Digital
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
A flight attendant serves breakfast during the flight to Zurich, pictured on April 12, 2013, in an Airbus A319. The Airbus A319, an aircraft of Swiss International Air Lines, flies from Zurich to Oslo and back. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Eine Flugbegleiterin serviert im Flug nach Zuerich das Fruehstueck, aufgenommen am 12. April 2013 im Airbus A319. Der Airbus A319, ein Flugzeug der Schweizer Fluggesellschaft Swiss, fliegt von Zuerich nach Oslo und zurueck. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Netflix gucken an Bord? Soll laut Ankündigung ab 2017 möglich werden.
Bild: KEYSTONE

7 Fakten zum Internet über den Wolken, die jeder Flugreisende kennen sollte

Die Lufthansa positioniert sich als Technologie-Treiberin für schnelles Internet im europäischen Luftraum. Ungewöhnlich: Die Verbindung erfolgt nicht nur über Satellit, sondern auch per LTE-Basisstationen.



Was in den Zügen noch nicht flächendeckend klappt, soll im Luftraum über Europa Realität werden: eine Highspeed-Internetverbindung, die ihren Namen auch wirklich verdient.

Am Montag haben der Satelliten-Betreiber Inmarsat und die Deutsche Telekom ein gemeinsames Angebot für die Internet-Versorgung an Bord von Kurz- und Mittelstreckenflügen angekündigt.

Vorreiterin ist die Lufthansa. Am European Aviation Network sollen sich aber auch andere Fluggesellschaften beteiligen. Nicht zuletzt um Investitionskosten in mehrstelliger Millionenhöhe abzufedern. 

Die Flugzeuge werden nicht nur per Satelliten-Verbindung versorgt, sondern auch über Handy-Antennen

Ungewöhnlicherweise sollen die Flugzeuge nicht nur per Satellit, sondern je nach Flughöhe auch über Handy-Antennen mit Breitband-Internet versorgt werden, berichtet heise.de.

Bis 3000 Meter Höhe versorgen LTE-Basisstationen am Boden die Maschinen in der Luft. Weiter oben kommen Satelliten-Signale hinzu. Die entsprechende Elektronik in den Flugzeugen soll automatisch zwischen den beiden Empfangswegen wählen, ohne dass es für den Nutzer dabei zu Ausfällen kommt, schreibt golem.de.

300 LTE-Bodenstationen sollen für die Flugstrecken in Europa genügen. Dies, weil die Mobilfunkantennen für bis zu 80 Kilometer Reichweite ausgelegt sein werden. Bei üblicher bodennaher LTE-Abdeckung seien nur Reichweiten bis 10 Kilometer üblich.

Die Verantwortlichen nehmen den Mund jedenfalls ziemlich voll. So verspricht der Chef von Inmarsat: «Mit der Kombination aus Satellitenkommunikation und landgestütztem LTE-Netz werden Fluggesellschaften ihren Passagieren in Europa zukünftig ein völlig neues Breitbanderlebnis bieten – schneller, besser und stabiler, als es bislang möglich war.»

Die Passagiere teilen sich die Gesamt-Bandbreite von (maximal) 75 Megabit pro Sekunde

Nehmen wir mal an, dass 250 Passagiere in einem Mittelstrecken-Airbus mitfliegen. Wenn davon 150 Leute die Internetverbindung beanspruchen, ergibt das pro Kopf bzw. Gerät nur 0,5 Megabit pro Sekunde (MBit/s).

Die aufgeteilte Bandbreite dürfte die Anwendungsmöglichkeiten einschränken. Das Streamen von hochauflösenden Filmen (übers Internet) wäre definitiv nicht möglich, wenn man grundsätzlich von folgenden Bandbreite-Ansprüchen ausgeht:

Telefonieren an Bord bleibt verboten

Handy-Telefonieren übers Internet (VoIP) wäre problemlos möglich, was die Verbindungsgeschwindigkeit betrifft. Auch Video-Telefonate (0,5 MBit/s für Down- und Upload) wären technisch möglich. Doch in der Praxis bleiben Telefongespräche an Bord generell verboten. Zumindest das Telefonieren mit dem eigenen Mobilgerät. Die Airlines begründen dies damit, dass sich viele Passagiere gestört fühlen würden.

Was ist mit Pornos und anderen potenziell problematischen Web-Inhalten?

