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Makro-Aufnahmen

Schau mir in die Augen, kleiner Stinkkäfer

Bild: Macroscopics Solutions

Dank der Kamera Macropod können Sie Käfern, Spinnen und anderen Kleintieren so nahe kommen, wie Sie es vielleicht gar nicht möchten.

Lüthi Susanne
Lüthi Susanne

Redaktorin



Die US-Amerikaner Daniel Saftner und Mark Smith sind beide 24 Jahre alt und seit Uni-Tagen beste Freunde. Zusammen haben sie eine Firma gegründet und eine Kamera erfunden, die Bilder schiesst, die nicht nur Forscher-Herzen höher schlagen lässt. 

Vereinfacht gesagt lichtet «Macropod» ein Objekt bis zu 500 Mal ab, jedes Mal mit einer anderen Tiefenschärfe. Dann werden diese Bilder übereinander gelegt. So entstehen fantastische Makroaufnahmen in 3D. Wers genauer wissen will, dem erklärt es Mark gleich selber:

Erfinder Mark Smith über Macropod. Video: YouTube/Mark Smith

Wichtig sei es, so Mark, dass sich das abzulichtende Objekt nicht bewegt. Jedenfalls nicht von sich aus. Das heisst aber nicht, dass die fotografierten Tiere alle tot sein müssen: Die Blutegel etwa wurden temporär mit Ginger Ale ruhig gestellt.

spinne close-up

Das ist eine Spinne - crazy, oder? Bild: Macroscopic Solutions

Und das sind die Augen der Spinne. Bild: Macroscopic Solutions

stinkkäfer close-up

Hallo, Stinkkäfer! Bild: Macroscopic Solutions 

Die gestochen scharfen Fotos könnten laut Mark sogar als Vorlage für einen 3D-Drucker benutzt werden. Die Einsatzmöglichkeiten wären unbegrenzt. Mark schwebt beispielsweise vor, eine einzelne Geschmacksknospe auf der Zunge eines Kolibris zu fotografieren und um das 100-fache zu vergrössern. Der Ausdruck könnte in einem Museum ausgestellt werden. 

schmetterling close-up

Der Flügel eines Schmetterlings. Bild: Macroscopic Solutions 

Eine weitere Verwendung für die Superkamera sieht Mark bei unbemannten Missionen im Weltall, aber auch auf der Erde könnte ihre Erfindung Gutes bewirken: «Macropod» würde an Bord von Forschungsmobilen schwer zugängliche Gegenden wie den Amazonas oder die Arktis erkunden.

Koralle close-up

Makro einer Koralle Bild: Macroscopic Solutions

Auf der Fundraising-Site Kickstarter buhlen die Tüftler aus Coventry im US-Bundesstaat Connecticut nun um Geldgeber, um die Kamera zu verbessern.

Mücke close-up

Dieses hübsche Gesicht gehört einer Stechmücke. Bild: Macroscopic Solutions 

Der «Macropod» soll leichter und stabiler werden. Und vor allem billiger. Während das aktuelle Modell 22'000 Dollar (rund 20'000 Franken) kostet, soll die nächste Generation 8000 Dollar günstiger werden.

Käfer close-up

Ein Käfer und sein ... Bild: Macroscopic Solutions

Käfer close-up

... Gesicht Bild: Macroscopic Solutions 

Natürlich lassen sich nicht nur im Tierreich aussergewöhnliche Fotos schiessen, wie dieses Bild beweist.

Pistazie close-up

Na, haben Sie die Pistazie erkannt? Bild: Macroscopic Solutions

Ein weiteres Ziel der jungen Unternehmer ist es, den «Macropod» Kindern zugänglich zu machen. Deshalb verschenken sie pro zehn verkaufter Kameras ein Exemplar an eine Schule.

raupe close-up

Kleines Räupchen riesengross Bild: Macroscopic Solutions 

Und so sehen die beiden Erfinder aus. Aufgenommen allerdings nicht mit ihrer Superkamera, sondern mit einer ganz herkömmlichen. Da sieht man doch auch gleich den Unterschied!

mark and dan

Mark Smith (links) und Daniel Saftner. Bild: Macroscopic Solutions

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Kommentar

Hipster-Espresso für 5 Stutz, der erst noch gruusig ist? Du kannst mich mal!

Ich sag's immer wieder: Vieles an der Hipster-Kultur stellt eine Bereicherung für unseren Alltag dar. Schönere Velos. Pulled Pork. Und so weiter. Aber ab und an findet man sich in einer Situation wieder, in der man sich fragt, ob alle Beteiligten nun komplett spinnen oder was? Letzthin, etwa, in Zürich:

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