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So viele Büro-Jobs wird KI laut IBM-Chef killen

So viele Büro-Jobs wird KI laut dem IBM-Chef killen

02.05.2023, 07:2302.05.2023, 07:23

Der Computer-Konzern IBM will bei einigen Jobs weniger Menschen einstellen, weil ihre Tätigkeiten von Software auf Basis Künstlicher Intelligenz (KI) übernommen werden können.

Er rechne damit, dass etwa in der Personalverwaltung in fünf Jahren rund ein Drittel der Stellen durch KI und Automatisierung ersetzt werden könne, sagte IBM-Chef Arvind Krischna dem Finanzdienst Bloomberg in einem am Montag veröffentlichten Interview.

Deshalb würden die Einstellungen für solche Bürotätigkeiten ausgesetzt oder gebremst, sagte Krischna. IBM beschäftige etwa 26'000 Mitarbeitende, die keinen direkten Kontakt zu Kundinnen und Kunden hätten.

Arvind Krishna, CEO von IBM (2023).
Arvind Krishna (Jahrgang 1962) ist ein amerikanisch-indischer Manager und seit 2020 Chef von IBM.Screenshot: YouTube

Dem US-Konzern zufolge sollen zum Teil freiwerdende Stellen nicht besetzt werden. In der Software-Entwicklung und in Bereichen mit Kundenkontakt werde hingegen weiter eingestellt. IBM hat insgesamt rund 260'000 Angestellte.

ChatGPT sorgt für Aufsehen

Aktuell sorgen der Text-Automat ChatGPT, Googles Konkurrenz-Software Bard sowie Programme, die Bilder auf Basis von Text-Beschreibungen erzeugen können, für viel Aufsehen. ChatGPT etwa formuliert Texte, indem Wort um Wort die wahrscheinliche Fortsetzung eines Satzes eingeschätzt wird.

Eine Folge dieser Programmierung ist aktuell, dass die Software neben korrekten Angaben auch völlig falsche Informationen erfindet – für die User ist aber kein Unterschied erkennbar. Deswegen gibt es Sorgen, dass ihre Fähigkeiten zum Beispiel für die Produktion und Verbreitung von Falschinformationen genutzt werden. Fachleute rechnen allerdings damit, dass dieses Problem behoben werden kann.

Ob in Zukunft neue Jobs den Wegfall alter Berufe kompensieren werden, ist noch immer offen. 2015 verwies Markus Koch, Leiter des Beratungsunternehmens Deloitte Schweiz, gegenüber der SRF-Sendung «Eco» auf frühere industrielle Revolutionen mit Folgen für den Arbeitsmarkt. So hätten sich viele Arbeitsplätze aus der Landwirtschaft in die Wirtschaftssektoren Industrie und Dienstleistung verlagert. Der Unterschied sei, dass dieses Mal der Wechsel schneller geschehen und quer über alle Sektoren stattfinden werde.

(dsc/sda/dpa)

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