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Windows 11 kommt mit neuen Desktop-Hintergründen.
Windows 11 kommt mit neuen Desktop-Hintergründen.

Microsoft enthüllt Windows 11 – das sind die neuen Funktionen

Microsoft lädt zum grossen Windows-Event. Dank eines grossen Windows-11-Leaks haben wir bereits eine gute Vorstellung davon, was Microsoft heute präsentieren wird.
24.06.2021, 11:16

Microsoft zeigt «die nächste Generation von Windows», die im Herbst 2021 veröffentlicht wird. Den Livestream zum «What’s Next for Windows»-Event kannst du heute Donnerstag ab 17 Uhr hier mitverfolgen. Microsoft wird während des Online-Events die neuen Funktionen von Windows 11 vorführen.

Die Windows-11-Enthüllung im Livestream

Die Wiederholung des Livestreams kannst du hier schauen.

Durch einen Leak ist vor einer Woche eine unvollständige Preview-Version von Windows 11 aufgetaucht, die den neuen Namen bestätigt hat und einen ersten, aber nicht finalen Eindruck des neuen Windows erlaubt. In der Beta-Version zu sehen ist die neue Taskleiste, das neue Startmenü, Widgets und einiges mehr. Zentrale Elemente wie der neue Windows Store, die überarbeiteten System-Apps oder die erwarteten Änderungen am Datei-Explorer fehlten indes noch. Microsoft kann also heute noch einiges Neues zeigen.

Was sich unter der Benutzeroberfläche getan hat – beispielsweise Leistungs-, Speicher-, Akkulaufzeit- oder Sicherheitsverbesserungen – werden wir, so Microsoft will, ebenfalls während der offiziellen Präsentation erfahren.

Ein erster Blick auf Windows 11

Der Microsoft-Blog Windows Central hat sich eine frühe Testversion von Windows 11 geschnappt und erklärt die neue Benutzeroberfläche.

Was wir über Windows 11 wissen und was Microsoft vielleicht heute auch noch zeigen wird:

Neue Benutzeroberfläche

Die offensichtlichste Änderung ist die neue Taskleiste, die angeheftete Programm-Icons nun wie beim Mac standardmässig zentriert am unteren Bildschirmrand anzeigt. Das war's aber auch schon mit den Ähnlichkeiten. Der neue Startknopf öffnet ein gänzlich neues, schwebendes Startmenü, das ebenfalls mittig positioniert ist. Die mit Windows 8 eingeführten Live-Kacheln sind Geschichte. (In der geleakten Vorschau-Version können sie nur noch über die Registry aktiviert werden, ob das in der finalen Version auch noch geht, ist unklar.)

Neue Taskleiste und neues Startmenü

App-Icons in der Taskleiste und das schwebende Startmenü sind standardmässig zentral angeordnet.
App-Icons in der Taskleiste und das schwebende Startmenü sind standardmässig zentral angeordnet.
bild: the verge

Auf der oberen Hälfte des Startmenüs liegen die angehefteten Apps, die ähnlich wie bei einem Home-Screen auf dem Smartphone in Reihen angeordnet sind. Ein Klick auf «alle Apps» öffnet die alphabetische Liste aller installierten Apps. Häufig genutzte Apps können über diese App-Liste im Startmenü angepinnt werden. Reicht der Platz nicht für alle angepinnten Apps, erscheinen die weiteren Apps, wenn man im Startmenü nach unten scrollt.

In der unteren Hälfte der Startmenüs zeigt Windows 11 immer die zuletzt geöffneten Apps und Dokumente an. Ganz unten, rechts im Startmenü, ist schliesslich der Button für das Herunterfahren, bzw. den Neustart zu finden.

Taskleiste und neues Startmenü können auch links angezeigt werden.
Taskleiste und neues Startmenü können auch links angezeigt werden.
Bild: the verge

Früher war alles besser? Wem die zentrierte Anordnung nicht passt, dem wird geholfen: Alternativ können Startknopf und die Apps in der Taskleiste auf der linken Seite angezeigt werden. Das lässt sich in den Einstellungen mit einem Klick bewerkstelligen, die Live-Kacheln erhält man so aber nicht zurück.

Das grundlegend überarbeitete Startmenü dürfte mit ein Grund sein, warum Microsoft den Versionssprung auf die Nummer 11 macht (dazu später mehr).

Neue Icons im Explorer

Der Explorer in der Preview-Version passt noch nicht zum neuen Design. Heute könnte Microsoft eine überarbeitete Version zeigen.
Der Explorer in der Preview-Version passt noch nicht zum neuen Design. Heute könnte Microsoft eine überarbeitete Version zeigen.
bild: winfuture

System-Icons und wichtige Ordner wie Dokumente, Downloads, Musik, Bilder und Videos erhalten einen aufgefrischten und bunten Look. Der Datei-Explorer selbst sieht in der Vorschau-Version unverändert aus, gut möglich aber, dass er bis zur finalen Windows-11-Version noch aufpoliert wird.

