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YouTube-Kanal durchbricht Schallmauer – erstmals 100 Millionen Abos

Der Zweikampf zwischen Bollywood und dem schwedischen Gamer PewDiePie um die weltweite YouTube-Krone – und was das mit Rassismus zu tun hat.



Der erste YouTube-Kanal, der nach monatelangen Rennen an die Spitze weltweit über 100 Millionen Abonnenten erreicht hat, heisst T-Series und kommt aus Indien.

Via Twitter gratulierte YouTube am Donnerstag dem in Mumbai angesiedelten Film- und Plattenlabel:

T-Series freute sich:

Eine Macherin twitterte:

Was dahinter steckt

Bei Twitter wurden in der Folge nicht nur Gratulationen verbreitet, sondern es hagelte auch hämische und erboste Kommentare. Der Grund: T-Series hat den Meilenstein nach einem monatelangen Zweikampf mit dem schwedischen YouTuber PewDiePie, alias Felix Kjellberg, erreicht.

Der Clinch zwischen PewDiePie und T-Series stehe stellvertretend für die Entwicklung vom «alten» hin zum «neuen» YouTube, kommentierte das «Vice»-Magazin. Man müsse seinen pubertären Humor nicht mögen, und seine wiederholt antisemitischen und sexistischen Äusserungen wären Grund genug, ihn zu verurteilen und ihm zu entfolgen. Doch:

«Trotzdem steht der Schwede für das, was YouTube lange war: Nämlich eine Plattform, die einen quakenden Typen, der in seinem Jugendzimmer Games zockt, einem Millionenpublikum vorstellt. PewDiePie mag ein Clown sein, aber er hat unzählige Menschen dazu inspiriert, sich ebenfalls vor die Webcam zu stellen. Er hat Videospiele und Let's Plays gesellschaftsfähiger gemacht. Er hat mehr junge Menschen erreicht als viele TV-Sender.»

quelle: vice.com

#SubscribeToPewDiePie

Bereits im Herbst 2018 hatte sich abgezeichnet, dass der indische Bollywood-Kanal bald mehr weltweite Abonnenten haben würde als der schwedische Influencer.

PewDiePie machte einen Running Gag daraus, indem er dazu aufrief, ihm beim Kampf um Platz 1 zu helfen. Und die Fans überboten sich gegenseitig damit, seine Abonnentenzahl mit immer absurderen Aktionen nach oben zu treiben. Das alles unter dem Hashtag #SubscribeToPewDiePie.

Fans hackten weltweit Webcams und Drucker, um Opfer zum Abonnieren zu nötigen, berichtete Motherboard. Der Youtuber selbst fachte den Hype mit satirischen Musikstücken an. In einem Gratulations-Video sang er: «Guess to beat one Swedish boy you need a billion Asians».

Ein Live-Abo-Zähler

abspielen

Video: YouTube/FlareTV

Von Massenmörder verwendet

Traurige Bekanntheit erlangte das Meme #SubscribeToPewDiPie, als es der rassistisch motivierte Täter beim Massaker in neuseeländischen Moscheen verwendete.

Kjellberg selbst hatte in seinen Videos mehrfach rassistische, teils antisemitische Anspielungen gemacht. Auf kritische Medienberichte reagiert er jeweils immer mit Stellungnahmen, in denen er sich von Rassismus distanziert.

Der bekannteste Vorfall ereignete sich 2017, als Kjellberg zwei Menschen bezahlte, ein Schild in die Höhe zu halten. Darauf stand ein Satz, der allen Juden den Tod wünschte.

