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bild: post

Post, DHL und Co. holen Pakete auch zuhause ab. Qualität und Preis variieren allerdings stark

02.12.2015, 13:2803.12.2015, 06:12

Über 15 Millionen Pakete werden in der Schweiz jedes Jahr verschickt. Die meisten mit der guten alten Post, aber neuerdings auch immer mehr über private Postkuriere. Was viele nicht wissen: Post und private Paketzusteller holen die Päckchen auch zuhause ab. Der zeitraubende Gang zur Aufgabestelle entfällt, wenn man im Internet, beziehungsweise per App, im Voraus einen Abholtermin vereinbart. Zusätzlich können Pakete je nach Firma auch am Kiosk, bei Apotheken, Drogerien, Gärtnereien oder anderen kleinen Läden abgegeben werden. Bleibt die Frage, wie einfach sich ein Abholtermin online einrichten lässt, wie pünktlich die Postkuriere den Termin einhalten und wie rasch die Pakete beim Empfänger ankommen.

Das Konsumentenmagazin Kassensturz des SRF hat die Probe aufs Exempel gemacht und die fünf Anbieter Post, DHL, UPS, FedEx und DPD im Praxistest verglichen.

Pakete zuhause abholen lassen klingt verführerisch, doch die Probleme beginnen schon auf den Webseiten der Paketzusteller, die teils unübersichtlich und kompliziert gestaltet sind. Am unübersichtlichsten erschien den Testern die Homepage von DHL. «Aber auch der Abholdienst der Post war schwer zu finden, wenn der Nutzer den Namen des Dienstes, pick@home, nicht kannte», schreibt Kassensturz. Ebenfalls unnötig kompliziert ist die Webseite von UPS. Dort landet man bei der Suche nach dem Abholauftrag auf einer Seite mit 17 Optionen.

Das lange Warten auf den Kurier

Hat man den Abholtermin vereinbart, folgt die nächste Ernüchterung: «Die meisten Anbieter lassen dem Kunden nur die Wahl des Tages, an dem der Kurier das Paket abholt», schreibt das Konsumentenmagazin. Bei machen Anbietern müsste man quasi den ganzen Tag von 7 Uhr am Morgen bis abends um halb 7 Uhr zuhause warten, bis irgendwann der Paketbote auftaucht. Bei anderen Firmen kann man zwar ein Zeitfenster angeben, im Test zeigt sich aber, dass die Kuriere das Paket teils trotzdem zu einem anderen Zeitpunkt abholen kommen. Ein Kurier kam mit 25 Stunden Verspätung, ein anderer tauchte gar nicht auf.

Erscheint der Kurier dann doch noch, funktioniert die Paketübergabe schnell und unkompliziert. Bei allen fällt auf, dass sie gegenüber den Kunden extrem freundlich und zuvorkommend auftraten.

Testergebnis: Paketabholung zu Hause

Ungenügend: DPD

screenshot: srf

Keiner der vereinbarten Abholtermine wurde von DPD eingehalten. Nur eines von drei Paketen kam am nächsten Tag an. DPD hat den Abholservice für Private erst vor zwei Monaten lanciert und kämpft noch mit Startschwierigkeiten.

Genügend: DHL und FedEx

screenshot: srf

Bei DHL waren zwei von drei Abholungen zu spät, einmal gar 25 Stunden. Geliefert wurden alle Pakete binnen 24 Stunden. Unterschiedlich grosse und schwere Pakete kosten gleich viel.

Bei FedEx wurden zwei von drei Paketen pünktlich abgeholt und alle rasch geliefert, allerdings ist FedEX eher teuer.

Gut: UPS und Post

screenshot: srf

UPS überzeugt sowohl beim Abholen zu Hause als auch bei der Liefergeschwindigkeit. Abzüge gibt es, da es bei UPS vergleichsweise kompliziert ist, über die Webseite einen Abholtermin zu vereinbaren. UPS ist zudem der teuerste Anbieter im Test. Der Versand der drei Pakete inklusive Abholung kostete bei UPS 122.70, bei der Post 31 Franken, Preisunterschied: stolze 91.70 Franken.

Auch bei der Post lässt sich kein konkretes Zeitfenster vereinbaren, wann der Postbote vorbeikommen soll. Im Test «kam der Postbote bei allen drei Abholungen früh am Morgen – dadurch hatte das Warten ein schnelles Ende», schreibt Kassensturz. Bei der Post funktionierte sowohl das Abholen zu Hause als auch die rasche Lieferung. Den Abholdienst pick@home gibt es ohne Aufpreis. Insgesamt ist der Service der Post laut Kassensturz-Test am besten und günstigsten. Abzüge gibt es für die eher komplizierte Webseite, die das rasche Vereinbaren eines Abholtermins erschwert.

Testergebnis: Paketaufgabe in Filialen

Ausser der Post bietet laut Kassensturz nur DPD die Möglichkeit an, dass der Kunde das Paket selber in eine Filiale (Apotheke, Drogerie, Gärtnereien etc.) bringt. Doch auch bei der Aufgabe in einer Filiale zieht DPD den Kürzeren.

Ungenügend: DPD

screenshot: srf

DPD ist zwar bei der Paketaufgabe in Läden, Drogerien etc. unschlagbar günstig, was wenig hilft, wenn im Test nur eines von drei Pakten am nächsten Tag beim Empfänger ankommt.

Sehr gut: Post

screenshot: srf

Bei der Post ist die Paketaufgabe in den Poststellen unkompliziert, alle Pakte kamen im Test am nächsten Tag an. Die Post ist nach DPD der zweitgünstigste Anbieter bei der Paketaufgabe in Filialen.

Das Fazit des Kassensturzes: «Trotz Neuerungen bei der Konkurrenz ist die Post beim Paketversand immer noch mehr als eine Nasenlänge voraus.» 

Die detaillierten Testresultate findest du hier (PDF).

(oli)

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