Digital
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Bild

Ein 2019 vor Magnetic Island in Queensland gehakter Hai. bild: HUMANE SOCIETY INTERNATIONAL

Great Barrier Reef bekommt «smarten», nicht-tödlichen Hai-Schutz



Australiens berühmtes Korallenriff erhält einen neuen Schutz vor Haien. Am Great Barrier Reef an der Nordostküste des Kontinents sollen «smarte» Unterwasserfanghaken regelmässig zum Einsatz kommen, wie die Regierung des Bundesstaats Queensland am Dienstag ankündigte.

Entsprechende Tests mit dem sogenannten SMART-Ködersystem verliefen erfolgreich und fanden in den letzten Jahren auch an der australischen Westküste statt.

So funktionierts

SMART steht für «Shark-Management-Alarm in Realtime». Das System besteht aus einer Trommelleine, einem Anker, zwei Bojen und einer satellitengestützten GPS-Kommunikationseinheit, die an einem mit einer Meerbarbe geköderten Haken befestigt ist.

Wenn Haie am Köder anbeissen, wird der Standort über eine Boje gemeldet, heisst es. Die Tiere könnten dann gefangen und zu einer anderen Stelle gebracht werden.

Bild

grafik: sharksmart.au

Die SMART-Trommelleinen werden jeden Morgen ca. 500 Meter vor der Küste in einer Wassertiefe zwischen 8 und 15 Meter gesetzt, wenn es das Wetter zulässt. Die Fangsysteme werden am Ende jeden Tages eingesammelt und nicht über Nacht im Meer gelassen, wie die Behörden betonen.

Warum tun die das?

Nach einer Reihe von Hai-Angriffen hatten die Behörden zuvor 19 Tiere an dem unter Naturschutz stehenden Riff getötet. Tierschutzgruppen protestierten erfolgreich vor Gericht, sodass nun ein nicht-tödlicher Schutz eingesetzt werden soll.

Auch Drohnen und Schwimmer-Netze sollen die Region künftig sichern, nachdem sich Haiunfälle gehäuft hatten. Der Bundesstaat zahlt für das Programm insgesamt 5 Millionen Australische Dollar, also rund 3.5 Millionen Franken.

Laut diesem Bericht gab es in Queensland Widerstand gegen die SMART-Trommelleinen: Wegen der Kosten und der Gefahren für die Leute, die die Haken bei Haien entfernen.

Festzuhalten bleibt:

«Wegen der dramatisierten Medienberichterstattung und der Hollywood-Geschichten sowie der öffentlichen Stereotypisierung gibt es viele Missverständnisse über Haie. Leider sind diese missverstandenen Kreaturen bei den Menschen weltweit gefürchtet. Aber die Realität ist, dass Haie nicht darauf warten, dass ein Schwimmer ins Wasser kommt. Der Mensch gehört nicht zur Nahrung der Haie, und viele Vorfälle passieren wahrscheinlich durch Verwechslung mit ihrer üblichen Beute.»

quelle: sailing-whitsundays.com

Quellen:

(dsc/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Lasst die Haie leben

Wenn ein Weisser Hai plötzlich neben dir schwimmt ...

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

11
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
11Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Sherlock_Holmes 04.02.2020 14:46
    Highlight Highlight Der konsequenteste Schutz wäre die weiträumige Sperrung des Great Barrier Reefs.

    Allerdings sind jedoch der forcierte Kohleabbau und der Klimawandel die weit grösseren Bedrohungen.

    Alleine der Ausbau des Abbot Point zu einem der weltweit grössten Kohlehäfen und somit die massive Vertiefung der Fahrrinne sowie Hunderte zusätzliche Frachter stellen eine enorme Gefahr dar.

    Hier kennt die Regierung von Scott Morrison weder Rücksicht noch Grenzen!

    https://www.greenpeace.de/sites/www.greenpeace.de/files/publications/a01441_es_greenpeace_kurzinfo_greatbarrierreef_06_15.pdf

    Das Reef stirbt!

