Digital
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Der Ansturm am Black Friday hat die IT-Systeme an ihre Grenzen gebracht. Die Bezahl-App Twint kämpfte mit Problemen. (Archiv)

Bild: KEYSTONE

Nach den Studenten twinten nun auch die Senioren – Bezahl-App hat über 3 Millionen Nutzer



Die Twint-App wird immer beliebter. Das gestiegene Bedürfnis nach kontaktlosen Zahlungen an der Ladenkasse und der coronabedingte Online-Boom verhalfen dem Schweizer Bezahldienst nochmals zu einem Wachstumsschub. Das zuletzt auch bei den über 60-Jährigen, sagte CEO Markus Kilb im Interview mit der Nachrichtenagentur AWP.

Twint berichtete unlängst von einer starken Zunahme der Nutzer und Transaktionen – auch wegen des Corona-Lockdowns. Die Bezahl-App konnte rund 45'000 neue User pro Woche gewinnen. Mit über 3 Millionen monatlich aktiven Kunden ist Twint die klare Nummer Eins der Bezahl-Apps in der Schweiz. Anfang 2020 waren es 2 Millionen Nutzer, im Oktober 2018 erst 1 Million. Man sei aber bereits vor dem Lockdown stark gewachsen, betonte Kilb. So habe Twint innerhalb des letzten Jahres die Anzahl Transaktionen fast verdreifacht.

Seit 2018 explodieren die Nutzerzahlen

Zwar seien Überweisungen in gewissen Bereichen wie dem öffentlichen Verkehr oder der Gastronomie coronabedingt zurückgegangen. Zeitgleich habe Twint aber deutlich mehr neue Kunden gewonnen, die laut Kilb die App auch rege nutzen. Alleine im September wickelte Twint laut Kilb über elf Millionen Transaktionen ab.

Auch Ältere finden Gefallen

Zudem sei vor allem die Gruppe der über 60-Jährigen die relativ gesehen am stärksten wachsende Kundengruppe. «In Zeiten von Corona stieg das Bedürfnis nach kontaktlosen Zahlungen, die von Vielen als hygienischer und sicherer empfunden werden, nochmals deutlich an», fasste Kilb den Wachstumsschub bei Twint aufgrund der Pandemie zusammen.

Bei Schweizer Studenten ist Twint bereits das bevorzugte bargeldlose Zahlungsmittel, sprich beliebter als Debit- und Kreditkarte. In der Gesamtbevölkerung sind aber Debit- und Kreditkarten noch immer klar die erste Wahl.

Die anfänglich vor allem für Geldüberweisungen zwischen Privatpersonen genutzte Twint-App werde zudem mittlerweile mit einem Anteil von 60 Prozent an den Transaktionen etwa beim Online-Einkauf oder an der Ladenkasse eingesetzt.

twint native ad

bild: twint

Seit diesem Frühjahr sind rund 15'000 neue Händler zu Twint gestossen, darunter neben gossen Anbietern auch viele Hofläden, Marktstände und Manufakturen.

Angesprochen auf die im März aufgetauchten Unstimmigkeiten zwischen Twint und dem Online-Shop Digitec Galaxus gibt sich Kilb optimistisch, dass es bald zu einer Einigung kommen wird. Auch weil das Bedürfnis von vielen Digitec-Kunden mit Twint zu bezahlen gross sei.

Das Argument der zu hohen Gebühren will Kilb zudem nicht gelten lassen: «Ich darf mit Fug und Recht behaupten, dass wir sehr wettbewerbsfähig sind, was die Transaktionsgebühren anbelangt.» (sda/awp)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Fail! 17 Gäste, die vermutlich direkt aus der Hölle kamen

10 Parkier-Typen, die du garantiert kennst – und verfluchst

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Ökonomen haben's berechnet: Leben retten lohnt sich auch wirtschaftlich

Bisher fuhr der Bundesrat im Nebel, wenn es um eine Abwägung der Massnahmen gegenüber den wirtschaftlichen Kosten ging. Nun legen die Ökonomen der Taskforce eine Berechnung vor, die zeigt: Strengere Massnahmen lohnen sich auf allen Ebenen.

Seit Wochen erklären es die Ökonominnen und Ökonomen der Science Taskforce des Bundesrates mantraartig: Härtere Massnahmen zur Eindämmung des Coronavirus verhindern nicht nur Tote und schwere Krankheitsverläufe, sondern machen auch wirtschaftlich Sinn.

In einer Pressekonferenz sagte Monika Bütler, Ökonomin und Taskforce-Mitglied: «Die Übersterblichkeit führt zu hohen Kosten, selbst wenn ein drohender Kollaps des Gesundheitssystems vermieden werden kann.» Selbst bei konservativen …

Artikel lesen
Link zum Artikel