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Streaming-Dienste wie Netflix sollen künftig ins Schweizer Filmschaffen investieren – etwa indem sie sich die Rechte an hiesigen Produktionen sichern oder diese mitfinanzieren. Bild: AP

Zoff um Streaming-Dienste: Netflix und Co. sollen in Schweizer Filme investieren müssen

Streamingplattformen wie Netflix sollen künftig ein Prozent ihrer Einnahmen in der Schweiz in das Schweizer Filmschaffen investieren müssen. Das hat der Nationalrat entschieden. Die Jungfreisinnigen drohen mit einem Referendum.



Dem Filmförderungsgesetz bleibt das komplette Zurückspulen erspart. Der Nationalrat hat am Montag im Rahmen der Kulturbotschaft zwar Details geändert, es aber nicht noch einmal in den Regieraum des Bundesrats geschickt. Dies wollte Philipp Kutter (CVP/ZH). Nicht einmal darauf eintreten wollte Christian Wasserfallen (FDP/BE). Es sei «kaum ersichtlich, dass hier überhaupt ein Mehrwert geschaffen wird», mokierte sich Wasserfallen. Ebenso führte er aus, dass mit diesem Gesetz «Pflichtkonsum» schmackhaft gemacht werden soll, aber der «schmeckt nicht.»

Was Wasserfallen und Kutter unter anderem stören, sind zwei Prozentzahlen im aufgegleisten Gesetz. Vier Prozent und dreissig Prozent. Vier Prozent ihrer Bruttoeinnahmen in der Schweiz sollen Onlineplattformen wie Netflix, Disney oder Apple TV künftig in das unabhängige Schweizer Filmschaffen investieren müssen, oder eine Ersatzabgabe leisten. Dreissig Prozent soll der Anteil an europäischem Filmschaffen auf diesen Plattformen sein, aber auch bei heimischen Anbietern. «Wir beschädigen die Medienlandschaft Schweiz», ist sich Kutter sicher. Er warnte davor, dass die Regeln zwar auf ausländische Firmen zielten, aber am Ende inländische Unternehmen wie die 3+-Gruppe, die wie dieses Newsportal zu CH Media gehört, treffen würden.

Mehr Schweizer Serien

Wo Kutter und Wasserfallen kein Happy End vermuten, sieht Matthias Aebischer (SP/BE) namens der Kommission nur Vorteile: «Das Ziel ist, dass auf den Streaming-Plattformen und auch in den TV-Stationen nicht nur US-Serien gezeigt werden, sondern eben in Bälde auch Schweizer Serien oder Schweizer Filme mit Schweizer Schauspielern, mit Schweizer Regisseurinnen, mit Schweizer Kamerafrauen, gedreht in der Schweiz, mit Serviceleistungen aus der Schweiz.»

Er argumentierte zudem mit einer Ungleichbehandlungen: Schweizer Fernsehsender müssen sowieso eine Abgabe an den Schweizer Film leisten, das ist im Radio und Fernsehgesetz festgelegt. Mit der jetzigen Vorlage wolle man ausländische Fernsehstationen, welche mit ihren Werbefenstern in der Schweiz über 300 Millionen Franken umsetzen und Plattformen wie Netflix verpflichten, in der Schweiz zu investieren.

«Wählen kann ich nur, wenn ich das Angebot habe»

Von einem «begrenzten Marktschutz» und nicht einer «Abschottung» sprach Thomas Brunner (GLP/SG). Wenn mehr Schweizer Filme gezeigt werden, sei dies keine Einschränkung, sondern eine Erweiterung: «Wählen kann ich nur, wenn ich auch Angebote habe.» Bundesrat Alain Berset sagte, es sei «unehrlich, wenn man in Sonntagsreden bemängelt, dass das Schweizer Filmschaffen stiefmütterlich behandelt wird und dann hier nicht bereit ist, einen kleinen Schritt zu machen».

Mit dem jetzigen Gesetz reagiere der Bundesrat auf die aktuellen Entwicklungen im Filmgeschäft. Dieses verschiebe sich immer mehr ins Internet und darum sei es Sache des Gesetzgebers, für gleich lange Spiesse zu sorgen. Was für die Schweizer Fernsehsender gelte, solle auch für die Streamingplattformen gelten.

