DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Behandlung hat begonnen

Ebola-Patient in Genf: «Zustand stabil»



Der kubanische Arzt, der nach seiner Ebola-Erkrankung in Sierra Leone in die Schweiz gebracht wurde, befindet sich in einem stabilen Zustand. Die Genfer Universitätsspitäler (HUG) begannen mit der Behandlung des 43-Jährigen. Die Heilungschancen sind ungewiss.

Der Kubaner sei erschöpft, befinde sich aber in einem stabilen Zustand, sagte Professor Jérôme Pugin, Chefarzt der Intensivmedizin bei den HUG, am Freitag vor den Medien in Genf. Neben Fieber zeigten sich beim Patienten Probleme bei der Blutgerinnung, der Atmung sowie im Magen-Darm-Trakt, wie Pugin anfügte.

Wie srf.ch schreibt, kümmern sich rund 100 Pfleger und Ärzte um den Patienten, der in einem eigens ausgestatteten Zimmer isoliert wird.

Noch keine Prognose möglich

Es sei noch zu früh, eine Prognose über die Heilungschancen abzugeben. In diesem Stadium des hämorrhagischen Fiebers könne alles rasch auf die eine oder andere Seite kippen.

Einige Stunden nach seiner Ankunft in den HUG habe der Kubaner seine Angehörigen anrufen können. Das sei ein sehr emotionaler Moment gewesen, sagte Jérôme Pugin.

Der Kubaner wird mit dem experimentellen Medikament «ZMapp» behandelt, das noch nicht offiziell zugelassen ist. Das von der kalifornischen Firma Mapp Biopharmaceutical entwickelte Medikament kam bereits in anderen Spitälern zum Einsatz.

Ins Spital mit Polizeieskorte

Der kubanische Arzt hatte seit Anfang November an einem Hilfseinsatz in Sierra Leone teilgenommen. Seit fünf Tagen litt er an Fieber und wurde positiv auf Ebola getestet. Diese Diagnose wurde bei ersten Analysen in Genf bestätigt.

Eine private US-amerikanische Fluggesellschaft hatte den 43-Jährigen von Sierra Leone nach Genf geflogen. Das Flugzeug landete am Donnerstag um 23.30 Uhr in Genf. Der Kubaner trug einen Schutzanzug und eine Maske, konnte das Flugzeug aber aus eigener Kraft verlassen.

Die Zahl der registrierten Ebola-Fälle in Westafrika war unterdessen auf 15'421 gestiegen, wie die WHO am Mittwoch mitgeteilt hatte. Bisher starben 5420 Patienten. Die WHO rechnet jedoch mit weiteren Infektions- und Todesfällen, die nicht registriert wurden. Am stärksten betroffen sind Guinea, Liberia und Sierra Leone. (sda/tat)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Nun kommt das «Light»-Zertifikat – Bund plant zweiten Corona-Pass

Kurz nach dem Start des Corona-Zertifikats plant der Bund bereits ein zweites. Die neue Version ist für den Gebrauch im Inland gedacht.

Obwohl nach langem hin und her erst gerade das erste Corona-Zertifikat gestartet ist, plant der Bund bereits eine zweite Version.

Wie der «Blick» berichtet, soll der Bundesrat dem Bundesamt für Informatik und Telekommunikation (BIT) am Freitag den Auftrag erteilt haben, ein weiteres Zertifikat zu entwickeln. Unter dem Namen «Light-Zertifikat» soll es für den Einsatz im Inland gedacht sein.

Die Light-Version soll weniger persönliche Daten enthalten. Damit will der Bund verhindern, dass die …

Artikel lesen
Link zum Artikel