone-Software iOS 14 aus

1 / 19
So sieht die neue iPhone-Software iOS 14 aus
quelle: apple / apple inc.
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Warum die Swiss-Covid-App ohne GPS-Ortung funktioniert

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Darum will die US-Regierung einen Chip-Megadeal verhindern – und auch Europa profitierte
Die grösste Übernahme in der Halbleiterbranche droht zu scheitern. Eine wichtige US-Behörde warnt vor höheren Preisen und schlechteren Produkten für die Konsumentinnen und Konsumenten.

Das Wichtigste in Kürze: Nach Bedenken von Konkurrenten und europäischen Wettbewerbshütern wächst auch der Widerstand bei US-Behörden gegen die Übernahme der britischen Firma Arm durch das US-Unternehmen Nvidia. Die geplante Übernahme des Chipdesigners durch den Grafikkarten-Spezialisten könne Innovationen bremsen und den Wettbewerb beeinträchtigen, begründet die US-Handelsaufsicht FTC (Federal Trade Commission) ihre Klage.

Zur Story