Einige Regieeingriffe hat der Nationalrat aber trotzdem vorgenommen. Der wohl markanteste Schnitt: Aus den 4 Prozent wurden 1 - gegen den Willen der Ratslinken. Der Entscheid fiel mit 97 gegen 91 Stimmen und bei 3 Enthaltungen. Gelockert hat der Nationalrat auch einige Vorgaben. Ob diese abgeschwächte «Lex Netflix» sogar noch vors Volk kommt, ist offen. Die Jungfreisinnigen liebäugeln mit einem Referendum. «Wir wollen Qualität, nicht Pflichtkonsum», kommentierte die Jungpartei auf Twitter.

Als Zweitrat wird sich nun der Ständerat mit dem Geschäft beschäftigen.

Während über die Filmförderung hart gefeilscht wurde, war der Rest der Kulturbotschaft kein wirklicher Thriller. Viele Nationalräte und Nationalrätinnen hoben den Wert der Kultur hervor. Gerade in der Krise und dem Fehlen der Kultur habe man deren Wert noch deutlicher erkannt. Mit der Kulturbotschaft 2021 bis 2024 will der Bundesrat rund 935 Millionen Franken in verschiedene Bereiche der Kultur investieren. Einen generellen Rückweisungsantrag stellte die SVP. Sie wollte die im Rahmen der Covid-Kulturverordnung ausgerichteten à fonds perdu-Kredite im Zahlungsrahmen kompensieren. (bzbasel.ch)

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75
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75Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Demetria 08.09.2020 23:06
    Highlight Highlight Wir müssen sogar Billag zahlen obwohl wir nicht fernsehen, nur damit die Alten ihr Dienstagsjass/ Bauer sucht bekommen. Jetzt kommt noch die Extra-Steuer weil ja die Bübchen der Reichen gerne Kunstfilmchen machen in denen irgend jemand minutenlang blöd in die Kamera starrt, weil die Filmemacher in ihrer Priviligiertheit keine Aussagen über echte Probleme hinkriegen. Natürlich könnten sie ihre Eltern um Geld bitten, aber warum sollte man für sein Hobby die eigene Familie anpumpen, wenn man es auch einmal mehr den Ärmeren aus der Tasche stehlen kann? Oder glaubt jemand Netflix wird das zahlen?
  • Swen Goldpreis 08.09.2020 22:48
    Highlight Highlight Dass Netflix und Co vom Geld, das sie in der Schweiz erwitschaften, auch etwas in der Schweiz lassen, finde ich grundsätzlich in Ordnung. Diese grossen Internetkonzerne sind ja eh schon Weltmeister darin, Steuern zu vermeiden.

