Digital
Samsung

Samsung stellt Handy-Produktion in China ein (wie auch Sony)

epa07558236 A woman works in Everwin precision technology factory in Dongguan, Guangdong Province, China, 09 May 2019.
Everwin is Asia's largest intelligent processing workshop, they produce cas ...
Blick in eine chinesische Fabrik für Elektronikgeräte, die nicht von Samsung betrieben wird.Bild: EPA

Darum stellt Samsung die Handy-Produktion in China ein (und auch Sony)

03.10.2019, 07:1803.10.2019, 15:28

Laut einem Bericht von Reuters stellt Samsung die Produktion von Smartphones in China ein – und zwar wegen des verschärften Wettbewerbs durch einheimische Konkurrenten wie Huawei, Vivo, Oppo und Xiaomi.

Der Anteil von Samsung am chinesischen Markt sank im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres auf nur noch 1 Prozent gegenüber rund 15 Prozent Mitte 2013.

Reuters zitiert einen Analysten:

«In China kaufen die Menschen preiswerte Smartphones von heimischen Marken und High-End-Handys von Apple oder Huawei. Samsung hat dort wenig Hoffnung, seinen Marktanteil wiederzubeleben.»

Rückzug auf Raten

Samsung habe die Produktion im Land im vergangenen Jahr langsam eingestellt, den Betrieb in einigen Werken eingestellt und schliesslich den Stecker gezogen, heisst es.

Die Produktionsausrüstung werde an andere globale Produktionsstandorte verlagert, teilte Samsung mit.

In den letzten Jahren hat das Unternehmen die Smartphone-Produktion in kostengünstigeren Ländern wie Indien und Vietnam ausgebaut. Mit zuletzt 394 Millionen fabrizierten Handys ist Samsung der weltgrösste Hersteller.

Und die Südkoreaner wollen sich nicht ganz aus dem grössten Einzelmarkt zurückziehen: Samsung werde weiterhin Geräte in China verkaufen, auch wenn nun andere billigere Standorte für die Produktion berücksichtigt werden.

Neben Samsung lässt Sony offenbar ebenfalls keine Smartphones mehr in China bauen. Reuters berichtet, dass das Unternehmen sein Werk in Peking schliesse und künftig nur noch Smartphones in Thailand herstellen werde.

Apple lässt weiterhin wichtige Produkte in China fabrizieren, unter anderem in Foxconn-Fabriken.

(dsc)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
70. Jahrestag der Volksrepublik China
1 / 18
70. Jahrestag der Volksrepublik China
Präsident Xi Jinping bei der Feier.
quelle: epa / roman pilipey
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Das Tiananmen-Massaker vom 4. Juni 1989
Video: srf
Apple bringt erstes Macbook mit Touch-Display heraus – der Preis wird dich «berühren»
Jahrelang sperrte sich Apple dagegen, seinen Mac-Computern Touchscreens zu spendieren – während das bei Geräten mit Windows-System zum Alltag gehörte. Jetzt schwenkt der iPhone-Konzern um.
Apple bringt sein erstes Macbook mit einem Touchscreen-Display heraus – nachdem der Konzern jahrelang das Konzept von Laptops mit berührungsempfindlichen Bildschirmen kritisiert hatte. Jetzt betont Apple, das Macbook Pro mit Touch-Bildschirm sei für professionelle Nutzer gedacht, die etwa 3D-Modelle mit den Fingern drehen oder Musikinstrumente direkt auf dem Display spielen wollen.
Zur Story