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The Frame ist Bilderrahmen und hochauflösendes Display in einem. Aber wo sind die Kabel? bild: samsung

Samsung erfindet den Fernseher neu – 6 Fakten zum Traumgerät «The Frame»

In Kooperation mit einem Schweizer lancieren die Südkoreaner ein erschwingliches Hightech-Display mit Holzrahmen. Das Gerät erkennt, ob jemand im Raum ist und zeigt neben privaten Schnappschüssen Kunstwerke an.



Geniales Design eines Heimweh-Schweizers

Grosse Flachbildfernseher werden definitiv wieder salonfähig. Und das haben wir einer schweizerisch-koreanischen Kooperation zu verdanken.

Der aus Lausanne stammende Industriedesigner Yves Béhar gehört zu den gefragtesten Designern der USA. Der 50-Jährige betreibt in San Francisco das Atelier Fuseproject, zu den Kunden zählen Weltkonzerne wie Nike und Swarovski. Und er hat mit Samsung das Konzept für The Frame erarbeitet.

The Frame? Das ist ein Hightech-Fernseher mit Holzrahmen, der trotz seiner Grösse überall aufgehängt werden kann.

The Frame wurde übrigens an der diesjährigen Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas mit dem «Best of Innovations Award» ausgezeichnet.

Der Rahmen ist aus Holz (und austauschbar)

Das TV-Gerät ist in den Bildschirmgrössen 55 und 65 Zoll erhältlich. Das Display kann mit unterschiedlichen Rahmen in den Farben Walnuss, Beige, Holz oder Weiss kombiniert werden. Diese lassen sich dank Magneten einfach austauschen.

Photo: Andrea Monica Hug

bild: samsung

Dank spezieller Aufhänge-Vorrichtung lässt sich das Display lückenlos an die Wand montieren, so wie ein herkömmlicher Bilderrahmen. Um den Effekt eines echten Gemäldes noch weiter zu erhöhen, bietet Samsung ein optionales Studiostativ mit drei Beinen an, auf dem The Frame montiert wird.

Schluss mit Kabelsalat

The Frame verfügt über eine so genannte  «Invisible Connection», um Kabelsalat zu vermeiden. Das ist ein fast unsichtbarer Anschluss, der die Audio- und Video-Verbindungen in einem einzigen transparenten Kabel zusammenfasst. Mit Ausnahme des Stromkabels, das separat geführt wird.

Merkwürdig: Die Pressebilder lassen überhaupt kein Kabel erkennen. Laut Beschrieb auf der Samsung-Website handelt es sich um ein «durchsichtiges optisches Kabel». In der Bilder-Galerie lässt sich ein hauchdünnes Etwas erahnen ...

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screenshot: samsung

Seit der CES im März wissen wir, wie die «Invisible Connection» aussieht. In Las Vegas gab es einen ersten Blick auf die Technik. Sie verbindet Samsungs QLED-TV-Geräte über ein ultradünnes durchsichtiges Glasfaserkabel mit einer runden Box.

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Das runde Teil verschwindet im Idealfall hinter einem Möbel oder in einer Schublade. bild: pocket-lint

Die runde Verteiler-Box nennt Samsung «One Connect»: Darin laufen alle Kabel (USB, HDMI) von Video-Quellen wie Set-Top-Boxen, DVD- und Blu-Ray-Playern oder Spielkonsolen zusammen. Dann werden Bild und Ton über ein einziges, 5 bis 15 Meter langes Glasfaserkabel zum Fernsehgerät übertragen.

Ein Bilderrahmen auf Steroiden, Kunstwerke im Abo

Wenn der Fernseher keine Bewegtbilder anzeigt, lassen sich im so genannten «Art-Modus» hochauflösende Fotos populärer Kunstwerke oder private Schnappschüsse anzeigen.

In der Samsung-Kollektion von The Frame sind laut Medienmitteilung «mehr als 100 exklusive Kunstwerke international bekannter Künstler verfügbar». In zehn unterschiedlichen Kategorien wie Wildlife, Pop Art, Digital, Street Art oder Stillleben sei für jeden Geschmack etwas dabei, verspricht Samsung.

