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Facebook und Instagram sind sein Revier: Dieser Mann ist der erste Internet-Polizist der Deutschschweiz

Weil Facebook und Co. immer wichtiger werden, besonders für jüngere Bürger, setzt die Zürcher Stadtpolizei sogenannte Community-Polizisten ein, die als Ansprechspartner und Konfliktschlichter dienen sollen. Nicht alle Polizei-Stellen gewichten die Online-Präsenz gleich.
03.12.2015, 11:0503.12.2015, 12:22

Die Zürcher Stadtpolizei setzt auf Internet-Community-Polizisten (ICoP). Um mit der zunehmenden Digitalisierung der Gesellschaft Schritt zu halten und eine zeitgemässigte Anlaufstelle bieten zu können, wird die Polizei ihre Social-Media-Präsenz ausbauen.

Ab Frühling soll eine Polizistin als zweite ICoP eingesetzt werden, die ebenfalls Einblicke in die tägliche Arbeit gewähren wird und als Ansprechpartnerin dienen wird.

Seit einem halben Jahr läuft das entsprechende Pilotprojekt und die Nachfrage sei hoch gewesen, schreibt die Stadtpolizei in einer Mitteilung. Während der Pilotphase habe der ICoP rund 80 Beiträge verfasst, 5000 Follower und Freunde gewonnen sowie über 600 direkte Dialoge mit Usern geführt.

Das Vertrauen der Community in den ICoP sei erstaunlich gross gewesen. Besonders bei jungen Bürgern komme der Online-Polizist gut an. Über die vertraute Plattform fällt es den Usern offenbar leichter, ihre Anliegen mitzuteilen. Die Polizei betont jedoch, dass keine Anzeigen über die Sozialen Medien erstatten werden können. Der ICoP diene in solchen Fällen lediglich als Vermittler.

Unterschiedliche Meinung zum Sinn solcher Aktivitäten

Auch die Stadtpolizei St.Gallen ist auf den Sozialen Plattformen aktiv und sammelt Sympathiepunkte mit ihrem vierbeinigen Polizisten.

Die Kantonspolizei Bern ist dagegen nicht auf Facebook präsent, betreibt dafür einen Twitter-Account und einen YouTube-Kanal. In Luzern, Graubünden und den beiden Basel hiess es vor zwei Monaten, die Ressourcen reichen nicht, um den Social-Media-Bereich professionell zu bewirtschaften. Würde etwa ein Shitstorm ausgelöst, könnte nicht adäquat reagiert werden. Die Zuger Polizei macht laut Mediensprecherin Judith Acklin «gar nichts», was Soziale Medien angeht.

Am ehesten sind die Korps der Kantonspolizei auf Facebook aktiv. Dieses Medium setzen sie gerne für die Rekrutierung von neuen Mitarbeitern oder bei Fahndungsfällen ein.

Was meint ihr dazu? Wie viel Sozial-Media-Aktivitäten seitens der Polizei braucht es, oder sollte man die Kräfte lieber anderweitig einsetzen? Schreib es uns in den Kommentaren.

Sollen Polizisten persönlich auf Social-Media-Plattformen präsent sein?

Und hier unsere etwas spezifischere Umfrage auf Twitter (nur 24 Stunden aktiv):

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