DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Handy- und PC-Nutzer erhalten einen neuen Browser, der «störende Werbung» blockiert

20.05.2015, 15:3720.05.2015, 15:43

Die Macher des Werbeblockers Adblock Plus drängen auch auf Smartphones und Tablet-Computer. Um Werbeeinblendungen auf den Mobilgeräten mit dem Google-System Android zu unterdrücken, startet das deutsche Unternehmen einen eigenen Browser.

Der Browser soll beim Aufruf von Webseiten automatisch «störende» Werbung blockieren, kündigte das Unternehmen am Mittwoch in Köln an. Anzeigen, die als «nicht störend» eingestuft wurden, werden standardmässig nicht blockiert. In den Einstellungen könnten die User aber auch festlegen, dass Werbung generell nicht mehr angezeigt wird.

Adblock Plus verwies auf eine Studie, wonach 40 Prozent aller mobilen Bannerklicks aus Versehen ausgelöst wurden. Dieses «Wurstfinger-Syndrom» gehöre nun der Vergangenheit an. Mit der Blockade störender Werbung sinke der Datenverbrauch und verlängere sich die Batterielaufzeit.

Diese Werbung würde wohl definitiv als störend eingestuft.
Diese Werbung würde wohl definitiv als störend eingestuft.
screenshot: nzz.ch

Zuvor hatte Adblock Plus bereits angekündigt, für Desktop-PC einen eigenen Browser zu veröffentlichen. Als Erweiterung für die populären Browser Firefox und Chrome wird Adblock Plus bereits von vielen Millionen Nutzern eingesetzt. Die Software wurde nach Angaben des Unternehmens mehr als 300 Millionen Mal heruntergeladen.

Werbefirmen müssen sich freikaufen

Der Blocker ist umstritten, weil ein Abstimmungs-System in der «Adblock-Plus-Community» zur geblockten «störenden» Werbung den Kritikern als nicht transparent erscheint.

Ausserdem stören sich Werbeunternehmen daran, dass sie für die Aufnahme in eine Freischaltungsliste von Adblock Plus zu Kasse gebeten würden und sich quasi freikaufen müssten. Eine Klage von Zeit Online und Handelsblatt.com gegen eine «Wegelagerei» fand allerdings vor drei Wochen vor dem Landgericht Hamburg kein Gehör. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Schlechtes Blut – oder der grösste Betrug im Silicon Valley

Mit ihrem angeblichen Blutanalysegadget hat Elizabeth Holmes alle getäuscht: Rupert Murdoch, Henry Kissinger und auch Jim Mattis. Jetzt hat der Prozess gegen die mutmasslich grösste Betrügerin des Silicon Valleys begonnen.

«Fake it until you make it» (Täusch etwas vor, bis es funktioniert) ist ein beliebtes Motto in der Start-up-Szene des Silicon Valley. Viele technische Sensationen werden mit üblen Kinderkrankheiten und grossspurigen Versprechen auf den Markt geworfen. Meist verschwinden diese Heilsbringer jedoch genau so schnell, wie sie aufgetaucht sind.

Nicht so bei Elizabeth Holmes. Sie beherrschte das Täuschungsspiel perfekt. Die Gründerin eines Unternehmens namens Theranos steht im Mittelpunkt der …

Artikel lesen
Link zum Artikel