Die Bildersammlung lässt sich über einen Kunst-Store erweitern, wobei die Werke im Abo oder einzeln verkauft werden. Übertragen werden die Aufnahmen über eine Smartphone-App.

«Im The Frame Art Store erweitern Kunden ihre persönliche Kunstkollektion. Erlesene Kunstwerke stehen in diesem Bereich für Abonnenten (CHF 5.90) zur Verfügung oder können für Nicht-Abonnenten auch einzeln erworben werden (circa CHF 21.90 pro Stück).»

Das Gerät erkennt, ob jemand im Raum ist

Sehr praktisch und geldsparend ist der Stromsparmodus, der automatisch aktiviert wird, wenn keine Menschen in der Nähe sind. Und die Display-Helligkeit passt sich den Lichtverhältnissen an, damit auch bei Sonnenschein etwas zu erkennen ist.

In der Medienmitteilung heisst es:

«The Frame wechselt automatisch zwischen unterschiedlichen Einstellungen, die dabei auf einen Umgebungslicht- und Bewegungssensor reagieren. Der Lichtsensor misst die Helligkeit im Raum, auf die sich der Fernseher zur besseren Sichtbarkeit seiner Inhalte automatisch einstellt. Der Bewegungssensor erkennt, wenn sich jemand im Raum befindet. Wenn gerade niemand im Raum ist, wechselt der Fernseher automatisch in den Stromsparmodus und wird erst wieder aktiv, wenn er erneut Gesellschaft bekommt.»

Scharf und brillant: die neuen QLED-Displays

Nachdem der koreanische Hersteller vergangenes Jahr noch seine SUHD-Technik als Mass der Dinge bezeichnet hat, preist er nun QLED als ultimative TV-Technik an.

Matthias Kremp von watson-Medienpartner «Spiegel Online» berichtete im März über die vielversprechende QLEDs. Der Name komme von einer neuen Art sogenannter Quantum Dots, die im Bildschirm für klarere, akkuratere Farben sorgen sollen.

«Laut Samsung sei es mit den neuen Quantum Dots erstmals möglich, unabhängig von der Helligkeit immer die richtigen Farben darzustellen. Das dürfte besonders wichtig sein, weil die neue Q8 und Q9 genannten Samsung-Geräte mit Werten von bis zu 2000 Nits extrem hell leuchten können. Bei den Vorjahresmodellen war noch bei 1000 Nits Schluss. Und schon das ist ausgesprochen hell.»

Fazit unseres deutschen Kollegen: Samsung setze damit weiterhin nicht auf eine Technologie, die zum Beispiel Konkurrent LG in seinen Top-Modellen verbaue: OLED.

Preis und Verfügbarkeit

The Frame TV wird in der Schweiz ab dem 19. Juni für 2199 Franken verkauft (55-Zoll-Modell, UVP) respektive 2999 Franken (65-Zoll-Modell, UVP), wie Samsung mitteilt.

Zum Schluss: das Promo-Video

abspielen

Video: YouTube/Samsung TV

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Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
20Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Schne 01.06.2017 12:27
    Highlight Highlight Dieses invisible Kabel stört schon ziemlich. Warum gibts für die Signalübertragung nicht einfach ein Wireless? Das geht bei meinem 4K Beamer ja auch. Und das Stromkabel ist dann auch wieder konventionell.
    Das ganze ist also gerade mal ein Design-Gag, eine technische Innovation ist das wirklich nicht.
  • #bringhansiback 01.06.2017 09:11
    Highlight Highlight Samsungs QLED ist eine Marketinglüge. Die Farbe Blau ist bei den QLED noch bei weitem nicht marktreif. Korrekt müsste es "QD-LCD mit LED-BLU" heissen. Quelle: https://www.golem.de/news/qd-lcd-mit-led-blu-forscher-kritisieren-samsungs-qled-marketing-1705-127995.html

    Des weiteren setzt auch QLEd auf der 70er-Jahre-Technik LCD auf.

