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Netflix-Chef Reed Hastings bei einem Fototermin mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macro. Nun hat das US-Unternehmen bestätigt, dass es im Geschäft mit Online-Videospielen mitmischen will. «Wir befinden uns in der Anfangsphase», heisst es.
Netflix-Chef Reed Hastings bei einem Fototermin mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macro. Nun hat das US-Unternehmen bestätigt, dass es im Geschäft mit Online-Videospielen mitmischen will. «Wir befinden uns in der Anfangsphase», heisst es.
Bild: EPA

Netflix enttäuscht Börse mit Nutzerzahlen – und bestätigt Einstieg ins Game-Streaming

21.07.2021, 05:00

Der Streaming-Dienstleister Netflix hat mit seinen Serien und Filmen im zweiten Quartal nur wenige neue Nutzer anlocken können. Der Ausblick fiel ebenfalls verhalten aus, was den Aktienkurs auf Talfahrt schickte.

In den drei Monaten bis Ende Juni nahm die weltweite Anzahl der Abonnenten lediglich um 1.5 Millionen auf insgesamt gut 209 Millionen zu, wie das Unternehmen am Dienstag nach US-Börsenschluss mitteilte. Auch die Prognose für das laufende Vierteljahr fiel mit 3.5 Millionen erwarteten neuen Kunden relativ mager aus.

Netflix konnte im zweiten Quartal zwar durchaus mit einigen Produktionen punkten. So war etwa die zweite Staffel der französischen Gauner-Serie «Lupin» ein Hit, der allein in der ersten Woche von 54 Millionen Nutzerkonten abgerufen wurde.

Ansturm im Corona-Jahr 2020

Solche Erfolge verblassten jedoch im Vergleich zum Streaming-Boom, den die Corona-Krise im Vorjahr ausgelöst und der Netflix einen Ansturm von Nutzern beschert hatte. Die Pandemie habe zu einer ungewöhnlichen Verzerrung der Zahlen geführt, erklärte das Unternehmen nun.

Dabei lief das Quartal für Netflix finanziell betrachtet weit besser als vor einem Jahr. Der Nettogewinn stieg um fast 90 Prozent auf 1.4 Milliarden Dollar und die Umsätze wuchsen um 19 Prozent auf 7.3 Milliarden Dollar. Die Netflix-Aktie gab im nachbörslichen Handel zunächst um 5 Prozent nach.

Dass diesmal nicht mit den ganz grossen Blockbustern zu rechnen war, war aufgrund pandemiebedingter Produktionsprobleme eigentlich schon klar gewesen. Doch beim Ausblick hatten Analysten mehr erwartet. Netflix steht zudem unter hohem Konkurrenzdruck, etwa durch den Hollywood-Giganten Walt Disney.

Spiele-Streaming bestätigt

Das Unternehmen hat zudem einen Plan bestätigt, über den kürzlich bereits der Finanzdienst Bloomberg berichtet hatte: Spiele sollen über die Streaming-Plattform ohne zusätzlichen Aufpreis verfügbar gemacht werden.

Netflix-Chef Reed Hastings betont seit Jahren, dass Netflix nicht nur mit anderen Streaming-Anbietern, sondern auch mit Social Media, YouTube und verschiedenen anderen Formen digitaler Unterhaltung konkurriere.

(dsc/sda/dpa/reuters)

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Netflix – von der Online-Videothek zum Streaming-Giganten

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Netflix – von der Online-Videothek zum Streaming-Giganten
quelle: ap/netflix / daniel daza
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Kommentar

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