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Google startet «Contributor»-Dienst: Für einen bis drei Dollar im Monat sollen Online-User Webseiten werbefrei lesen können. Grosse Nachrichten- und Medienseiten machen allerdings noch nicht mit. screenshot:Contributor-Website

Abogebühr statt Werbung

Google bietet jetzt auch werbefreie Webseiten an – gegen Bezahlung

Der Werbekonzern Google bietet nun werbefreie Webseiten gegen eine Gebühr an. Das soeben gestartete Programm «Contributor» verspricht, Seiten von Reklame zu befreien, wenn der Nutzer ein Abonnement abgeschlossen hat. 



Ein Artikel von

Spiegel Online

Die Aufstellung, mit der Contributor startet, ist noch vergleichsweise bescheiden. Auf der Contributor-Website wird versprochen, folgende Webangebote würden für die zahlenden Nutzer des Dienstes künftig statt Werbung sanft-graue Pixelmuster oder Dankeschön-Botschaften zeigen: 

Grosse Nachrichten- und Medienseiten fehlen, ebenso wie Googles eigene Angebote, allen voran die Google-Suche. Für Seiten, die sich ebenfalls beteiligen wollen, gibt es eine Warteliste, für Nutzeraccounts gilt das gleiche. Bislang kann man an Contributor nur mit einer Einladung teilnehmen. 

Kosten soll der Dienst einen bis drei Dollar im Monat. Wie viel die Nutzer zahlen wollen, entscheiden sie der Contributor-Seite zufolge selbst. «GigaOm» zufolge wird Geld nur dann an die teilnehmenden Websites ausgeschüttet, wenn der betreffende Nutzer eine Seite auch tatsächlich besucht, so wie das beispielsweise auch bei Streaming-Diensten wie Spotify funktioniert: Geld bekommt nur derjenige, dessen Angebot auch tatsächlich genutzt wird. Google nennt das Geld, das die Nutzer bezahlen, nicht Abonnement sondern «Beitrag». Contributor wird also explizit als eine Art Crowdfunding-System für Websites beworben. Bei der Google-Tochter YouTube gibt es schon seit einiger Zeit eine Spendenmöglichkeit für Nutzer namens Fan Funding

In gewisser Hinsicht ähnelt dieser Ansatz und der von Contributor dem des schwedischen Dienstes Flattr: Auch dort wird eine monatlich fixe Summe vom Konto eines Nutzers an Websites verteilt. Das geschieht allerdings nur dann, wenn der Nutzer auf einen entsprechenden Button im jeweiligen Angebot klickt oder einen Artikel, ein Video oder einen Tweet mit einem Sternchen oder einem Klick auf den Like-Button lobt. Mit Werbefreiheit ist Flattr nicht verknüpft. 

Nur ein Konzern wie Google, der selbst Anzeigen verbreitet, kann ein solches System über mehrere Sites hinweg installieren. Funktionieren dürfte das System umgekehrt nur mit Reklame, die aus Googles eigenem Werbenetzwerk stammt. Teilnehmende Unternehmen müssen sich bei der Vermarktung also vollständig in die Hände des Suchmaschinenkonzerns begeben.  (cis)

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    Alle Leser-Kommentare
  • smoe 22.11.2014 09:28
    Highlight Highlight «Nur ein Konzern wie Google, der selbst Anzeigen verbreitet, kann ein solches System über mehrere Sites hinweg installieren.»

    Blödsinn. Die meisten News-Seiten verwenden 1, 2 externe Anbieter für das Buchen und Einbinden von Werbung. Diese je nach Benutzergruppe ein und auszublenden ist nicht gerade «rocket sience».

    Soll wohl eine Ausrede der Medienbranche sein, die lieber rumheult anstatt *zusammen* ein branchenweites System zu entwickeln oder wenigstens damit zu experimentieren.
    Wenn man selber keine guten Lösungen anbietet, springt irgendwann ein anderer in die Bresche und bestimmt die Bedingungen. iTunes bei der Musikindustrie, Uber bei den Taxis, etc.
  • Zeit_Genosse 21.11.2014 13:23
    Highlight Highlight Google geht clever vor. Das eine tun und das andere nicht lassen. Google verdient in jedem Fall und die Unternehmen wollen Besucher, egal wie. Entweder das Unternehmen zahlt für Werbung, oder der User für Werbefreiheit, wobei das Unternehmen von Usern für die Werbefreiheit Kompensationszahlungen an Firmen macht..

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