Widgets für Wetter, Nachrichten, Sportresultate

Der neue Widget-Bereich wird über das Widget-Icon in der Taskleiste aufgerufen.
Der neue Widget-Bereich wird über das Widget-Icon in der Taskleiste aufgerufen.
bild: the verge

Mit Windows 11 erhält das eben erst bei Windows 10 eingeführte Widget-Fenster einen neuen Look, kann aber offenbar (noch) nicht mehr als bisher. Es zeigt die Wetterprognose, die neusten Nachrichten diverser Medien oder Sport- und Börsenberichte. Die Themen lassen sich personalisieren und Medien, die man nicht mag, lassen sich ausblenden.

Abgerundete Ecken

Fenster und Menüs haben neu abgerundete Ecken.
Fenster und Menüs haben neu abgerundete Ecken.

Wer gerne mit einem digitalen Stift arbeitet, wird sich über den überarbeiteten Ink-Arbeitsbereich ganz rechts in der Taskleiste freuen. Dort können nun all Apps angeheftet werden, die man im Alltag häufig mit dem Stift nutzt, seien dies Notizen-Apps oder Grafik-Programme.

Wie erwähnt sind in der geleakten Preview-Version von Windows 11 noch nicht alle Design-Änderungen enthalten. Wahrscheinlich erhalten auch die System-Einstellungen und weitere Bereiche eine Frischzellenkur.

Schon in der Preview-Version ersichtlich sind neue und flüssigere Animationen beim Verschieben, Maximieren oder Schliessen von Programmen und Fenstern, was uns zu den neuen Funktionen in Windows 11 bringt.

Neue Funktionen

Eine Stärke von Windows ist seit Jahren die flexible Fensterverwaltung. Die Möglichkeit Apps und Fenster mit der Maus oder Windows- und Pfeiltaste an den Rändern oder Ecken des Bildschirms anzuheften, wird aber von vielen übersehen. Wohl deshalb macht Microsoft die praktische Fensterverwaltung nun offensichtlicher.

Fenster rasch anordnen

Fenster lassen sich neu mit einem Klick über den Maximieren-Button am Bildschirmrand anheften, bzw. rasch anordnen.
Fenster lassen sich neu mit einem Klick über den Maximieren-Button am Bildschirmrand anheften, bzw. rasch anordnen.
bild: drwindows

Sobald die Maus über die Maximieren-Schaltfläche von Fenstern gelegt wird, erscheint die Auswahl diverser Positionierungen. So können beispielsweise drei Fenster auf einem grossen Widescreen-Monitor schnell nebeneinander platziert werden und Windows 11 wird sich diese Fenster-Gruppierung merken.

Animiertes GIFGIF abspielen
Das Gif zeigt die neue Funktion in Aktion.
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Windows 11 zeigt nun beim Anheften eines Fensters an den Bildschirmrand deutlicher an, wie es nach dem Loslassen dargestellt wird.

Windows 11 wird eine optimierte Touchbedienung mit neuer virtueller Tastatur, einen verbesserten Dunkel-Modus, neue Soundeffekte und einen neuen Startsound erhalten. Virtuelle Desktops können einfacher verwaltet werden und offenbar fliegt Skype raus. Stattdessen werden wahrscheinlich Microsoft Teams und eine neue Xbox-App in Windows integriert. Mit der Xbox-App will Microsoft vermutlich seinen Xbox Game Pass, ein Abo-Dienst für PC- und Konsolenspiele, promoten.

Für Gamer wichtige neue Features, die vielleicht ebenfalls heute gezeigt werden, sind Auto HDR und DirectStorage. Die Aktivierung von Auto HDR fügt neueren PC-Games High Dynamic Range (HDR) hinzu, sofern die Spielerin oder der Spieler einen kompatiblen HDR-Monitor hat. DirectStorage soll die Ladezeiten massiv beschleunigen.

Microsoft wird nach der Präsentation für Medien und das allgemeine Publikum einen zweiten Windows-Event für Software-Entwickler abhalten. Dabei könnte Microsoft seine Pläne für den neuen Windows Store (offiziell Microsoft Store) erläutern. Der Tech-Blog Windows Central berichtete im April, Microsoft plane noch in diesem Jahr einen runderneuerten App-Store zu veröffentlichen, der nicht nur übersichtlicher und schneller, sondern vor allem offener für alle Arten von Apps und Spielen sei. Der neue Windows Store soll Entwicklern den Weg ebnen, jede beliebige Windows-Anwendung in den Store zu bringen, einschliesslich Browsern wie Chrome oder Firefox.

Microsoft plane gar, den App-Anbietern eigene Verkaufs-Plattformen bzw. Bezahl-Lösungen zu erlauben. Letzteres würde bedeuten, dass App-Entwickler Microsofts Store-Gebühren künftig umgehen könnten. Software-Anbieter wie Adobe hatten bislang keinen Grund, ihre Abos für Photoshop und Co. über den Microsoft Store anzubieten, das könnte sich künftig ändern. Microsoft-Chef Satya Nadella versprach App-Entwicklern kürzlich «die innovativste und offenste Plattform, um Apps zu entwickeln und zu monetarisieren». Was Microsoft wirklich mit dem Windows Store plant, erfahren wir vermutlich heute.

