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epa08062311 Medical staff walk at a corridor of a hospital in Benesov, Czech Republic, 11 December 2019. According to local media reports, a computer virus has paralyzed operations of a hospital in Benesov resulting with laboratory and examination devices not working, including the hospital network. All the scheduled operations have been reportedly canceled, media added. The National Cyber and Information Security Agency (NCISA) offered assistance to the hospital.  EPA/MARTIN DIVISEK

Ein Korridor des Krankenhauses in Benesov: Eine Malware hat wichtige Daten verschlüsselt. Bild: EPA

Computervirus legt ganzes Spital in Tschechien lahm



Ein Computervirus hat in Tschechien den Betrieb eines Spitals weitgehend lahmgelegt. Patienten wurden gebeten, ihren Besuch zu verschieben oder eine andere Gesundheitseinrichtung aufzusuchen, wie das Spital in der mittelböhmischen Kreisstadt Benesov am Mittwoch mitteilte.

Rund 300 Computer sowie Laborgeräte und andere Systeme konnten demnach nicht gestartet werden. Alle geplanten Operationen wurden abgesagt.

Bei der Malware soll es sich um einen sogenannten Kryptotrojaner handeln. Das ist eine Schadsoftware, die auf Computern gespeicherte Daten verschlüsselt und in der Regel erst wieder freigibt, wenn ein Erpressungsgeld bezahlt wurde. Die Kriminalpolizei hat Ermittlungen aufgenommen.

Der Angriff sei über E-Mails verfolgt und sehr effektiv gewesen, da er die gängigen Spam-Filter umging, schreibt die IT-Sicherheitsfirma Virusfree.cz. Die Angreifer hätten für den Versand der manipulierten Nachrichten keine Botnets (Netzwerke infizierter Computer) genutzt, sondern E-Mail-Konten echter User missbräuchlich verwendet.

Das Spital in Benesov, knapp 40 Kilometer südöstlich von Prag, ist für rund 120'000 Menschen aus seinem Einzugsgebiet zuständig.

(dsc/sda/dpa)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Dani B. 12.12.2019 22:02
    Highlight Highlight Wie man sich dagegen schützen kann:
    Genaue Informationen im Attachment.
  • Ueli der Knecht 11.12.2019 17:22
    Highlight Highlight Im Normalfall sollte Backups existieren. Das ist zwar auch mühsam, aber jedenfalls besser als ein Lösegeld zu bezahlen.

    Frägt sich natürlich jetzt auch, ob das Spital die Patientendaten verschlüsselt abgelegt hat, oder ob solche höchstpersönliche Daten geleakt wurden.
    • James Blond 13.12.2019 08:28
      Highlight Highlight Es ist bereits seit geraumer Zeit so, dass die Backuplösungen als erstes lahmgelegt werden. Bei Ausbruch der Ransomware haben sich sie Attentäter in der Regel davon überzeugt, dass die Backups nicht mehr brauchbar sind. Das sind digitale Attentäter mit einem perfiden Hang zum Perfektionismus.
  • Garfield91 11.12.2019 16:51
    Highlight Highlight [Von der Redaktion gelöscht. Vielen Dank für den Hinweis!]

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