    Nur: Das Problem ist ja nicht, dass Netflix per se keine Schweizer Inhalte will, sondern dass die einfach zu schlecht sind. Wir würden das Geld durch die Netflixsteuer besser nutzen, um a.) eine Filmschule von Weltklasse aufzubauen b,) Fonds mit Risikokapital zu schaffen, die auch grössere Produktionen stemmen können. c.) Vertriebe für CH-Filme gründen.
  • Der Glow 08.09.2020 22:20
    Highlight Highlight Wofür zahle ich dann Serafe? Da werde ich ja auch schon gezwungen für etwas zu bezahlen das ich nicht nutze. Kein Mensch hat ein Netflix Abo weil er/sie gerne schweizer Filme oder Serien schauen will. Dazu gibt es doch den unterirdisch schlechten SRF.
  • rönsger 08.09.2020 19:47
    Highlight Highlight Schizophrenie (Definition): Lautstark motzen über das ach so erbärmliche Niveau des Schweizer Films und über SRF sowieso; aber noch lautstärker motzen, wenn der Bundesrat zugunsten einer besseren Qualität jene Quellen anzapfen will, die sich in der Schweiz beim Publikum dank überrissener Gebühren ausgiebig bedienen. Dabei wäre die Formel so einfach: Mehr Geld = mehr Qualität.
  • Rethinking 08.09.2020 16:56
    Highlight Highlight 1% ist definitiv zu tief.
    • Patrik Hodel 08.09.2020 19:58
      Highlight Highlight Nein, viel zu viel.
      Die "Kunst-Branchen" werden eh schon zu stark subventioniert, ohne einen reellen Gegenwert zu bieten.
    • Rethinking 08.09.2020 22:07
      Highlight Highlight Ich finde es sehr kurzsichtig das ganze Geld ins Ausland abfliessen zu lassen (netflix & co.) die Heimische Industrie muss stärker geschützt werden. Ansonsten werden wir in ein paar Jahren nur noch US und China Medien haben, die uns entsprechend beeinflussen (können)...
  • Der Hund muss schnell raus! 08.09.2020 15:57
    Highlight Highlight Schön wieder einmal die Super Patrieoten zu lesen.
    Die immer wieder betonen wie wichtig die Schweiz und Schweizer Arbeitsplätze sind.
    Sorry, scheinbar ist Auslagern doch so super! Und das herrziehen über Schweizer Filme und Serien! So toll! Nie etwas geschaut das die eigenen Vorurteile zu gross sind aber genau wissen wie alles schlecht ist!
    Nein ist es nicht. Die Schweiz hat gute bis sehr gute Filmemacher. Nur die benötigen Geld! Ohne Geld nur ganz wenige gute Produkte, aber die Bürgerlichen geben es halt lieber ins Ausland. Sorry, so sieht man wem die Schweiz am Herzen liegt!
    • Patrik Hodel 08.09.2020 19:59
      Highlight Highlight Die sollen sich einen Beruf suchen, mit dem sie ihre Brötchen ohne Sibventionen verdienen können!
  • EKCH 08.09.2020 14:52
    Highlight Highlight Gäbe es einen genügend grossen Markt (sprich Nachfrage) für diese Filme, so wären diese im Angebot. Diese 4% bzw. nun 1% ist ein weiteres Paradebeispiel (meist linker) stupider staatlicher Regulierung.
  • NudelBürste 08.09.2020 14:20
    Highlight Highlight Warum? Ich bezahle für Netflix weil ich das schauen will was es dort gibt nicht weil ich Schweizerfilme sehen will.. Ich hoffe schwer das Netflix wegen solchen Hinfürzen nicht das Angebot verkleinern muss damit die Prozente von CH produktionen genug gross sind.
  • Hans Jürg 08.09.2020 13:36
    Highlight Highlight Eine ganz andere Frage: bezahlt Netflix eigentlich Steuern für die Einnahmen, die sie in der Schweiz generieren? Oder sind die - wie die meisten internationalen Firmen - so organisiert, dass sie in den einzelnen Ländern keine Gewinne machen und diese dann in Ländern, in denen sie praktisch keine Steuern bezahlen müssen, "versteuern"?

    Falls sie in der Schweiz praktisch Null Steuern bezahlen, wäre eine spezielle Abgabe IMHO sinnvoll.
  • Uranos 08.09.2020 13:29
    Highlight Highlight Streamingdienste sind so etwas wie Fernsehsender oder gar mehr als das. Ich finde für das, dass sie hier Millionen verdienen und dafür keinen Rappen Steuern zahlen, könnten sie wenigstens eine geringe Abgabe wie die anderen Fernsehsender leisten. Aber als einer der wenigen U-30-jährigen, der Netflix nicht abonniert hat, bin ich wohl hier der Aussenseiter...
    • Piora 08.09.2020 14:08
      Highlight Highlight nö ich hab auch ken netflix oder sowas
    • Der Hund muss schnell raus! 08.09.2020 16:14
      Highlight Highlight Ich habe es auch nicht!
      Ein Kumpel hat es und alles was ich dort sah, war grotig Schlecht! Aber Super Teuer gemacht. Nur ohne Liebe und Espri! Und vorhersehbar!
      Die sachen die wirklich gut sind, die kommen ja dann auch im TV. Also warum über 360 Fr. Motzen wenn man ja freiwilig zur zeit noch zusätzlich 180 Bezahlt? Um dinge zu sehen die im TV auch kommen.
      Wünschte mir bei einigen Schweizer Filmen, das die auch dieses Geld zur Verfügung hätten.
      Warum macht die BBC so gute Serien? Sherlock, Dr Who, Inspektor Banks. Einfach, die haben Geld, Willen und Kreative Köpfe. Geld und Wille fehlt uns!
  • Hubi128 08.09.2020 13:05
    Highlight Highlight Netflix, Amazon Prime, Apple TV+ und wie sie alle heissen sind die Oasen, in die wir uns vor der Provinzialität und dem Mittelmass heimischer Produktionen flüchten.

    Geld macht keinen Schauspieler besser und keinen Plot origineller. Man zwingt Netflix, sich mit schweizerischen Produktionen Steine ans Bein zu binden, damit SRF im Wettbewerb bestehen kann.

