Digital
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Was denkst du – hat Google 2018 mehr Strafen oder Steuern bezahlt?

Okay, das war einfach: Googles Mutterkonzern Alphabet hat im vergangenen Jahr tatsächlich mehr Geld durch Strafen verloren als Steuern gezahlt. Aber wie kann das sein?



FILE - This March 19, 2018 file photo shows a Google app in Baltimore. Google says Apple has also revoked its access to a key developer tool, preventing its employees from testing new app features on iPhones. Facebook lost access to the same tool Wednesday, Jan. 30, 2019, but had it restored Thursday. (AP Photo/Patrick Semansky, File)

Bild: AP/AP

Ein Artikel von

T-Online

Insgesamt war 2018 wieder ein gutes Jahr für Alphabet, dem Mutterkonzern von Google. Laut dem Geschäftsbericht konnte das Unternehmen seinen Umsatz um 23 Prozent auf 136.8 Milliarden US-Dollar steigern. Der Nettogewinn hat sich im Vergleich zum Vorjahr sogar verdoppelt. Kurioserweise zahlte der Konzern dennoch deutlich weniger Steuern. Statt 14.5 Milliarden Dollar wurden bei der Einkommenssteuer nur 4.2 Milliarden Dollar fällig.

Das britische Magazin «Computing» stellt diese Summe den Strafen gegenüber, die das Unternehmen vergangenes Jahr zahlen musste: Insgesamt 5.1 Milliarden Dollar musste Google 2018 wegen verschiedener Verstösse an die EU abtreten. Der Grossteil – 4.3 Milliarden Dollar – fiel in Folge des Android-Verfahrens an. Die EU-Kommission warf Google darin einen Missbrauch seiner Marktmacht vor. 

Bereits 2017 war Google zu 2.7 Milliarden Dollar Strafe verdonnert worden. In diesem Jahr kommt eine Strafzahlung von weiteren 50 Millionen Euro auf Google zu. Diese bezieht sich auf Verstösse gegen die europäische Datenschutzgrundverordnung (DSGVO), die von der französischen Datenschutzbehörde CNIL festgestellt worden waren . Es ist die bisher höchste Strafe, die seit der Einführung der DSGVO verhängt wurde.

Google in Zürich

Doch wie kann es sein, dass Alphabet 2018 so wenige Steuern zahlen musste? Der Hauptgrund liegt wohl in den USA. Dort hat die Steuerreform der Trump-Regierung dazu geführt, dass US-Konzerne wie Apple oder Google ihre im Ausland versteckten Gewinne zurück ins Heimatland brachten . Im Gegenzug profitierten sie von massiven Steuererleichterungen. 

In der EU wird derzeit die Einführung einer Digitalsteuer diskutiert. Allerdings konnten sich die Mitgliedsländer noch auf keine gemeinsame Linie einigen. Insbesondere die deutsche Bundesregierung meldete zuletzt Bedenken gegen eine Sonderabgabe für Digitalkonzerne an. 

(str/t-online.de)

Warum erscheint Trump, wenn ich «Idiot» suche?

abspielen

Video: srf

So werden wir von Apple, Google und dem eigenen Staat überwacht

Das iPhone verfolgt jeden Schritt von dir. So stoppst du die Handy-Überwachung

Link zum Artikel

Faszinierend. Google weiss, was Sie letzten Sommer getan haben. Minute für Minute, Ort für Ort. Kein Grund zur Panik. So stoppt man die Handy-Überwachung

Link zum Artikel

Wo war Herr Glättli die letzten sechs Monate? Minute für Minute, Ort für Ort? Swisscom oder Sunrise wissen es, Sie wissen es jetzt – und der Staat kann es jederzeit wissen

Link zum Artikel

Was der Staat von Ihrem Smartphone will. Und wann. Und weshalb.