(dsc, via The Verge)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Swan 01.06.2019 19:37
    Highlight Highlight Man kann T-Series gar nicht mit Pewdiepie vergleichen. Er bleibt der meist abonnierte Youtuber.
  • AdvocatusDiaboli 01.06.2019 00:11
    Highlight Highlight Dieser Song sagt alles was man dazu wissen muss.
    Play Icon
  • Eisenhorn 31.05.2019 23:20
    Highlight Highlight Was ein lausiger Artikel. Das mit Pew Rassist könnt ihr doch nicht ernst meinen...
  • Walti Rüdisüli 31.05.2019 21:41
    Highlight Highlight Pewdiepie ist der König von YouTube und das wird er auch immer bleiben. Der Autor kennt sich offensichtlich nicht mit der YT-Landschaft aus. Jedes Mal, wenn Felix einen anderen Creator erwähnt in seinen Videos, wird dies wie eine Art Ritterschlag behandelt. Ich bin Fan von Felix seit seinen Happy Wheels-Tagen und kann sagen, dass dieser Mensch kein Rassist ist. Schwarzer Humor macht einen Menschen noch nicht rassistisch! #thankyoupewdiepie
  • Sauraus 31.05.2019 20:05
    Highlight Highlight Schade Watson. Ich bin ein langjähriger Pewdiepie Zuschauer und ich habe gemerkt, dass er ein sehr reflektierter Mensch ist. Seht mal seine Videos zum Thema James Charles. Dabei springt er nicht auf den Hatezug auf sondern bildet sich eine eigene Meinung. Man kann natürlich auch einfach die Ansichten von Vice und Vox übernehmen.
    Benutzer Bild
  • niti14 31.05.2019 17:36
    Highlight Highlight Wow der erste schlechte Artikeld, den ich au watson lese.
    Pewdiepie ist alles andere als ein Rassist. Mit de Aussagen wie one billion asians macht er sich genau über solche Medienbeiträge lustig aber das sieht man natürlich nicht, wenn man sich nut 5min mit dem Thema befasst
  • JayPi 31.05.2019 14:15
    Highlight Highlight Zur Druckersache: Das war kein Hack um Pewdiepie zu pushen. Jemand hat per Zufall tausende von Druckern gefunden, die vom Internet aus erreichbar waren und hat ein Script geschrieben um etwas auszudrucken. Sinn dahinter war die Leute auf diese Sicherheitslücke aufmerksam zu machen. Der eigentliche Text auf dem Blatt war da weil er etwas witziges drauf schreiben wollte. Siehe: https://darknetdiaries.com/episode/31/
  • Friedhofsgärtner 31.05.2019 13:53
    Highlight Highlight Schliesse mich den anderen Kommentatoren an und finde es höchst fragwürdig wie Pewdiepie in diesem Artikel porträtiert wird. Er ist ein Phänomen und hat einfach den klassisch schwarzen Gamerhumor. Abseits vom weichgespült politisch korrekter Unterhaltung, ist dies nunmal wie sich Freunde gegenseitig zum Lachen bringen. Es war schon immer Pewdiepies Stärke, dass seine Videos wirken als ob man mit einem lustigen überdrehten Freund durchs Internet surft.

    Ihr hättet ja auch der Vollständigkeit halber über sein Fundraising für Kinder in Indien berichten können.. aber ja.
    • LVeecy 31.05.2019 16:24
      Highlight Highlight Ja aber er ist nun mal nicht mehr ein Buddy über Teamspeak sondern ein Youtuber mit 80 oder 90 Millionen Subscribern! Mit grosser Macht kommt grosse Verantwortung und dem müssen sich auch Youtuber langsam aber sicher bewusst werden, genau so wie MontanaBlack in Deutschland!
    • Hallosager 31.05.2019 22:18
      Highlight Highlight LVeecy: Nun sagen sie das auch zu David Benioff und D.B.Weiss, nach dem diese live im TV eine Millionen Stadt nieder gemacht haben? Wo sind denn die Eltern, die den Medienkonsum ihrer Kinder überwachen? Neben Pewdiepie und Montana gibt es weitaus schlimmere Leute aus YouTube und genau diese haben Erfolg damit, kleine Kinder abzuziehen, während die Eltern daneben stehen, keinen Plan haben und ihr Geld im Beifall des Applauses, aus dem Fenster schmeissen.
    • Friedhofsgärtner 31.05.2019 22:58
      Highlight Highlight @LVeecy,
      Wenn du Pewdiepie schauen würdest, wüsstest du sehr wohl dass er sich dieser Verantwortung bewusst ist.
  • El Pepedente 31.05.2019 10:59
    Highlight Highlight Pewdiepie ist der klare gewinner. Tseries ist eine firma mir vielen angestellten und nicht vergleichbar mit einer einzel person xD und dan werden ja nur fake news über ihn verbteitet xD subscribe to pewdiepie
  • Com Truise 31.05.2019 10:26
    Highlight Highlight Habt ihr wirklich Vice als quelle verwendet?!
    • Knety 31.05.2019 12:57
      Highlight Highlight Es wurde auf Watson auch schon BuzzFeed zitiert.
    • The Destiny // Team Telegram 31.05.2019 16:22
      Highlight Highlight Wenn man sein Niveau vergisst, weil es in seine Agenda passt.
    • Sauraus 31.05.2019 20:08
      Highlight Highlight Poppy Gloria wurde wegen eines inexistent Fehlers in der Recherche entlassen und dann liesst man so einen Artikel...