    Darum: lieber noch 2 Jahre sparen und direkt ein OLED kaufen. Bis dann dürften die genug ausgereift sein.
  • Darkstar 01.06.2017 09:05
    Highlight Highlight 1984
  • Tepesch 01.06.2017 07:39
    Highlight Highlight Was ist mit dem Stromkabel? Der Anschluss müsste genau hinter dem TV sein oder gibt es hierfür auch ein unsichtbares Kabel 😉
  • asdf1692 01.06.2017 07:24
    Highlight Highlight Das dem Durchschnittsschweizer wohl geläufigste Design von Yves Béhar wären wohl die neuen Rivella-Flaschen. Just sayin..
    Benutzer Bild
  • Sensenmaa 01.06.2017 07:19
    Highlight Highlight Ganz ehrlich? Ich will keinen Fernseher, der aussieht wie ein Bild. Bilder haben was mit Kunst und kreativer Schöpfung zu tun. Fernseher nicht.
    • Sensenmaa 01.06.2017 11:39
      Highlight Highlight Ah ja die Blitzer sind sicher Samsung Fanboys. Kapitalisten 😁
    • zeromg 01.06.2017 14:13
      Highlight Highlight Nein, bin nicht mal Samsung-Fan, im Gegenteil.
      Bin aber auch kein Fan von grossen schwarzen Flächen. Schön ist da definitiv was anderes. Auch der ganze Kabelsalat ist ein Graus. Finde den Ansatz sehr interessant die heutige Technik ins Wohnbild zu integrieren. Das nächste Übel sind die grossen hässlichen PC-Türme, da dürfte auch ein anderer Ansatz verfolgt werden.
    • Likos 01.06.2017 17:12
      Highlight Highlight Klassische PC-Türme braucht man doch schon lange nicht mehr. Intel NUC, HP Elite Slice o.ä. dürften für die meisten mehr als ausreichend sein. Braucht man noch eine extra Grafikkarte, bietet sich das ITX Format an, wo es auch viele kleine unscheinbare Gehäuse gibt.
      Noch aufgeräumter geht es mit Geräten wie iMacs, Surface Studio usw.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Thomas Bollinger (1) 01.06.2017 07:04
    Highlight Highlight Sowas kann man mit www.meural.com auch machen. Für einen Bruchteil der Kosten.
    • NotWhatYouExpect 01.06.2017 07:57
      Highlight Highlight Naja, dann hat man aber keinen Fernseher.

      Es geht doch darum, dass der Fernseher wenn man ihn nicht benutzt, Bilder darstellt und nicht auffällt.
    • Stichelei 01.06.2017 08:38
      Highlight Highlight Das stimmt - für das Anzeigen von Kunstwerken. Und die Funktion als Fernseher? Fehlt! Das ist mir zu sehr Äpfel mit Birnen verglichen.
    • Thomas Bollinger (1) 01.06.2017 17:58
      Highlight Highlight Man muss halt etwas basteln... Die Eingänge sind vorhanden.
  • buehler11 01.06.2017 06:28
    Highlight Highlight Coole Idee!
  • Bolly 01.06.2017 04:32
    Highlight Highlight Cooooool....wenn es bewährt ist und der Preis weiter unten....würde ich kaufen , sicher ne tolle Sache. Gefällt mir sehr. 👍🏼😁
  • Pana 01.06.2017 01:22
    Highlight Highlight "Grosse Flachbildfernseher werden definitiv wieder salonfähig."

    Waren die mal "out"?
  • Papa la Papp 31.05.2017 23:50
    Highlight Highlight Invisible?
    Super, mein Geld welches ich dafür ausgebe wird auch invisible sein - danke Samsung, habe soeben viel visibles Geld gespart ;-)
  • aye 31.05.2017 23:41
    Highlight Highlight "ein erschwingliches Hightech-Display"
    "für 2199 Franken verkauft (55-Zoll-Modell, UVP) respektive 2999 Franken (65-Zoll-Modell, UVP)"

    ehm... ok. 🤔
  • romanhartl 31.05.2017 23:27
    Highlight Highlight Dieser Teleschirm ... äääh ... Frame TV wirkt sehr ... naja ... als könnte er nicht ausgeschaltet werden.

    Wahrscheinlich ist der Grosse Bruder in der Konzernleitung.

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