    Lieber Regulierer, sucht euch andere und vor allem wichtigere Probleme.
  • Tom Scherrer (1) 08.09.2020 12:41
    Highlight Highlight Steuern oder regionale Stardortförderung - eins von beidem wird von den Streamingplattformen kommen müssen.

    Denn einfach nur abschöpfen und nach mir die Sinnflut, das kann es ja auch nicht sein. Der Musikbereich zählt auch dazu.

    Ich kann es nicht in einer Komentarspalte adäquat erklären. das Geld fliesst ab und es kommen keine Reinvestitionen zurück. Für Kulturschaffende kann/wird das auf Dauer negative Folgen haben.

    Also Steuern oder Standortförderung. Fände ich fair.
  • DerSeher 08.09.2020 11:31
    Highlight Highlight Oh das macht Netflix bestimmt günstiger... 🤦‍♂️
  • Bits_and_More 08.09.2020 11:25
    Highlight Highlight "Dreissig Prozent soll der Anteil an europäischem Filmschaffen auf diesen Plattformen sein"

    Dann kickt Netflix und Co. halt einfach so viel raus, bis sie auf die 30% kommen. Das werden dann nicht die Blockbuster sein, sondern Nischenproduktionen, wie z.B. Anime aus Japan.

    Links kann halt eben doch abschotten...

    Spannend wird es dann auch für Plattformen, welche sich z.B. nur auf Anime spezialisiert haben. Da einen 30% europäischen Anteil zu fordern ist einfach nur ignorant.
    • bebby 08.09.2020 16:03
      Highlight Highlight Netflix kann aber die Schweiz auch ganz einfach ignorieren. Genauso wie die anderen US Plattformen es tun. Viel Spass beim Versuch sich durchzusetzen.
    • Der Hund muss schnell raus! 08.09.2020 16:20
      Highlight Highlight Viele Vergessen, es gab vor Netflix auch ein leben. Und es war besser!
      Also alle Netflix Junkys, Raus aus euchem Keller und sucht euch ein Leben!
      Ihr seit nicht besser als die 7-15 J. die die ganze Zeit Zocken und vergessen zu leben!
      Klingt hart? Ja, ist es auch. Aber schaut euch mal viele von euch an. Viele flüchten in eine Traumwelt um nicht in den Spiegel schauen zu müssen und zu sehen was sie wirklich sind.

      Hoffe ich knake nicht die 1000 Blitze marke!
  • Sauäschnörrli 08.09.2020 11:19
    Highlight Highlight Dann wirft Netflix einfach ausländische Produktionen aus der Bibliothek bis die Vorgaben erreicht sind, die werden keinen Stutz extra investieren, nur weil wir uns das wünschen.
  • Ana64 08.09.2020 10:51
    Highlight Highlight Bald müssen wir mind 10 % Klamotten in CH-Trachtenstil tragen. Immerhin besser als Hotpants.
  • fidget 08.09.2020 10:41
    Highlight Highlight Ich habe keine Ahnung, wie lukrativ die Schweiz für Netflix ist, aber wenn sie nun einen Teil ihres Umsatzes abgeben müssen, kann es darauf hinauslaufen, dass sie den Dienst einstellen oder die Abogebühren erhöhen. Ob dieses Gesetz im Sinne der Konsumenten sein wird, werden wir sehen.
    Und was soll diese 30% Europaquote? Sofern die Serien und Inhalte gut sind, werden sie von alleine gezeigt, aber wenn es niemand schauen will, ist es einfach nur eine Quote, die irgendwie umgesetzt werden muss.
    • Ana64 08.09.2020 10:55
      Highlight Highlight "365 Tage " war auf Netflix ein Hit. Auch ohne offiziellen, eidgenossischen Zwang. Wenn man Filme verkaufen will muss man solche drehen die für Publikum oder dessen Teile interessant sind. Ich bezweifle aber ob " Heidi"- Serie ein Publikumsliebling wird. Vielleicht in Indien..
    • Bits_and_More 08.09.2020 11:27
      Highlight Highlight Abschalten wohl eher nicht, nicht wegen 1%. Da wird zuerst das Abo erhöht (aber dann gleich um 5%) oder gespart, sprich das Angebot verkleinert.

