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FBI warnt: Chinesische Hacker sind in mindestens 80 Ländern aktiv

FBI und NSA warnen vor Cyberangriffen Chinas auf die Telekom-Infrastruktur westlicher Staaten.
FBI und NSA warnen vor Cyberangriffen Chinas auf die Telekom-Infrastruktur westlicher Staaten.Bild: Shutterstock

Geheimdienste warnen: Chinesische Hacker sind in mindestens 80 Ländern aktiv

Mutmasslich chinesische Hacker sind im vergangenen Jahr tief in Telekom-Netze in den USA eingedrungen. Wie jetzt bekannt wurde, sind auch andere westliche Länder betroffen.
29.08.2025, 09:0629.08.2025, 09:26
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t-online

Die mutmasslich chinesischen Hacker, die Telekommunikations-Anbieter in den USA ausspähten, greifen rund um die Welt an. Die US-Bundespolizei FBI informierte darüber mindestens 80 Länder, in denen Aktivitäten der Gruppe «Salt Typhoon» festgestellt worden seien. Eine ausführliche Beschreibung der Vorgehensweise der Hacker samt technischer Details soll nun helfen, Angriffe zu entdecken und Netzwerke abzusichern.

US-Behörden veröffentlichten die Analyse gemeinsam mit internationalen Partnern. Dazu gehören auch deutsche Geheimdienste und das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Aus den Angaben ging nicht hervor, ob die Hacker auch in Deutschland aktiv waren. Ausdrücklich erwähnt wurden Grossbritannien, Kanada, Australien und Neuseeland.

Mehr als eine Million Verbindungsdaten

Der Hackerangriff auf die US-Telekommunikationsfirmen war im vergangenen Jahr bekannt geworden. Dadurch seien chinesische Geheimdienste unter anderem potenziell in der Lage gewesen, private Kommunikation von US-Bürgern auszuspähen und sie rund um die Welt zu orten, sagte FBI-Cybersicherheitschef Brett Leatherman dem «Wall Street Journal». Nach FBI-Erkenntnissen erbeuteten die Angreifer mehr als eine Million Verbindungs-Datensätze und nahmen Anrufe und SMS von mehr als 100 Amerikanern ins Visier.

Die US-Behörden gehen davon aus, dass die Aktivität der Hacker in den Netzen inzwischen eingedämmt wurde. Zunächst hatte es geheissen, man könne nicht sicher sein, ob ihr Zugang gekappt werden konnte.

Die chinesische Regierung wies im vergangenen Jahr alle Vorwürfe zurück.

(dpa)

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