Food
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
maroni kastanien

Winterzeit ist Maroni-Zeit – und die sollten wir nutzen.
Bild: Shutterstock

Warum wir alle mehr Maroni naschen sollten

philipp mitter / gesundleben



Ein Artikel von

Wenn es wieder kälter wird, gibt es für viele Menschen keine feinere Nascherei als eine Tüte heisser Maroni. Vor allem auf Weihnachtsmärkten ist der Duft der gerösteten Kastanien kaum noch wegzudecken. Sowohl Kinder als auch Erwachsene schätzen die feine Nascherei – doch wie gesund sind diese eigentlich wirklich?

Tatsächlich sind die leckeren Esskastanien gesünder, als so manch einer annehmen mag, denn sie sind reich an vielen Vitaminen und Mineralien, haben allerdings nur wenige Kalorien. Grund genug also, sich einmal mit den vielen positiven Eigenschaften der leckeren Maroni zu befassen.

Wie gesund sind Maroni?

Maroni, die auch als Esskastanien oder Edelkastanien bezeichnet werden, sind reich an wertvollen Nährstoffen. Wer sich hin und wieder eine heisse Tüte gönnt, wird danach nicht nur pappsatt sein, sondern kann sichergehen, seiner Gesundheit viel Gutes getan zu haben. Mit nur rund 220 Kalorien pro 100 Gramm sind Maroni eine gesunde, aber trotzdem leichte Nascherei, die schnell eine ganze Mahlzeit ersetzen kann, wenn man eine ganze Tüte davon isst.

Genau genommen sind Maroni zwar Nüsse, werden aber vielmehr wie Gemüse behandelt, da man sie nicht einfach roh verzehrt, wie es bei Haselnüssen oder Walnüssen der Fall ist. Damit sie weich und geniessbar werden, muss man sie kochen oder rösten – anderfalls könnte die Verdauung unseres Körpers schnell Probleme mit der darin enthaltenen Stärke bekommen. Neigt man allgemein dazu, abends nach dem Essen Magenprobleme zu bekommen, so sollte man sich ruhig eine Handvoll Maroni gönnen. Sie helfen, besser einzuschlafen und beruhigen den Darm.

gesundleben.ch

Du willst es noch gesünder? Dann schau auf der Webseite von gesundleben.ch vorbei. Dort findest du weitere informative Beiträge aus den Bereichen Lifestyle, Sport, Gesundheit und Freude am Leben. 

Doch was ist nun genau drin in den kleinen braunen Kugeln? Zunächst einmal sind sie reich an hochwertigem Protein, haben aber einen sehr niedrigen Fettgehalt. Ebenfalls sind in Maroni zahlreiche Mineralstoffe, Kalium, Phosphor, Eisen, Kupfer, Magnesium, Schwefel und Mangan enthalten. Darüber hinaus weisen Maroni einen hohen Gehalt an Vitamin C, Vitamin E, an verschiedenen B-Vitaminen sowie an Provitamin A (Beta-Carotin) auf.

Dieser Überblick zeigt schnell: Es gibt kaum ein anderes Lebensmittel, in dem so viele verschiedene hochwertige Nährstoffe auf einmal enthalten sind. Nach einer ganzen Tüte Maroni hat man dem Körper somit jede Menge gesunder Inhaltsstoffe zugeführt, die er gut verwerten kann.

Herkunft und Geschichte

Maroni stammen, wie so manch einer annehmen mag, keinesfalls aus Westeuropa. Ursprünglich kommt der Esskastanien-Baum aus Vorderasien und wurde dort schon um 500 n.Chr. von den Menschen geschätzt. Damals wurden Maronen gebraten und gemeinsam mit Quark oder Äpfeln gegessen. Bekannt ist ausserdem, dass Karl der Grosse die Kultivierung von Kastanienbäumen sehr förderte: Besonders in Klosteranlagen wurden um 800 n.Chr. viele davon angepflanzt.

Maroni waren sogar noch vor der Kartoffel ein wichtiges Grundnahrungsmittel in Europa. Man ass sie auf verschiedene Weisen, ob als leckere Beilage zu Fleisch, ob als Suppeneinlage oder auch gemahlen für die Herstellung von Brot – das ist auch heute nicht unüblich.

Wegen ihres hohen Stärkegehalts dienten Maroni allerdings auch als Tierfutter. Auch heute noch verfüttern italienische Bauern Esskastanien an ihre Schweine – das wunderbare Aroma zeigt sich im berühmten Carrara-Schicken aus der Toscana.

marron glace maroni

Bild: Shutterstock

Maroni in der Medizin

Maroni schmecken nicht nur gut, sondern sind auch wichtige Helfer in der Naturmedizin. So setzt man sie beispielsweise bei Venenbeschwerden oder Krampfadern ein. Viele homöopathische Präparate sind mit Edelkastanien-Extrakt angereichert. Der darin enthaltene Wirkstoff nennt sich Rutin und zählt zu den Bioflavonoiden, (das einst auch als Vitamin P genannt wurde – eine Bezeichnung, die sich allerdings inzwischen als falsch herausgestellt hat).

