Ebola
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Ebola-Epidemie

Mitarbeiter von Air-France weigern sich, in die von der Ebola-Epidemie betroffenen Länder zu fliegen

Die Besatzungen mehrerer Air-France-Flüge wollen nach Angaben der französischen Fluglinie nicht mehr in die von der Ebola-Epidemie betroffenen afrikanischen Länder fliegen. Dies betreffe Flüge nach Guinea, Sierra Leone und Nigeria, sagte ein Air-France-Sprecher.



Den Besatzungen sei es freigestellt worden, ob sie die Regionen weiter anfliegen wollten. Bislang seien aber keine Flüge mit weniger Crew-Mitgliedern als üblich abgefertigt worden, sagte der Sprecher am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP. Air France fliegt mehr Ziele in Westafrika an als andere grosse Fluglinien.

British Airways und Emirates haben ihre Flüge in die betroffenen Gebiete bereits eingestellt. Die Air-France-Gewerkschaft SNGAF hatte am Montag gefordert, Flüge in die von Ebola betroffenen Länder ebenfalls auszusetzen.

Westafrikanische Länder hoffen, Ebola durch immer mehr Quarantänezonen unter Kontrolle bringen zu können. Schon mehr als eine Million Afrikaner sind abgeschottet. In Sperrgebieten in Guinea, Liberia und Sierra Leone werden bereits rund eine Million Menschen vom UNO-Welternährungsprogramm mit Lebensmitteln versorgt.

Das teilte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Dienstag bei der Veröffentlichung neuer Opferzahlen in Genf mit. Demnach wurden aus diesen Ländern sowie Nigeria bislang insgesamt 1229 Tote gemeldet.

2240 aktenkundige Fälle

Laut WHO wurden allein zwischen dem 14. und 16. August in Westafrika 113 neue Fälle registriert, 84 dieser Patienten seien gestorben. Insgesamt seien nunmehr 2240 Fälle aktenkundig. Jedoch wurde nicht bei allen eine Infektion mit dem Ebola-Virus bestätigt. Bislang sei dies bei 760 der 1229 registrierten Toten der Fall sowie bei 1383 der 2240 gemeldeten Fälle.

Am schwersten betroffen ist laut WHO Liberia mit 53 weiteren Toten und 48 neuen Infizierten. Insgesamt starben in dem Land demnach bislang 466 Menschen.

Allerdings geht die WHO davon aus, dass es bereits weit mehr Ebola-Opfer geben dürfte. Besonders in ländlichen Gebieten Afrikas würden längst nicht alle Sterbefälle von Gesundheitsbehörden registriert oder überprüft.

Die WHO wies in ihrer Mitteilung erneut darauf hin, dass nach ihrer Einschätzung keine Einschränkungen im internationalen Reiseverkehr oder im Handel erforderlich sind. Es müssten lediglich jenen Menschen Reisen verwehrt werden, die infiziert sind oder, bei denen ein klarer Verdacht auf eine Ebola-Infektion besteht. (kad/rar/sda/afp)

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