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Bund stoppt Social-Media-Versuch mit Mastodon – zu wenig Interesse

Blick ueber die Berner Altstadt mit dem Berner Muenster, dem Kuppeln des Bundeshauses, und dem Heiliggeistkirche, am Samstag, 18. Mai 2024 in Bern. (KEYSTONE/Anthony Anex)
Die Bundesverwaltung ist mit ihrer Alternative zu X und Instagram laut eigenen Angaben gescheitert.Bild: keystone

Bund stoppt Social-Media-Versuch mit Mastodon – aus Gründen

Auf Plattformen wie X oder Instagram erreichten Bundesrat und Bundesverwaltung viel mehr Follower, heisst es zur Begründung.
25.09.2024, 16:0114.11.2024, 12:51

Nach einem einjährigen Pilotversuch verabschiedet sich die Bundeskanzlei wieder vom Social-Media-Dienst Mastodon. Die Bedingungen für eine Weiterführung seien nicht gegeben.

Dies teilte die Bundeskanzlei am Mittwoch mit. Mastodon habe einige für die Regierungskommunikation attraktive Eigenschaften, schreibt sie. So sei die Plattform dank der dezentralen Organisation der Kontrolle durch ein Unternehmen oder durch staatliche Zensurbehörden entzogen. Ferner sei ihr Quellcode öffentlich zugänglich, sie sei datenschutzfreundlich und werde nicht von Algorithmen getrieben.

Nur 3500 Follower

Dennoch hielt sich der Erfolg in engen Grenzen. Auf der sogenannten Instanz «social.admin.ch» betrieben drei Departemente fünf Accounts. Hinzu kam ein Account der Bundeskanzlei für den Gesamtbundesrat.

Alle sechs Accounts zusammen hätten lediglich rund 3500 Follower erreicht. Die Voraussetzungen für eine Weiterführung seien deshalb nicht gegeben.

«Auf Plattformen wie X oder Instagram erreichen Bundesrat und Bundesverwaltung mit vergleichbaren Accounts sehr viel mehr Follower», schreibt die Bundeskanzlei. Zudem hätten die Beiträge auf Mastodon zu wenigen User-Interaktionen wie Likes, Teilen oder Kommentaren geführt.

Die Aktivitäten auf Mastodon werden per sofort eingestellt. Die Instanz «social.admin.ch» werde Ende Monat geschlossen.

(dsc/sda)

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