      Der Verlierer bleibt der Konsument. Ist das nicht die Gruppe, welche die Ratslinken eigentlich vertreten sollen?
    • fidget 08.09.2020 11:43
      Highlight Highlight @Bits_and_More: Ich gehe auch nicht davon aus, dass Netflix den Dienst in der Schweiz abschaltet. Das wäre nur das Worst-Case-Szenario, wenn man so will.
      Du sagst es richtig, der Konsument wird in jedem Fall verlieren.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Urs Kipfert 08.09.2020 10:23
    Highlight Highlight Was sagt eigentlich Netflix dazu? Sind die in irgendeiner Weise gesetzlich daran gebunden, was Schweizer Räte entscheiden? Immerhin ist Netflix eine private, amerikanische Firma ohne Niederlassung in der Schweiz.
    Ich kann mir nicht vorstellen, dass Streaminganbieter sich in jedem Land freiwillig was anderes für ihren Katalog vorschreiben lassen.
    • Digichr 08.09.2020 11:31
      Highlight Highlight Das ist die Frage. Wobei PokerStars hatte auch keine Niederlassung in der Schweiz. Wir wissen alle, was dann passiert ist. Lustigerweise ist der Genosse, der an vorderster Front für das Geldspielgesetz und insbesondere Netzsperren kämpfte, auch hier vorne dabei...

  • Unicron 08.09.2020 09:16
    Highlight Highlight So ein Quatsch.
    Wenn die wollen dass wir Schweizer Filme schauen, dann sollen sie halt bessere Filme machen.

    Netflix ist eine Firma, man kann denen doch nicht vorschreiben was sie zu vertreiben haben.
  • AFK 08.09.2020 08:45
    Highlight Highlight Er argumentierte zudem mit einer Ungleichbehandlungen: Schweizer Fernsehsender müssen sowieso eine Abgabe an den Schweizer Film leisten, das ist im Radio und Fernsehgesetz festgelegt => diese bekommen ja auch Serafe Gebühren, Netflix auch ?
    • freakykratos 08.09.2020 12:34
      Highlight Highlight Netflix und Amazon Prime Video könnten ja mal einen Antrag stellen.
    • AFK 08.09.2020 14:12
      Highlight Highlight Ich wär sogar dafür, gerade in der Musik möchte ich lieber die Künstler mehr Unterstützen die ich wirklich höre (und mir ist egal aus welchem Land ein Musiker kommt) statt die, die irgend ein CH-Kulturverantwortlicher bestimmt..
  • du_bist_du 08.09.2020 08:45
    Highlight Highlight Also ich unterstütze diesen Kulturkram bereits mit meinen Steuern und soll nun nochmals bezahlen, wenn ich mir eine Alternative zum Schweizerkram ansehe?

    Das schlimme ist, man kann diesen Müll nichtmal boykottieren, da man jetzt immer irgendwie dafür zahlt...

    Süss wie die Linke den Patriotismus entdeckt. Da haben sie wohl bei der SVP abgeguckt. Oder klartext, Klientelpolitik auf Kosten der kleinen BürgerInnen.

    Ich bin entäuscht.
  • Akzent 08.09.2020 08:23
    Highlight Highlight Ist alles Geschmackssache. Aber, im Unterschied zu Filmen, habe noch keine Schweizer Serie gesehen, die mich angesprochen hat. Insgesamt laue Storys, welsch und deutsch durcheinander gesprochen und lausig synchronisiert. Dabei liebe ich die verschiedenen Dialekte.
    Das können selbst die Dänen besser.
  • rönsger 08.09.2020 08:17
    Highlight Highlight Nirgends in Europa werden Netflix-Kund*innen so abgezockt wie in der Schweiz. Und sie machen untertänig und ergeben jede Preiserhöhung mit. Und steigen sogar auf die Barrikaden, wenn Netflix verpflichtet werden sollte, einen winzigen Anteil ihres Schweizer Profits in das Schweizer Filmschaffen zu investieren, wie das alle anderen TV-Stationen schon heute machen müssen. Wahrlich eine verkehrte Welt - und tolle Lobbyarbeit von Netflix, gut gemacht!
    • ursus3000 08.09.2020 12:20
      Highlight Highlight Für Schweizer Fernsehen zahle ich viel mehr obwohl ich das Zeugs nie schaue . Und das Schweizer Filmschaffen...... danke mässi
    • Unicron 08.09.2020 12:29
      Highlight Highlight Ich habe Netflix abonniert weil ich Netflix Inhalte sehen will.
      Und nicht das Zeug was ich schon auf SRF nicht schauen will.
      So als würde ich das eher schauen, nur weil es jetzt auf Netflix läuft?