Darüber hinaus kommen in der Esskastanie noch viele weitere Substanzen vor, die teilweise noch nicht ganz erforscht sind. Fest steht jedoch, dass sie einen blutverdünnenden Effekt erzielen, die Venenwände kräftigen und Entzündungen darin ebenfalls präventiv entgegenwirken können. Neigt man also zu Venenproblemen oder hat Probleme damit, seine Beine durch längeres Stehen zu belasten, für den sind Maroni genau das Richtige.

Maroni selbst zubereiten

Der Klassiker sind natürlich geröstete Maroni, dampfend und heiss aus der Tüte. Allerdings gibt es noch viele weitere Möglichkeiten, die schmackhaften Esskastanien zuzubereiten. So kann man sie beispielsweise zu Mehl zermahlen und daraus Brot backen, das einen wunderbar nussigen Geschmack aufweist. Selbst Kastanienkuchen ist möglich. In der Winterzeit werden Maroni häufig für die Füllung der Weihnachtsgans verwendet – oder auch, in karamellisierter Form, als süss-nussige Beilage zu Wild.

Die Ernte findet in der Regel zwischen September und Oktober statt, ab dann kann man Maroni einfach vom Boden einsammeln. Sie fallen von alleine vom Baum, sobald sie reif sind. Zur Zubereitung ritzt man sie kreuzweise ein und röstet sie etwa 15 Minuten lang in einer Pfanne. Auch das Kochen in Salzwasser ist stattdessen möglich, dadurch werden sie weicher und nicht ganz so intensiv im Geschmack. Verzehrt werden sie dann ganz ohne Schale, allerdings muss man aufpassen, sich beim Schälen nicht die Finger am heissen Fleisch zu verbrennen.

Noch ein Tipp: Wenn Maroni partout nicht weich werden wollen, bereitet man sie am besten im Dampfkochtopf zu.

Hat dir die Story gefallen? Und willst du mehr solche Sachen lesen? Like unsere Facebook-Seite! 👍 

Passend dazu: 5 Lebensmittel für den Herbst

Abonniere unseren Newsletter

6
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
6Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • karl_e 07.11.2015 19:07
    Highlight Highlight Köstlich, das Magenbrennen nach ein paar wenigen Maroni :P
    • Der Rückbauer 08.11.2015 19:23
      Highlight Highlight Magenbrennen geht noch, aber der Wind darnach - der Wind!
  • azoui 07.11.2015 18:12
    Highlight Highlight "Wer sich hin und wieder eine heisse Tüte gönnt," ich gönn mir hin und wieder eine heisse tüte. ich kann das bestätigen, es ist gesund, wenn man es nicht übertreibt.
  • Madison Pierce 07.11.2015 18:01
    Highlight Highlight Ich empfehle den Steamer: Garzeit gleich lang wie im Backofen, aber durch das Beschwaden trocknen die Maroni nicht aus. Und zum Dessert: Vermicelles. :)
  • Raphael Merz 07.11.2015 17:12
    Highlight Highlight Ein kleiner Tipp wenns schnell gehen soll:
    Die Marroni einschneiden und auf einen Teller legen. Ein laar tropfen Wasser auf dem Teller verteilen und das ganze für 1 Minute in die Mikrowelle. Dann Mikrowelle geschlossen lassen, eine Minute warten und die nächste Minute lang einschalten. Das ganze noch einmal wiederholen und fertig sind die Marroni!
    (Die Zeiten müsst ihr je nach Leistung eurer Mikrowelle vlt. noch anpassen. Tendenziell länger da unsere viel Leistung hat.)
    Ganz wichtig!, die Mikrowelle nicht öffnen da die Maronni sonst schnell austrocknen und nur noch halb so gut sind!
    • acki_ 08.11.2015 11:47
      Highlight Highlight Mikrowellenfrass... Damit man sicherstellen kann, dass alles Gute in den Lebensmitteln zerstört wird.

Du achtest auf Kalorien? Schön. Möchtest du nun Avocado oder Nutella?

Vor Kurzem erzeugte dieser Instagram-Post einiges an Aufruhr:

Ha.

Prompt folgten Reaktionen wie ...

... oder:

Es war erstaunlich, wieviele Gesundesser sich hier offenbar getriggered fühlten. Avocado soll schlecht sein?

Der Grund, weshalb viele Diät- und Fitness-Gurus genervt waren, liegt auf der Hand: 

Nun, Graeme Tomlinson aka The Fitness Chef (ha!) gehört selbst zur Diät/Fitness-Industrie, doch er plädiert für mehr Common Sense und für weniger Hype. So ging es im Avocado-Post nicht darum, …

Artikel lesen
Link to Article