Link zum Artikel

Das könnte dich auch interessieren:

5 Antworten zu den geheimen Tapes zu Salvinis Parteispenden-Deal mit dem Kreml

Link zum Artikel

Warum wir aufhören müssen, uns selbst auszubeuten

Link zum Artikel

Wenn Kantonswappen ehrlich wären – die komplette Edition

Link zum Artikel

5 Dinge, die verzweifelte Singles tun – und unbedingt lassen sollten

Link zum Artikel

Hast du in Zürich einen Verrückten ins Wasser springen sehen? Wir wissen nun, wer es war

Link zum Artikel

9 absolut clevere Wege, wie Rechtsradikalen und Neonazis schon die Stirn geboten wurde

Link zum Artikel

Dieser Fotograf zeigt Hochzeiten – so wie sie wirklich sind

Link zum Artikel

Trump, Clinton, der Sex-Milliardär – und die Verschwörungstheoretiker

Link zum Artikel

Warum dieser NZZ-Artikel für einen Shitstorm sorgte – und er von Maassen retweetet wurde

Link zum Artikel

BBC-Moderator berichtet über Patrouille-Suisse-Fail – und lacht sich schlapp 😂

Link zum Artikel

Stell dir vor, die App einer Sportliga fordert per Push plötzlich 6000 Dollar von dir ...

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

13
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
13Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • wolge 11.02.2019 16:39
    Highlight Highlight Sind wir mal ehrlich: Bei den Bussen handelt es dich doch schlicht um einen Trick damit die Steuern doch rein kommen...
  • hemster 11.02.2019 10:02
    Highlight Highlight solange es nicht ein internationales steuergesetz gibt ohne schlupflöcher für vermögende (privatpersonen oder unternehmen) werden auch wie bisher hauptsächlich die mittel- und unterschicht dafür bezahlen müssen.

    aber so etwas werden wir wohl nie erleben, da wird die politik einfach zu fest geschmiert.
    • phreko 11.02.2019 11:34
      Highlight Highlight Solange schon nur die schweizer Stimmbevölkerung Transparenz in der Finanzierung der Politik für unnötig hält, wird sich daran nichts ändern.
    • p4trick 11.02.2019 11:35
      Highlight Highlight Unterschicht? bezahlen die überhaupt Steuern? Familien und Mittelschicht haben auch viele Abzüge.
      Alphabet zahlt mit 31Mia Gewinn, 4.2 Mia Steuern was ein Steuersatz von 13.5% macht.
      Auch in der Schweiz wäre das für Unternehmen ein normaler Steuersatz. Bin auch dafür dass Unternehmen mehr zahlen müssen, aber das machen sie ja nicht mal in der Schweiz.
      Im Vergleich, gutverdienende Privatpersonen ohne Familien zahlen zwischen 25-30%.
    • rodman 11.02.2019 11:57
      Highlight Highlight Das klingt in der theorie alles ganz einfach mit einem weltweiten steuersystem... bis man darüber nachdenkt, dass die Schweiz und Norwegen u terschiedliche Sozialleistungen finanzieren müssen, dass Kongo-Kinshasa und Dänemark unterschiedliche Korruption finanzieren und dass Nordkorea und Costa-Rica unterschiedlich viel fürs Militär ausgeben. Und wer bestimmt nun den Steuersatz und die Progression?

      Von den Begriffsdefinitionen / Kompatibilität mut übrigen nationalen Gesetzen und dem Thema Standortattraktivität ganz zu schweigen.
    Weitere Antworten anzeigen

Eine Weltwährung wie Libra ergibt keinen Sinn – was will Facebook wirklich?

Mark Zuckerberg will das riesige Netz von Facebook dazu nutzen, eine Weltwährung zu lancieren. Für Finanzexperten ergibt dies (noch) keinen Sinn.

Facebook hat letzte Woche ehrgeizige Pläne für eine digitale Weltwährung vorgestellt. Doch die Pläne des Socialmedia-Giganten können nicht aufgehen, sagt Karen Webster. Die anerkannte Expertin für Zahlungsverkehr ist Chefin von «Market Platform Dynamics» und berät Start-ups im elektronischen Handel. Webster vermutet, dass sich hinter den öffentlichen Ankündigungen eine andere Strategie verbirgt.

Zuvor war endlos spekuliert worden über die Pläne von Facebook; Chef Mark Zuckerberg hatte den Hype …

Artikel lesen
Link zum Artikel