      Und ich beschwere mich nicht dass sie ein bisschen Profit abgeben müssten, sondern dass 30% des Inhaltes diktiert werden soll.
      Ich bezahle ja für diesen Dienst! Sollen sie ihre Schweizer Inhalte doch auf SRF zeigen, den bezahle ich ja auch.
  • Pfirsch 08.09.2020 08:04
    Highlight Highlight Und im Zweifel entscheiden sich dann solche Dienste, ihre Dienste einfach nicht mehr in der Schweiz anzubieten.

    So wie Schweizer nicht mehr bei amazon.com einkaufen können.

    Oder wir Zuschauer, die die Schweizer Produkte nicht einmal anschauen, müssten dann noch mehr für die Abos zahlen.
  • andrew1 08.09.2020 07:59
    Highlight Highlight Eine absolute frechheit. Wegen irgendetwas hat man ja netflix. Nämlich um diesem blödel-zeugs zu entfliehen. Zumal kann ein so hoher anteil schweizer inhalts wohl kaum erreicht werden ohne jeden schritt reinzustellen. Gibt ja um die 6000 serien auf netflix. Bevormundung vom feinsten. Diese linksparteien mal wieder. Müssen auch alles verteuern und überall wo nur möglich bevormunden...
    • Unicron 08.09.2020 12:32
      Highlight Highlight Vermutlich fliegen eher ausländische Inhalte raus damit sie die 30% Heidiserien erreichen können.
  • Der P 08.09.2020 07:56
    Highlight Highlight Ich kann mi h mit meinen 46 Lenzen nicht daran erinnern, wann ich jemals einen Schweizer Film hätte sehen wollen tun... Ich hab mal bei einem reingeschaut, aber als mir Carlos Leal sein Gemächt entgegen hielt, wars dass dann auch...
  • Satanarchist 08.09.2020 07:53
    Highlight Highlight Hier politisieren die vom Volk gewählten Politiker wieder mal völlig am Volk vorbei. Denn wenn man die Kommentare in den Online-Medien liest, ist der Tenor praktisch überall gleich: Nein!
  • Mangosorbet 08.09.2020 07:42
    Highlight Highlight Grosses Kino! Jetzt müsste es nur noch gute Schweizer Filme und Serien geben. Ob das mit mehr Geld besser wird wage ich zu bezweifeln.
    Man könnte in die Lex Netflix ja den Passus integrieren, dass bei geringer Nutzung der CH-Inhalte die Abgabe wieder gekippt wird. Vielleicht wäre das ein Ansporn für die hiesigen Filmemacher 😉
  • Raffaele Merminod 08.09.2020 07:40
    Highlight Highlight Und was ist mit den PayTV Sender der Porno-Branche? Müssen die jetzt auch 1% Schweizer Pornos zeigen?
    Muss jetzt auf Schweizerdeutsch gestöhnt werden?
    • Digichr 08.09.2020 09:12
      Highlight Highlight Natürlich, man ist schon am üben. Ich hoffe mal das darf hier geposted werden
      Play Icon
    • Raffaele Merminod 08.09.2020 10:16
      Highlight Highlight Den wollte ich ursprünglich auch anhängen 😂
  • foe (1) 08.09.2020 07:20
    Highlight Highlight I don‘t get it. Warum sollte man einem Streaming-Anbieter vorschreiben wollen, welche Inhalte er im Angebot haben muss? Man kann ja selber einen Streamingdienst anbieten und dann schauen, ob solche Inhalte überhaupt nachgefragt werden.
  • MaskedGaijin 08.09.2020 07:20
    Highlight Highlight Keine Ahnung wie viel Prozent es sind. Aber ich schaue schon jetzt auf Netflix britische, französische, belgische, finnische oder polnische Serien. Schweizer Serien? Fehlanzeige. Hat aber wohl mehr mit Qualität als mit noch mehr Subventionen zu tun.
    • 獅鳥 lionbird 08.09.2020 08:33
      Highlight Highlight Das ist, weil die die EU genau schon eine solche Regelung hat. Davor hat Netflix nada in Europa investiert. Ausserdem weiss ich nicht, was du mit Subventionen meinst. Die totalen Einnahmen, die Netflix in der CH generiert gehen Status quo Steuerfrei ins Ausland, warum sollte man nicht ein Miniküchlein davon in der Schweizer Kreativwirtschaft behalten? Das hat nichts mit deinem Steuerfranken zu tun.
    • MaskedGaijin 08.09.2020 09:42
      Highlight Highlight Ich meinte die Subventionen durch den Bund, Kantone usw.
  • THEOne 08.09.2020 07:19
    Highlight Highlight solange corona da ist, kann eh nix vernünftiges gedreht werden, da bringt auch diese völlig absurde zwangsabgabe nicht. und die ch- filme besser machen wirds auch nicht. btw, netflix hat sehr viele eu produktionen drin. aber eben, linke politik halt wieder, wie so oft ohne sinn und verstand
  • raues Endoplasmatisches Retikulum 08.09.2020 07:11
    Highlight Highlight Spannend ist auch dieser Essentialismus, weil eine Serie aus der USA kommt sei sie "amerikanisch". Was bedeutet das bitte überhaupt?
    Ist Breaking Bad nun das wahre Amerika, oder wird der american spirit besser von The Waking Dead erfasst.
    Und was ist mit Goblin Slayer und Attack on TItan.
    Ist das nun die Essenz Japans oder doch eher Amerikas, weil ja auf Netflix?
    • 獅鳥 lionbird 08.09.2020 08:37
      Highlight Highlight Es geht um die Finanzierung einer Produktion. Anteilig wenn z.B die USA 80% und die CH 20% eines Films finanzieren, macht es diesen zu einer Amerikanisch-Schweizerischen Koproduktion, die CH ist dabei minoritärer Koproduktionspartner. Es ist dabei egal wo in welcher Sprache gedreht wird.
  • Digichr 08.09.2020 07:11
    Highlight Highlight Aebischer war auch an vorderster Front für das Geldspielgesetz. So wie ich den kenne, fordert er bald auch Netzsperren gegen ausländische Streamingportale.
    Traurig, dass unser Parlament auf Heimatschutz setzt, anstatt dem Konsumenten die Wahl zu lassen.