    Benutzer Bild
  • solum 04.02.2020 14:03
    Highlight Highlight Leider ist vielen Nationen der Tourismus wichtiger als die natürliche Flora und Fauna ihres Landes. Haie gehören zum Riff genauso wie die farbigen "Fischli" und Korallen, welche die Hobbytaucher gerne bewundern. Nun schliesst man eine der ältesten Arten von seiner natürlichen Umgebung aus damit sich der Touri komplett angstlos in einem Element, in welches er eigentlich nicht hingehört, Ferienföteli schiessen kann...
  • Quasi Modo 04.02.2020 13:20
    Highlight Highlight Lasst doch die Haie dort. Die dienen als natürlichen Schutz des Great Barrier Reef.
  • Milf Lover 04.02.2020 12:19
    Highlight Highlight Weltweit tötet man jährlich Millionen von Haien. Wegen den Flossen hauptsächlich.
    Man sollte die Hebel dort ansetzen und diese Jagd streng bestrafen anstatt smarte Lösungen für das GBR zu entwickeln.
  • Damuck 04.02.2020 11:32
    Highlight Highlight Naja, wenn die Menschheit so weiter macht, gibt es am Great Barrier Reef bald nichts mehr zu sehen ausser abgestorbene Korallen. Dann kommen auch die Haie nicht mehr... man würde das Geld besser in den Kampf gegen den Klimawandel stecken.
  • HansHoni 04.02.2020 11:17
    Highlight Highlight Liebes Watson-Team, könnt ihr bitte diesen - Verzeihung - dummen Titel nochmals überdenken? Das Riff bekommt einen Hai-Schutz? Wofür genau? Haie sind extrem wichtig im Ökosystem des Riffs. Die Menschen dagegen nicht. Also bitte anpassen: Z.B. so: Taucher im GBR kriegen Haischutz. Oder Schwimmer. Oder andere invasive Arten. Was das heisst, wisst ihr sicher :-)
  • *sharky* 04.02.2020 09:05
    Highlight Highlight Spielberg sollte/müsste jeden, aber wirklich jeden Cent seines Vermögens, für den Hai-Schutz verwenden!
    Und jemand müsste es dann noch den Asiaten beibringen... was noch viel schwieriger sein dürfte.
  • Walter Sahli 04.02.2020 09:00
    Highlight Highlight Endlich! Jetzt ist das Great Barrier Reef gerettet. Weil das Problem ja die Haie sind!
  • Winzig 04.02.2020 08:42
    Highlight Highlight was für eine dumme lösung.
    wenn die tiere da leben, geht halt nicht (ungeschützt) da hin. ihr habt die wahl, die tiere nicht.
  • bcZcity 04.02.2020 07:50
    Highlight Highlight "Nach einer Reihe von Hai-Angriffen hatten die Behörden zuvor 19 Tiere an dem unter Naturschutz stehenden Riff getötet."

    Warum wurde da überhaupt jemand angegriffen? Wenn das Riff unter Naturschutz steht, hat auch der Mensch dort nichts verloren!

    "Australiens berühmtes Korallenriff erhält einen neuen Schutz vor Haien"

    Einen Schutz vor Menschen würde der Natur meistens besser bekommen!!
    • Fizjak 04.02.2020 13:58
      Highlight Highlight Naturschutz ist ein politischer pseudobegriff wusstest du, das gleich neben dem zaun vom flughafen zürich ein naturschutzgebiet anfängt? Und gleich 50m nebendran ein übungsplatz des militärs liegt mit schiessplatz panzerpiste und geländepiste für fahrzeug ausbildung? Ich bin überzeugt ein grandioser ort für molch tom um seine jungen ungestört aufzuziehen

Wölfe in Graubünden vermehren sich weiter: Sechstes Rudel bestätigt

Die Wölfe in Graubünden vermehren sich weiter Jahr für Jahr. Im Gebiet der oberen Surselva bildete sich ein neues Rudel, es ist das sechste im Gebirgskanton.

Stagias-Rudel wird es genannt, wie das Bündner Amt für Jagd und Fischerei am Freitag mitteilte. Bis jetzt hätten drei Jungtiere beobachtet werden können. Das Revier erstreckt sich in der oberen Surselva über die Gemeindegebiete Tujetsch, Disentis und Medel.

Mit dem neuen Rudel sind laut Amtsangaben insgesamt sechs im Kanton Graubünden …

Artikel lesen
Link zum Artikel