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Briten planen Revolution beim E-Auto – so soll das Laden nur sechs Minuten dauern

E-Autos in wenigen Minuten laden: Ein Materialgemisch für Lithium-Ionen-Akkus könnte dem Stromer zum Durchbruch verhelfen.

Markus Abrahamczyk / t-online



Ein Artikel von

T-Online

Der Batterie-Spezialist Echion Technologies aus Sawston (bei Cambridge, Grossbritannien) entwickelt eine Technologie, auf die Fans des Elektroautos seit Langem warten. Denn damit dauert das Laden kaum länger als das Auftanken beim Verbrenner, so die Erwartung. Diese Ladezeit von nur sechs Minuten könnte der Durchbruch des E-Autos sein – derzeit dauert das Aufladen bis zu mehreren Stunden, was viele Käufer abschreckt.

Das Geheimnis der Schnellladung soll in einem Materialgemisch stecken, das dem Akku bei der Fertigung beigegeben wird. Er ersetzt das Mineral Graphit, das stark gefragt und dadurch teuer ist.

Neues Materialgemisch soll sicherer sein

Neben der Kostenersparnis soll das neue Material einen weiteren Vorteil mit sich bringen: Es ist nicht explosiv. «Das Problem mit den üblichen Stoffen ist: Bei einer Schnellladung können sie eine Explosion auslösen. Mit dem neuen Material lässt sich die Batterie schnell aufladen – ohne ein Sicherheitsrisiko wie etwa mit Graphit», sagt Echion-Chef Jean de la Verpilliere. Über die Zusammensetzung dieses Materials macht er jedoch keine Angaben.

Derzeit werde davon ein Kilogramm pro Tag gefertigt – das genügt gerade einmal für ein Elektroauto. Aber dabei soll es nicht bleiben. Das Unternehmen erarbeitet eine Methode, um grosse Mengen des Materials in Fabriken herstellen zu können. Anfang 2020 wolle Echion die ersten Schritte hin zur Fertigung in grossen Mengen gehen. 

Das Unternehmen erhält unter anderem Geld der benachbarten Elite-Universität Cambridge, die in der Innovation offenbar grosses Potential sieht.

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    Alle Leser-Kommentare
  • soulcalibur 30.08.2019 08:32
    Highlight Highlight Wer weiss, aber anstatt Ankündigungen hätte ich lieber mal Resultate. Wenn da sich wirklich mal noch was ereignet, dann will niemand mehr einen Verbrenner. Die Spielzeugindustrie machts vor: Vor Jahren haben wir noch mit Verbrennern rumgespielt, es hat gequalmt, gestunken und Anwohner haben sich genervt. Heute: Fahren wir mit leisen Socken auch durchs Gelände.....und niemand stört sich mehr daran...Akkus halten "ewig", die Wartung ist ungleich einfacher geworden...
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  • bruder klaus 30.08.2019 03:18
    Highlight Highlight ich glaube gar nichts mehr, bevor ich es nicht selbst gesehen habe. es gibt haufenweise versprechungen in der hinsicht - bisher alles in schall und rauch aufgegangen.
  • Auric 29.08.2019 07:15
    Highlight Highlight 6 Minuten?? Schwachfug

    Let's do the math! Gehen wir mal vom Traumzustand Null Verluste aus, OK?
    Der Kunde da draussen will BEVs mit einem 60 kWh Akku.
    Den in einer Stunde zu laden, braucht eine Ladeleistung von 60 kW, den in 6 Minuten zu laden braucht eine Ladeleistung von?? richtig 600 kW
    die schnellste Ladetechnik die Porsche gerade entwickelt, mit doppelter Spannung von 800 V und von Huber&Suhner entwickelten wassergekühlten Kabeln soll mal 350 kW schaffen, da sind wir mal knapp über der Hälfte von dem was die da versprechen.

    oder

    die verwenden einen Mini-Akku....
    • 7immi 29.08.2019 11:29
      Highlight Highlight Sehr guter Kommentar, der aufzeigt, dass nicht nur die Batterie ein Problem ist, die ganzen Versorgungspeaks sind es auch. Die Zeitschrift Swissengineering publizierte kürzlich eine spezielle Ausgabe zu dieser Thematik, die diverse Knackpunkte darstellte. Netzschwankungen und zusätzlicher Strombedarf z.B.
    • Blaubar 29.08.2019 12:11
      Highlight Highlight Und wie hoch muss die Stromleistung sein, wenn jedes Auto mit dieser Technologie elektrisch fährt? Wenn heute jedes 50. Auto elektrisch fahren würde (mit herkömmlicher Batterie!!), müsste die Stromleistung bereits 6-fach höher im Netz vorliegen. Man rechne... ehmm, dann müsste die Kapazität im Netz so um das 3000-fache erhöht werden, schätze ich.
    • Allion88 29.08.2019 13:52
      Highlight Highlight @blaubar:
      zählt man den strom ab, der anfällt um erdöl zu fördern, transportieren, raffinieren etc, dann hat man bereits die hälfte strom für ein e-auto bereit.

      ich fahre selber ein e-auto und brauche äusserst selten solche schnelllade netze, nur wenn ich mehr als 350km an einem tag zurück legen muss. zu 95% lade ich gemütlich zu hause und brauche vielleicht im schnitt 1-2 stunden täglich strom. mit einer smarten verteilung könnten also pro nacht nacheinander 5-10 autos geladen werden, ohne das sich die maximalkapazität erhöhen muss
    Weitere Antworten anzeigen
  • Mimimimi 28.08.2019 21:11
    Highlight Highlight Ach, seit jahren gibt es meldungen, wonach forscher eine absolut sensationelle entdeckung gemacht haben, mit denen akkus 1000 mal länger benutzt, 1000 mal schneller geladen, 1000 mal günstiger oder 1000 mal kleiner werden "könnten".

