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Das Handy ins Ohr stecken? Dieses Start-up will Apple und Samsung abhängen

Im Oktober bringt Apple die iPhone-Ohrstöpsel mit Sprachsteuerung auf den Markt. Das macht dem Erfinder des ersten In-Ohr-Computers der Welt angeblich keine Angst. Seit drei Jahren arbeitet Nikolaj Hviid am «Dash».



Der steile Aufstieg von Nikolaj Hviid begann vor mehr als drei Jahren in einem Keller in der Nähe Münchens. Seine Idee: Einen Mini-Computer fürs Ohr zu entwickeln – den Dash.

Alles Wissenswerte erfährst du im Video:

Video: reuters.com

Lösen Mini-Computer fürs Ohr das Smartphone ab?

Hviid sammelte über das damals grösste Fundraising-Projekt Europas rund drei Millionen Euro, gründete die Firma Bragi und begann mit der Arbeit an einem serienreifen Produkt.

Heute unterstützen mehr als 200 Mitarbeiter aus 41 Nationen den 42-jährigen Vater von drei Kindern bei diesem Vorhaben. Und der Firmengründer ist natürlich voll überzeugt von seinem Produkt: 

«Bragi macht einen neuen Typ von Computer, einen tragbaren Computer. Den Computer, den wir auf dem Tisch kennen oder von der Hosentasche, der wird sich in den nächsten Jahren wandeln – zu körpergetragenen Computern. Und da sind wir Pionier und deshalb auch gefährlich für die gestandenen Player im Markt.»

Samsung hat im Juni die kabellosen Ohrhörer Gear IconX lanciert, Apple zieht nach und will die erste Generation AirPods laut eigenen Angaben Mitte Oktober herausbringen.

Unternehmer Hviid nimmt den Mund ziemlich voll:

«Apple und Samsung haben extreme Märkte, wo sie Handys verkaufen müssen – wir nicht. Wir können diesen Wandel antreiben, ohne was zu verlieren – die werden nur verlieren.»

Wie alles anfing

Der Bragi-Gründer, ein gebürtiger Däne, lebt seit 1999 in Deutschland. Und von hier aus ärgert er die globalen Hightech-Grössen wie Samsung und Apple. «Apple und Samsung haben eine immense Marktpräsenz – wir waren aber zuerst. Wir haben schon vor drei Jahren mit diesem Produkt angefangen und mit dem klaren Ziel, dass wir den Markt wandeln wollen.»

Hviid hat eine ganz klare Vision, wie Mensch und Maschine in Zukunft miteinander interagieren: «Tragbare Computer werden beeinflussen, dass wir natürlicher mit Computern umgehen, also nicht unbedingt auf einem Display tippen, sondern dass wir mit Computern sprechen können, dass die Computer verstehen, wo wir sind, was wir machen, wie wir darauf reagieren, und uns dabei auch helfen können.»

Datenschutz gehört zur Firmenphilosophie

Neben einem kabellosen Klangerlebnis durch einen integrierten Musik-Player mit vier Gigabyte Speicherplatz versprechen die Dash-Ohrhörer auch mehr Bewegungsdaten. Darunter sind Herzfrequenz und Schrittzahlen, gemessen durch Sensoren an der Ohrmuschel. Dass die Daten der Nutzer nicht gespeichert werden, gehört dabei mit zur Firmenphilosophie.

Das Ziel sei es, in zehn Jahren ein Leben ohne Smartphone möglich zu machen. Alles soll über eine Stimmerkennung und den schwarzen Knopf im Ohr möglich sein, natürlich inklusive telefonieren.

Die ersten Verkaufserfolge sind offenbar auch schon da. Denn nach Firmenangaben wurden in nur sechs Monaten bereits mehr als Hunderttausend Dash-Minicomputer verkauft.

So berichtete The Verge im März

abspielen

Video: YouTube/The Verge

Die Ohrstöpsel im Test

(dsc/reuters)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Arabra 26.09.2016 20:20
    Highlight Highlight Ich warte auf den stöpsel, der direkt eine Desktopplotform aufs auge projeziert, welche nur ich sehen kann. Ein fingerring als gadget, welcher als scanner funktioniert und alles in der umgebung analysieren kann. So ala tricorder von startrek. 😁
  • dmark 26.09.2016 19:31
    Highlight Highlight Mmmh...kein Mensch (gut, Verrückte vielleicht) käme auf die Idee seinen Kopf in die Mikrowelle zu legen, aber dann ein Telefon im Ohr versenken wollen.
    Zugegeben, die Leistung ist um ein Vielfaches geringer, aber die Frequenzen liegen im gleichen Spektrum und wären dauerhaft präsent.
    Ich mag noch nicht ein mal drahtlose Kopfhörer.
    Und nein, ich habe keinen Aluhut... :-)
  • n3utrino 26.09.2016 16:56
    Highlight Highlight Ich hab die The Dash Kickstarter Kampagne unterstützt. Und benutze die Kopfhörer mehr oder weniger regelmässig. Rausfallen ist kein Problem.
    Die Klangqualität ist für so kleine Dinger sehr gut vor allem wenn man eh nur komprimierte Musik hört. Die angekündigten Features sind noch nicht alle umgesetzt werden aber mit jedem Software update mehr.
    Im Moment ist das Ganze aber nicht mehr als ein nerdiges Spielzeug.
  • dä dingsbums 26.09.2016 16:48
    Highlight Highlight Ich seh denn Sinn nicht ganz, einen Computer in den Ohrhörer zu integrieren. Ein Smartphone ist schon ein tragbarer Computer und dafür kann man einfach Peripherie anbieten. Wie Pulsmesser, Ohrhörer usw.

    Wie soll ich mit dem Dash kontaktlos zahlen? Indem ich das Ohr an den Scanner halte? Irgendwie unpraktisch.

    Ausserdem, einen Bildschirm werden wir immer brauchen. Fürs Browser im Internet, Katzenvideos, Powerpoint etc.

    Mal schauen wie sich die Technologie entwickelt. 100'000 verkaufte Dashs ist schon mal ne beachtliche Leistung.
  • seko 26.09.2016 16:46
    Highlight Highlight ich habe diese kopfhörer vor einigen wochen selbst gekauft und bin davon begeistert😍 was diese kleinen dinger leisten ist spitze
    leider ist der preis nicht ganz billig aber sie lohnen sich

Kommentar

Warum mir die SwissCovid-App ein persönliches Anliegen ist

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Das da rechts – das sind meine Eltern.

In früheren, unbeschwerten Zeiten.

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