  • benn 08.09.2020 07:09
    Highlight Highlight 360 Franken für schlechte Qualität die nur ein Bruchteil der Bevölkerung sehen will und für was niemand freiwillig Zahlt reicht voll und ganz! Es reicht an zwangsabgaben, neben Benzin, bald auch Vaterschafts Urlaub, Flugreisen und und und reicht es mit der ewig steigenden staatlichen zwangsgebühren. Macht Filme die jemand sehen will dann erübrigt sich der Staatsschutz!
  • raues Endoplasmatisches Retikulum 08.09.2020 07:01
    Highlight Highlight Wenn es darum geht, mit Steuern Geld umzuverteilen, in diesem Fall von Konsumtenten zum Schweizer Kulturteig wird aus Rotgrün plötzlich grosse Patrioten, dann kann es nicht schweizerisch genug sein.

    X verschiebe sich ins Internet, also müsse der Gesetztgeber für gleichlange Spiesse Sorgen.
    Damit lässt sich heute auch wirklich jedes Lobbying begründen.
  • PlayaGua 08.09.2020 06:34
    Highlight Highlight So ein Unsinn. Wenn die Nachfrage nicht da ist, kann man sie nicht erzwingen. Netflix kann die 30 Prozent europäische Produktionen mit Ramsch füllen und die 1% den Usern aufschlagen. Realitätsferne Politik.
  • Füdlifingerfritz 08.09.2020 06:28
    Highlight Highlight Ich verlange:
    Bei McDonalds McRösti und McRaclette durchgehend erhältlich + einen neu kreierten McZürchergschnätzlets.
    Bei Apple: Mindestens 20 Prozent der Handyhüllen mit Schweizerkreuz oder Wilhelm Tell drauf.
    Bei Tesla: mindestens 3.65 Prozent der Autoteile müssen mit einen original Schweizer Sackmesser zusammengeschraubt werden.
    Bei der Migros: neu minimum 10 Prozent aller Bananen aus Original Schweizer Anbau. Alles andere wäre freie Marktwirtschaft und soweit kommts noch!
    • Der P 08.09.2020 08:00
      Highlight Highlight Alleine für deinen Mamen gibts ein Like!! 😂
      Ausserdem... Ich bestellte letzten Sonntag am Terminal im MacD einen McRaclette... An der Kasse sagte mir ein atemschutzbezogenes Frölein, dass es den gar nicht erst gibt... Auf dem Absatz linksum und raus aus der Bude. Zur nächsten Tanke. Raclettekäse geholt und Buns...
    • Patrik Hodel 08.09.2020 20:21
      Highlight Highlight @ Der P: und hat sicher 1000 Mal besser geschmeckt als die Pampe von McD! 🤢
  • chrissy_dieb 08.09.2020 06:25
    Highlight Highlight Was kommt als nächstes? Müssen Theater 1% Schweizer Stücke aufführen? Buchhandlungen 1% Schweizer Bücher anbieten? Strassenmusiker 1% Schweizer Songs spielen? Köche 1% Rösti kochen?

