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Die Münchner Polizei ist im Internet bekannt für ihre #Wiesnwache-Tweets.
Die Münchner Polizei ist im Internet bekannt für ihre #Wiesnwache-Tweets.Bild: watson / Shutterstock

Die Wiesn-Polizei sorgt doch wieder mit Oktoberfest-Tweets für Lacher

Kaum war das erste Fass auf der Wiesn angezapft, gab es im Internet lange Gesichter. Die Münchner Polizei blies eine Oktoberfest-Institution ab. Doch nun haben die twitternden Beamten eingelenkt.
21.09.2022, 06:3421.09.2022, 06:35
Ein Artikel von
t-online

Die freudige Erwartung war enorm, die Enttäuschung hätte grösser kaum ausfallen können. Eine Stunde und 18 Minuten bevor auf der Wiesn 2022 die erste Bierleiche registriert wurde, richtete bei Twitter ein User eine Bitte an die Münchner Polizei, mit der er Dutzenden anderen aus dem Herzen sprach: «Kommen auch wieder die Tweets der #Wiesnwache? Ganz ehrlich: Darauf warten wir doch alle!»

Unter diesem Hashtag hatten die Beamten die letzten Oktoberfeste über in einer Art Twitter-Dauerlauf launige Nachrichten von der Wiesn verbreitet. Mehr als 3000 Likes ergatterte zum Beispiel diese Kurzgeschichte aus dem Jahr 2016:

«Betrunkene 17-Jährige wurde gerade von ihren Eltern abgeholt. Kollegen sitzen nach Ansprache des Vaters immer noch zitternd in der #Wiesnwache.»

Und dann der Schock: Auf wiederholte Nachfragen, wann denn nun endlich mit den #Wiesnwachen-Tweets 2022 zu rechnen sei, antwortete die Polizei München bloss lapidar: «Vielleicht nächstes Jahr wieder.»

Der Aufschrei

Der Aufschrei bei Twitter war gross. «Kinners, das einzig Unterhaltsame an dem ganzen Zirkus ist die #Wiesnwache auf Twitter», fasste eine Userin aus NRW zusammen. «Also lasst uns nicht im Stich. Hab' keinen Kopf, 600 Kilometer zu fahren und irgendeinen Unfug zu treiben, nur um mit euch in Kontakt zu treten.»

Aber immerhin: Die Polizei zeigte sich kompromissbereit. Statt des gewohnten zwölfstündigen Twitter-Gewitters, während dessen eine Nachricht die nächste jagte, verbreiten die Beamten nun in diesem Jahr in weit gemütlicherem Tempo augenzwinkernd formulierte Wiesn-Anekdoten. Seit Montag gibt es dazu den Hashtag #Wiesenschmankerl.

Den Anfang machte ein Foto von Diensthund «Pasco» mit grossem Knochen im Maul. Seither passiert immer mal wieder etwas, das die Beamten für berichtenswert erachten und das die Twitter-Gemeinschaft amüsiert: «Lieber es kommt einem ein Armkettchen von Pandora, als die Büchse der Pandora abhanden», twitterten die Oktoberfest-Polizisten zum Beispiel noch am Montagabend. «Trotzdem schade für die HB-Festzelt-Besucherin. Sollte es jemand finden, bitte im Wiesn-Fundbüro abgeben. Die Kette, nicht die Büchse.»

Und am Dienstagmittag dann: «Do wars Mass no ned voi! Um seinen Durst zu löschen, hüpfte ein Gast nach Schliessung über den Tresen und führte die Selbstbedienung im Schankraum ein. Am Ausgang wurde ihm seine flüssige Beute von uns abgenommen.»

Quellen

(dsc/t-online)

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9 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Tobi-wan
21.09.2022 12:58registriert März 2015
Aber den mit Schweizer Bezug habt ihr weggelassen... ;-)
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Jojogällundso
21.09.2022 12:27registriert August 2021
Man stelle sich vor, eine 17 jährige wird erwischt, wie sie eine Line zieht (oder was auch immer). Das finden dann alle ganz schrecklich. Sich besinnungslos zu saufen finden dagegen alle furchtbar witzig. Ich werde das nie verstehen.
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