    Passiert ist gar nicht.
    • Allion88 29.08.2019 13:46
      Highlight Highlight es ist vielleicht nicht der grosse umbruch von heute auf morgen. aber im bereich akkus ist viel gegangen.

      bsp: preis pro KWh 2013: 400.-, heute rund 107.-

      der verbrenner wurde über mehr als 100 jahre optimiert. bei e-autos erwarten alle jedes jahr riesen fortschritte
    • Kaspar Floigen 30.08.2019 10:22
      Highlight Highlight Das liegt daran, dass es vom wissenschaftlichen Durchbruch bis zur Massenfertigung ein langer Weg ist. Eine Fabrik, die vor 3 Jahren nach damals neusten Standards (die auch schon der Wissenschaft hinterherhinken) gebaut wurde, kann nicht ohne signifikante Verluste auf die nächst beste Technologie umgerüstet werden. Die ehemalige Investition muss sich erst noch lohnen.
      Ein Beispiel aus der Geschichte: Gewisse Polymere als revolutionäres Material der Zukunft (leicht, stabil, inert) wurden schon in den 50ern entwickelt, haben ihr Potential aber erst in den 80-90ern entfaltet. Das dauert.
  • NocheineMeinung 28.08.2019 15:46
    Highlight Highlight Hier wird von den Forschern gar viel versprochen. Kann es sein, dass sie Geldmittel brauchen, wenn sie so offensiv an die Öffentlichkeit treten?
    Normalerweise wird ein Patent erstellt (angemeldet) dann sucht man zielgerichtet Investoren (Tesla, Daimler, Bosch etc.).
    Hoffentlich ist es mehr, als die kalte Fusion es gewesen ist.
  • Forest 28.08.2019 15:42
    Highlight Highlight Wie sieht es mit der Lebensdauer, der Batterie aus? Ist die Lebensdauer der Batterie durch Schnellladung beeinträchtigt?
  • zeromg 28.08.2019 14:36
    Highlight Highlight Alle schreien nach Ladestationen zu Hause, am Arbeitsplatz, usw. In Zukunft werden die Autos ganz normal an einer "Tankstelle" geladen wie ein Diesel oder Benziner zur gleichen Zeit, am gleichen Ort mit der gleichen Geschwindigkeit.
    • DerHans 28.08.2019 14:51
      Highlight Highlight Ja warum bequem zu Hause (evtl eigener Strom vom Dach), beim Einkaufen oder am Arbeitsplatz laden, wenn man doch zu einer Tankstelle fahren und dort den teuren Strom laden kann. Schnelllader braucht es auf Autobahnen um auf längeren Fahrten während der Pausen nachladen zu können. Aber jeder wie er will oder es gewohnt ist, ich vermisse die Tankstellen nicht.
    • zeromg 28.08.2019 16:00
      Highlight Highlight @DerHans
      schön wenn man Eigentum hat und dies selber produzieren kann. Bei Mietwohnungen bezahlst du den teuren Strom der dir zur Verfügung gestellt wird und NEIN die Vermieter haben kein offenes Ohr für diese Thematik.
    • Sarkasmusdetektor 28.08.2019 16:15
      Highlight Highlight Kommt hinzu, dass sich immer weniger Leute Wohneigentum leisten können, der Mieteranteil an der Bevölkerung also in Zukunft weiter steigen dürfte.
    Weitere Antworten anzeigen
  • DerHans 28.08.2019 14:20
    Highlight Highlight Nice to have, jedoch mag ich mich nicht erinnern, wann ich das letzte Mal 6 min gewartet habe als ich mein E-Auto laden musste. Aber einige Petrolheads wird dieses Argument überzeugen.
  • Triumvir 28.08.2019 13:53
    Highlight Highlight Toll! Jetzt aber bitte ordentlich "Gas" geben. Damit die Massenproduktion endlich anlaufen kann. R.I.P Verbrennertechnologie :-P
    • zeromg 28.08.2019 16:06
      Highlight Highlight ....es lebe der Atomstrom, oder werden jetzt auf allen Dächern Solarzellen installiert? Dies braucht es nämlich, wenn wir alle nur noch mit E-Autos rumfahren würden. Die französischen Atomkraftwerke in der nähe der Schweizer Grenze helfen da bestimmt gerne aus.
    • DerHans 28.08.2019 16:42
      Highlight Highlight Zeromg ach ja? Und auch wenn, warum sollte man die Energie der Sonne nicht nutzen? Es werden nicht von Heute auf Morgen alle auf E-Autos umsteigen. Oder denken sie als die erste Glühbirne installiert wurde, war die Energiebereitstellung für Heute schon gewährleistet? Woher kommt der Strom für alle Tankstellen und Raffinerien? Hier wird mal wieder typisches Halbwissen verbreitet.
    • Inspector Callahan 28.08.2019 20:18
      Highlight Highlight @zeromg: der Mehrbedarf an Strom bewegt sich in der Grössenordnung von 15%, wenn gleich jetzt schwupp alles EV's wären. Die fallen aber nicht über Nacht vom Himmel. Solar hat durchaus Zeit, mitzuwachsen.
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