Links das Surface Duo, rechts das Surface Neo.
Links das Surface Duo, rechts das Surface Neo.
Bild: the verge

Eher unwahrscheinlich ist die Ankündigung neuer Hardware. Wobei, was sollte Microsoft davon abhalten am Ende der Präsentation als «One More Thing» doch das Dual-Screen-Gerät Surface Neo mit Windows 11 anzukündigen?

Windows 10 unterstützt die stromsparenden ARM-Chips, die längere Akkulaufzeiten ermöglichen, bislang nur eingeschränkt. Nun soll die ARM-Emulationsebene endlich um 64-Bit-Unterstützung erweitert werden. Heisst konkret, dass künftig viel mehr Apps auch für Windows-Geräte mit stromsparendem ARM-Chip portiert werden können.

Ist das Upgrade auf Windows 11 gratis?

Privatanwender, die ein Windows-10-Gerät haben, können höchstwahrscheinlich (in einer ersten Phase) gratis auf Windows 11 upgraden. Das war bereits beim Wechsel zu Windows 10 so. Microsoft macht den grössten Teil seiner Windows-Einnahmen mit Lizenzgebühren von Geräte-Herstellern und kann sich das Gratis-Update für Privatnutzer problemlos leisten.

Läuft Windows 11 auch auf alten Geräten?

Windows 11 läuft auf dem acht Jahre alten Surface Pro 1 von 2013. Insofern sieht es gut aus. Erste Vergleichstests lassen erahnen, dass Windows 11 allenfalls etwas weniger Ressourcen als Windows 10 braucht.

Sollte Windows 10 nicht die letzte Windows-Version sein?

Beim Start von Windows 10 vor sechs Jahren sagte ein Microsoft-Manager sinngemäss, dies sei die letzte Version, die man nun laufend weiterentwickeln werde (Windows as a Service). Tatsächlich hat Microsoft in den letzten Jahren Windows 10 kontinuierlich mit kleinen, halbjährlichen Updates versorgt, die jeweils geringfügige Neuerungen brachten, ohne die User mit radikalen Änderungen zu vergraulen.

Viele, ich eingeschlossen, haben daher damit gerechnet, dass Microsoft beim Namen Windows 10 bleibt oder dass das Betriebssystem künftig schlicht Windows heisst. Nun hat man vermutlich aus Marketinggründen entschieden, doch auf die 11 zu wechseln. Apple und Google spielen dieses Nummern-Spiel seit Jahren, um das Interesse an iOS und Android aufrechtzuerhalten. Auch Windows 11 ist immer noch Windows. Es wird wie bisher in regelmässigen Abständen kleine oder grössere Updates erhalten, nur heisst es jetzt Windows 11 statt Windows 10.

Ein neue Versionsnummer signalisiert für viele Nutzerinnen und Nutzer, dass es sich um ein grosses Upgrade handelt und das nächste Windows-Update bringt wohl die grössten Änderungen seit dem Wechsel von Windows 8.1 auf Windows 10. Klar, Microsoft könnte das kommende Update wie gewohnt still und leise als weiteres Windows-10-Update verteilen, aber der Aufschrei wäre vorprogrammiert, wenn nach dem PC-Neustart unvermittelt eine neue Benutzeroberfläche ins Auge springt. Die Nummer 11 bereitet also auch über eine Milliarde Windows-User darauf vor, dass deutliche Veränderungen anstehen.

War der Leak ein Marketing-Trick?

Zu 99.99 Prozent war der Leak nicht beabsichtigt. Es würde für Microsoft absolut keinen Sinn machen, eine unfertige Windows-Version durchsickern zu lassen. Unfertige Produkte führen zu negativen Berichten und Meinungen und das versucht jede Firma zu vermeiden. Microsoft geht daher juristisch gegen die Verbreitung der geleakten Version vor.

Der deutsche Microsoft-Blog «Dr.Windows» bringt es auf den Punkt: «Produktpräsentationen von grossen Unternehmen werden mit einem ungeheuren Aufwand vorbereitet, sind bis ins letzte Detail minutiös durchgeplant. Niemand betreibt diesen Aufwand, um seine Präsentation einem gelangweilten Publikum zu präsentieren, das schon alles weiss.»

Natürlich gab es in der Vergangenheit vereinzelt absichtliche Leaks. Dies aber von (meist asiatischen) Firmen, die von den Medien sonst nicht beachtet würden. Ein Konzern wie Microsoft hat dies nicht nötig. Genauso wenig würden Apple oder Samsung unfertige Prototypen ihrer Smartphones selbst leaken.

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1985 erschien Windows 1.0: Vom Urwindows bis Windows 10

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