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Airbnb will gratis Wohnungen für Katastrophen-Opfer vermitteln



Die Wohnungsvermittlungsplattform Airbnb ist seit geraumer Zeit regelmässig in den Negativschlagzeilen: Das Unternehmen leiste der Wohnungsnot Vorschub, so die Kritik, treibe die Mieten in die Höhe und führe zu einer Gentrifizierung ganzer Stadtteile. 

Jetzt geniesst das Unternehmen wieder einmal bessere Presse: Wie Techcrunch berichtet, kündigte Airbnb vor kurzem an, im Sommer ein Pilotprogramm zu starten, das Menschen in Krisensituationen gratis Wohnraum zur Verfügung stellen soll. Die Idee dahinter: Jeder Airbnb-Host kann sich auf einer Standby-Liste registrieren; in Krisensituationen, wie zum Beispiel einer Umweltkatastrophe, sollen Leute, die aus ihren Wohnungen und Häusern evakuiert wurden, bei diesen Hosts untergebracht werden können.

Als Versuchsort wurde San Jose ausgewählt. Nicht ohne Grund: Der Wirtschaftsmotor des Silicon Valley erlebte im Sommer 2017 eine Flutkatastrophe, die Tausende Menschen aus ihren Häusern vertrieb. Hunderte Airbnb-Hosts öffneten in der Folge ihre Tür für die Opfer der Katastrophe und boten unter dem Schlagwort «Open Homes» insgesamt 17'000 Gratis-Übernachtungen an.

«Als grösste Stadt im Silicon Valley glauben wir an die Zusammenarbeit mit der Tech-Branche», wird San Joses Bürgermeister Sam Liccardo in einem Interview zitiert. Es handle sich um eine «aussergewöhnliche Gelegenheit», so Liccardo.

Im Lauf des Jahres sollen laut Auskunft von Airbnb weitere Städte folgen, mittelfristig wolle man dann das Standby-Programm weltweit anbieten.

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