    Entschuldigung, aber diese Diskussion ist absurd.
    • Füdlifingerfritz 08.09.2020 06:38
      Highlight Highlight Absurd und traurig, allerdings. Interessant, dass neuerdings auch die Linken derart Fan von nationalistischer Politik sind. Ja nicht zu viel Überfremdung beim Streaming...
    • roger_dodger 08.09.2020 07:40
      Highlight Highlight Wenn es etwas geben würde aus der Schweiz das es verdient hätte auf Netflix und Co zu kommen dann wäre das längst passiert. es gibt da auch diverse deutsche Produktionen die es geschafft haben ohne Zwangsabgaben. Hört mit der Bevormundung der Konsumenten auf, die Leute abonnieren Netflix nicht weil Sie ums verrecken Schweizer Produktionen sehen wollen.
    • 獅鳥 lionbird 08.09.2020 13:26
      Highlight Highlight Es gibt diverse Schweizer Produktionen auf Netflix, zum Teil recht erfolgreich. Diese kann man sich in der Schweiz aber nicht anschauen, das hat mit Weltvertriebsrechten zu tun. Anders wäre es natürlich, wenn Netflix selber produziert, statt einkauft, genau das will man mit dem Gesetz ja pushen.
  • Raffaele Merminod 08.09.2020 06:21
    Highlight Highlight Nein, nein, nein. das kann man bei den öffentlich-rechtlichen Sendern machen aber nicht bei einem bezahldienst.
    Und wenn ich schlechte Filme sehen will dann schalte ich die Öffentlich-Rechtlichen Sender ein.
    • Arutha 08.09.2020 13:25
      Highlight Highlight Warum setzen alle Schweizer Filme mit schlechten Filmen gleich? Gibt es schlechte Schweizer Filme? Ja die gibt es. Genauso wie es schlechte englische, amerikanische, französische, deutsche usw. Filme gibt.
      Aber es gibt eben auch sehr gute Schweizer Filme. Ich habe überhaupt kein Problem damit, wenn CHF 0.15 pro Monat pro User in Schweizer Filme gesteckt werden. Das wären dann etwa CHF 2 Mio. pro Jahr.
      Also übermässig viele Schweizer Filme werden damit auch nicht produziert.
    • Raffaele Merminod 08.09.2020 14:04
      Highlight Highlight @Arutha:
      Gute Schweizer Filme sind oft nur zu spezifisch und für die Schweiz interessant (Die Schweizermacher, Snow White usw.). Solche Filme kommen im Ausland nie an und im Internationale vergleich sind sie höchstens durchschnitt.
      Warum muss ich, weil ich eben keine Schweizer Filme sehen will, diese zwangsweise Subventionieren?
    • Arutha 08.09.2020 14:25
      Highlight Highlight Wenn es ein guter Schweizer Film ist. Dann interessiert mich doch nicht, wenn er zu spezifisch und nur für die Schweiz interessant ist. Dass daran vielleicht andere kein Interesse haben, kann ich verstehen.
      Aber es gibt viele Schweizer Filme die sind gut, kriegen aber oftmals keine Chance weil viele Personen weil in den Köpfen Schweizer Film = schlecht bleibt.

      Warum willst du keine Schweizer Filme sehen, selbst wenn sie gut sind?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Füdlifingerfritz 08.09.2020 06:16
    Highlight Highlight Fremden, ausländischen Unternehmen vorschreiben, von was sie wie viel zu produzieren haben. Moll, tolle Idee. Ab jetz bitte auch durchgehend mindestens McRösti und McRaclette bei McDonalds in der Schweiz, natürlich stilecht vom Bund verordnet. Ziemlich nationalistisches Gedankengut, das da in der Kulturbranche vorzuherrrschen scheint. So patriotisch und unsäglich Schweiz-fixiert ist sonst nur die SVP. Und nein, nur weil es andere Länder auch machen, ist die die Idee nicht besser.

Fail-Dienstag

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