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Kathy Beitz ist praktisch blind. Mit einer speziellen Brille kann sie ihr Baby trotzdem sehen. bild: Yvonne Felix / Via youtube

Die eSight-Brille für Blinde

Dank dieser Hightech-Brille: Blinde Frau sieht erstmals ihr Baby



Dank moderner Technologie werden manchmal Wunder war. Etwa in diesem Beispiel: Die heute 29-jährige Kanadierin Kathy Beitz ist bereits als Kind beinahe erblindet. Sie leidet an der seltenen Stargardt-Erkrankung, die vererbt werden kann. Bei den Betroffenen verschlechtert sich die zentrale Sehschärfe meist in der Pubertät massiv, während die Sicht im Randbereich oft intakt bleibt. Die Betroffenen erblinden also nicht vollständig, können aber beispielsweise Gesichter nicht mehr wahrnehmen.

Beitz erklärte in einem Beitrag des kanadischen TV-Senders CBS 6, dass ihre Sicht derart eingeschränkt sei, dass sie bei einer Person Kopf und Schultern nicht unterscheiden könne. Die Mutter eines Neugeborenen kann das Gesicht ihres Kindes ohne technisches Hilfsmittel unmöglich erkennen. Deshalb hat ihre Schwester, die an der gleichen Augenkrankheit leidet, eine rund 13'500 Franken teure eSight-Brille mit ins Spital gebracht. Mit der Hightech-Brille kann die junge Mutter nicht nur das Gesicht ihres Babys sehen, sie erkennt auch Details wie den Mund oder die kleine Zunge. 

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Kathy Beitz: «Ohne die Brille hätte ich mir das Gesicht meines Sohnes nur vorstellen können. Ich muss das dauernd bei Menschen tun, bei meinem eigenen Sohn wäre es aber schon herzzerreissend gewesen.» video: youtube/yvonne felix

13'500 Franken sind keine geringe Investition, bringen im Fall von Kathy Beitz aber eine massive Verbesserung der Lebensqualität. Sie kann sich um ihren kleinen Sohn kümmern, Gutenachtgeschichten vorlesen oder wichtige Beipackzettel lesen.

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Kathy Beitz mit ihrem kleinen Sohn im eigenen Haus. bild: cBS 6

Dass Kathy Beitz' Geschichte in den Medien thematisiert wird, ist kein Zufall: Ihre Schwester sammelt mit dem Projekt #MakeBlindnessHistory Spendengelder für Menschen, die sich die teure eSight-Brille nicht leisten können. Kathy Beitz dient nun als Aushängeschild für die Spendenkampagne.

So funktioniert die Brille

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Die eSight-Brille kostet rund 13'500 Franken und ist seit rund einem Jahr verfügbar. bild: esight

Vereinfacht gesagt: Die Kamera in der Brille filmt die Umgebung und generiert für Sehbehinderte ein verbessertes Bild, dass sie mehr erkennen lässt. Das deutsche Techportal Netzwelt erklärt die Technologie wie folgt: «Die eSight besitzt eine Kamera, die ein Live-Videosignal an einen angeschlossen Controller sendet. Der Controller verarbeitet das Signal und sendet das Videosignal zurück zur Brille, wo es auf zwei kleinen LED-Bildschirmen vor den Augen des Trägers wiedergegeben wird.» Auf diese Weise soll der Brillenträger mit seinen noch intakten Augenzellen ein Bild konstruieren können. Auf Wunsch kann der Betrachter das Bild auch einfrieren, zoomen sowie Kontrast, Helligkeit und den Fokus einstellen. 

(oli via ubergizmo)

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4Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Zwingli 28.01.2015 09:02
    Highlight Highlight so schnell kanns gehen.
    Benutzer Bild
  • greenlion 28.01.2015 08:30
    Highlight Highlight Super dass es auf diesem Bereich der Medizin Fortschritte zu sehen gibt.
    Ich selbst leide an einer Augenkrankheit die bislang unbekannt erscheint. Leider gibt es keine Behandlung oder THerapien.
    Deswegen stimmen mich solche News immer etwas froh ein auf eine bessere Augen-Optik-Medizin (oder wie man dem sagen will) :D
  • Nyi Phy 27.01.2015 18:27
    Highlight Highlight Die Schlagzeile verspricht mehr als der Artikel. Die Frau ist NICHT blind. Deshalb hilft die Brille, ansonsten würde es leider nichts bringen.
    • Oli Wietlisbach 27.01.2015 19:06
      Highlight Highlight "Unter Blindheit versteht man die ausgeprägteste Form einer Sehbehinderung mit gänzlich fehlendem oder nur äusserst gering vorhandenem visuellen Wahrnehmungsvermögen eines oder beider Augen."

      In der Schweiz gilt für Blindheit nach Gesetz: "Das besser sehende Auge sieht selbst mit Brille oder Kontaktlinse maximal 30% von dem, was ein Mensch mit normaler Sehkraft erkennt."

      Die Frau im Artikel ist also mit Sicherheit blind, obwohl sie natürlich noch intakte Augenzellen hat.

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