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Wir haben gute und schlechte News: Chefs werden nicht abgeschafft



Es mögen vielleicht keine Breaking News sein, aber es sind ganz sicher keine «alternativen Fakten» ...

Firmenchefs droht noch lange keine Gefahr, durch Roboter ersetzt zu werden

Die Prognose stammt von niemand Geringerem als der Nummer 3 bei Google, dem Schweizer Urs Hölzle.

Urs Hoelzle, rechts, Senior Vice President of Technical Infrastructure Google, im neuen Office in der Sihlpost in Zuerich am Dienstag, 17. Januar 2017. Heute eroeffnet Google seine neuen Bueros in der Zuercher Sihlpost. Gemeinsam mit den Raeumen in der neuen SBB-Ueberbauung Europaallee sind das 50'000 Quadratmeter. Bis Ende 2020 wird Google die neuen Bueros etappenweise beziehen. Bis 5000 Mitarbeiter werden in den neuen Google-Bueros arbeiten koennen. (KEYSTONE/Walter Bieri)

Urs Hölzle anlässlich der Eröffnung der neuen Google-Büros in der Zürcher Sihlpost. Bild: KEYSTONE

Ist das jetzt eine gute oder eine schlechte Nachricht? Und vor allem für wen?

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«Ich denke, es ist hart, Management und Führung zu automatisieren», sagte Googles IT-Infrastrukturchef am Dienstag am fünften Worldwebforum vor rund 2000 geladenen Chefs Gästen in Zürich.

Seine Begründung: Es gebe viele Aspekte menschlicher Interaktion, die für uns Menschen offensichtlich seien, aber maschinelles Lernen absolut nicht beherrsche. «Da besteht noch eine grosse Kluft», sagte der Baselbieter, der nach den Google-Gründern Sergey Brin und Larry Page der dienstälteste Mitarbeiter des Internet-Konzerns ist.

Das Zwischenmenschliche bleibt zwischenmenschlich

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Menschliche Kommunikation zu verstehen, sei für Computer ziemlich schwierig, betonte der Googler. Management und Führung habe viel mit Interaktionen von Menschen zu tun, mit Motivation und Kommunikation.

Dies dürfte maschinelles Lernen in dieser Dekade nicht ersetzen können. Heute beherrsche maschinelles Lernen beispielsweise, ob ein Foto einen Strand zeige und ermögliche die Suche danach im Fotoverzeichnis.

Und die Mitarbeiter? Dank Robotern soll niemand mehr vergessen gehen

Chancen biete maschinelles Lernen bei der Verbesserung der Zusammenarbeit in Firmen. Wenn ein Angestellter an einem bestimmten Thema arbeite, könne der Computer Vorschläge machen, welche Dokumente als nächste benötigt würden.

Oder es könne einen E-Mail-Schreiber daran erinnern, wenn er jemanden aus einer bestimmten Gruppe vergessen habe, ins Adressfeld einzutragen, sagte Hölzle. Durch maschinelles Lernen werde die Zusammenarbeit in grossen Organisationen verbessert.

PS: Die Ausrede, man habe ein wichtiges Mail nicht erhalten, dürfte sich spätestens dann auch erledigt haben ...

Webpionier ausgezeichnet

Am fünften Worldwebforum wurde am Nachmittag der Erfinder des öffentlichen Internets, Tim Berners-Lee, für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Den Preis nahm der Brite von Bundesrat Johann Schneider-Ammann entgegen.

Der Physiker und Informatiker Berners-Lee stellte vor einem Vierteljahrhundert die erste öffentlich zugängliche Webseite der Welt am CERN in Genf vor. Auf ihn geht die gemeinsame «Sprache» zurück, mit der am Internet angeschlossene Rechner kommunizieren und Daten austauschen können. Diese Sprache wurde Hypertext Transfer Protocol, kurz HTTP, genannt. Zudem legte er die Grundlagen fürs Surfen.

(dsc/sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Matrixx 26.01.2017 06:39
    Highlight Highlight Nee, das sehe ich anders.
    Wenn Mitarbeiter durch Roblter ersetzt werden, fällt Motivation und menschliche Interaktion aus, ergo wird auch der Chef nicht mehr gebraucht. Sorry Google.
    • Tschedai 27.01.2017 22:07
      Highlight Highlight Mitarbeiter werden nicht vollständig ersetzt. Aber die Automatisierung, wird die Belegschaften schrumpfen lassen. Anstatt 20, arbeiten in ein paar Jahren nur noch 3 in der Buchhaltung etc. Die Schweiz überlegt sich besser mal was, wie wir dem entgegnen. Zwar wird es neue Jobs geben, aber nicht genug neue und vorallem nicht für die betroffenen wegrationalisierten (53 jährige Taxifahrer werden nicht Softwareentwickler etc.)

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