Ob gewisse Internet-Inhalte wie zum Beispiel Porno-Seiten standardmässig blockiert werden sollen, ist zurzeit noch nicht bekannt. Wer über die Fluggesellschaft ins Internet will, muss sich auf jeden Fall namentlich registrieren. Und die gesetzlichen Bestimmungen bezüglich Filesharing und dem Urheberrecht gelten auch auf 10'000 Meter Flughöhe. Interessante Frage: Wenn in Schweizer Flugzeugen die Gesetze des Landes gelten, dürfen dann die Passagiere auch über US-Boden munter Songs und andere geschützte Inhalte beziehen?

ZU DEN GESCHAEFTSZAHLEN 2013 DER FLUGGESELLSCHAFT SWISS STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES THEMENBILD ZUR VERFUEGUNG - Ein Flugzeug der Swiss Airlines des Typs Airbus A330-300 ueberfliegt die Schweizer Alpen beim Matterhorn, aufgenommen am 4. Januar 2011. (KEYSTONE/Str) *** NO SALES, DARF NUR MIT VOLLSTAENDIGER QUELLENANGABE UND IN DIESEM ZUSAMMENHANG VERWENDET WERDEN ***

In dieser Höhe gibt es keine LTE-Verbindung mehr.
Bild: SWISS airlines

2017 geht es richtig los

Ab 2016 startet zunächst der satellitengestützte WLAN-Internet-Zugang in den Europamaschinen. Die ersten Kurz- und Mittelstrecken-Flugzeuge der Lufthansa werden im Frühsommer 2016 mit der entsprechenden Technologie ausgestattet. Ab 2017 will die Lufthansa dann am Testflugprogramm für die Versorgung per LTE teilnehmen.

Es wird wohl nicht gratis

Auf Interkontinental-Flügen können Lufthansa-Kunden bereits heute per WLAN das Internet nutzen. Der Service ist allerdings kostenpflichtig – für eine Stunde verbucht die Airline 9 Euro, für vier Stunden 14 Euro und für den ganzen Flug 17 Euro. Auch das Angebot auf Kurz- und Mittelstreckenflügen wird aller Voraussicht nach etwas kosten. Das Bezahlsystem sei noch nicht entschieden, sagte eine Lufthansa-Sprecherin.

Swiss hinkt hinterher

Swiss-Kunden mussten bisher gänzlich auf Internetzugang während des Fluges verzichten. Ein WLAN-Angebot ist aber bei den neuen Langstrecken-Flugzeugen des Typs Boeing 777-300ER geplant. Die ersten sechs der neun bestellten Flugzeuge werden ab Januar 2016 zum Einsatz kommen. Die Einführung auf der restlichen Langstreckenflotte sei in Prüfung, sagte Mediensprecher Stefan Vasic auf Anfrage.

Im Zusammenhang mit der Einführung von Internet an Bord der Kurz- und Mittelstreckenflugzeuge stehe die Swiss in engem Austausch mit Lufthansa und prüfe derzeit allfällige Einführungsmöglichkeiten. Ob und wann dieser Service an Bord der Swiss Europaflotte angeboten wird, steht dem Sprecher zufolge zum jetzigen Zeitpunkt nicht fest.

via heise.de / golem.de

Mit Material der Nachrichtenagentur SDA

Das ist das neue Swiss-Schmuckstück

Kennst du schon die watson-App?

Über 150'000 Menschen nutzen bereits watson für die Hosentasche. Unsere App hat den «Best of Swiss Apps»-Award gewonnen und wurde unter «Beste Apps 2014» gelistet. Willst auch du mit watson auf frische Weise informiert sein? Hol dir jetzt die kostenlose App für iPhone/iPad und Android.

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Themen

Hackerangriff auf Atomwaffen-Infrastruktur: US-Regierung spricht von «ernster Gefahr»

Die US-Behörde für Cyber- und Infrastruktursicherheit, Cisa, stuft den jüngsten Cyberangriff auf US-Regierungseinrichtungen als «ernste Gefahr» ein. Cisa teilte am Donnerstag in einer Warn-Mitteilung mit, das Entfernen des Angreifers aus betroffenen Systemen werde sich voraussichtlich «hochkomplex» gestalten. Der Hackerangriff dauere mindestens seit März an. Der oder die Täter hätten «Geduld, operative Sicherheit und komplexe Handwerkskunst» bewiesen.

Von dem jüngsten Hackerangriff waren diverse …

Artikel lesen
Link zum Artikel