      RIP Poppy Gloria
  • Ohmann94 31.05.2019 09:55
    Highlight Highlight Als Abschluss noch:

    Watson, ich würde mir echt einen etwas offeneren Umgang mit der Thematik wünschen, denn wenn ihr nicht einfach amerikanische Medien rezitieren würdet, sondern euch mit der Problematik auch tatsächlich befassen würdet, dann könntet ihr zu eben solchen Themen äußerst spannende Beiträge erstellen, die auch etwas einen Einblick in die Welt der Jugend/jungen Erwachsenen bieten würde. Viele von uns sind aktiv oder passiv mit Youtube in einer immer vernetzteren Welt aufgewachsen und es wäre doch interessant sich intensiver mit solchen Dingen zu befassen.
  • Ohmann94 31.05.2019 09:51
    Highlight Highlight [2/2] direkt danach hat er den #SubscribeToPewDiPie beendet.

    Was PewDiPie m.M.n. zu einem wirklich guten youtuber macht, ist der kritische und reflektierte Umgang mit den aktuellen Trends und Geschehnissen auf Youtube. Der „Kampf“ gegen T-Series wurde von PewDiPie eigentlich sehr sarkastisch konotiert aufgesetzt und sollte genau wie ihr auch schreibt, den Kampf von kleinen privaten Youtubern gegen Multimillionen-Firmen wie T-Series etc. symbolisieren. Youtube bietet seit Jahren nur noch ihren bevorzugten Firmen eine angemessene Repräsentation auf der Plattform, was eine echte Schande ist.
  • Swisslord 31.05.2019 09:50
    Highlight Highlight Ich kam zu watson, weil ich anfangs dachte, ihr könntet die Brücke zwischen neuen Medien (youtuber) und Etablierten sein. Wenn ihr aber Artikel wie diesen publiziert, frage ich mich was aus diesem jungen, hippen Portal geworden ist.
    Die Aktion mit dem Drucker war Nötigung?
    Das Hervorkramen des Videos mit dem Schild, welches das WSJ ohne jede journalistische Grundregeln beachtend aufgebauscht hat.
    Sexistische Äusserungen?
    Man muss Pewdiepie nicht mögen. Pupertär triffts ziemlich gut. Aber so wie dieser Artikel ihn darstellt ist extrem fragwürdig.
  • Ohmann94 31.05.2019 09:46
    Highlight Highlight Und Watson hats mal wieder nur zur Hälfte verstanden.

    PewDiePie hat einen äußerst schrägen und teils sehr schwarzen Humor, weswegen er ins Kreuzfeuer von diversen Medienplattformen aus den USA geriet, die fortan in jedem kleinsten Wort von PewDiePie versuchten eine rassistische Konotation zu finden. Auch wen Kritik gerechtfertigt war und ist für gewisse Aktionen, die Medien haben sich zu sehr darauf eingeschossen und wie beleidigte Kinder reagiert, als der Konter von PewDiePie kam. Wer sich etwas länger mit der Thematik befasst hat wird z.B. wissen, wie sehr der Anschlag Felix traf [1/2]
  • Me, my shelf and I 31.05.2019 09:16
    Highlight Highlight Ich habe beim schauen von Pewdiepie's Videos als Linker oft ein mulmiges Gefühl im Magen, da er manchmal offensichtlich die "Red Pill" droppt.

    Trotzdem sollte man hier fairerweise erwähnen, dass er sich schon lange in einer ernsthafter Stellungnahme von diesem "Subscribe To Pewdiepie"-Rennen distanziert hat. Sehr bewegt distanzierte er sich auch vom Attentat in Christchurch.

    Pewds ist sicher Konservativ, also rechts der Mitte, aber er ist kein Nazi. "Death to all Jews" war nicht Ausdruck seiner Meinung, sondern eine Dummheit, die überhaupt nicht akzeptabel war. Nazi ist er trotzdem nicht.
    • DasEchteGipfeli 31.05.2019 11:00
      Highlight Highlight Noch so ein Genie, der Sarkasmus nicht von Realität unterscheiden kann....
    • Me, my shelf and I 31.05.2019 11:32
      Highlight Highlight @Blitzer
      Könnt ihr eure Blitze erklären?
      Wollt ihr mir damit sagen, dass Pewdipie Nazi ist oder dass er nicht kobservativ ist? Beides wären ziemlich schwer begründbare Aussagen^^
    • Swisslord 31.05.2019 15:55
      Highlight Highlight Ich glaube auch, dass er eher mitterechts ist. Das sind kleinere Äusserungen oder in welche Richtung seine Witze gehen. Auch das er andere retweetet oder empfiehlt, die auch immer nur eher bürgerlich/neolieberal sind.
      Vielleicht unterstelle ich ihm das aber auch nur. Ich gehe sowieso davon aus, dass er sich nicht viel mit Politik auseinandersetzt. Und ich bin sowieso nur wegen den Memes bei ihm. 😅
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