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epa04186845 An image made available on 30 April 2014 shows migrants being rescued during operation 'Mare Nostrum' in the southern Mediterranean sea off the Italian coast, 29 April 2014. The Mare Nostrum ('Our Sea') mission started in October following two fatal shipwrecks - one near Lampedusa, Italy's southernmost point, and the other in Maltese waters - in which more than 400 people died. The Mediterranean boat patrols credited for saving tens of thousands of migrants' lives may have to be stopped, an Italian government official suggested, because they were encouraging more people to embark on dangerous sea crossings.  EPA/GIUSEPPE LAMI

Gerettete Flüchtlinge während der Operation «Mare Nostrum». Bild: EPA/ANSA

Cameron verteidigt Stopp von «Mare Nostrum»



Die britische Regierung hat sich im Vorfeld des EU-Sondergipfels dafür ausgesprochen, dass sich Grossbritannien stärker bei der Bekämpfung der Flüchtlingskrise engagiert. Cameron, der sich im Wahlkampf befindet, will seine Pläne im Detail am Donnerstag präsentieren.

Grossbritannien habe «eines der stärksten und bestorganisierten Hilfsbudgets in Europa», sagte Premierminister David Cameron am Dienstag dem Sender BBC. Sein Land könne daher dazu beitragen, einige der Herkunftsländer der Flüchtlinge zu stabilisieren. 

Britain's Prime Minister David Cameron gestures during an interview on

David Cameron während eines Fernsehinterviews. Bild: HANDOUT/REUTERS

Auch gegen die Schlepperbanden könne Grossbritannien mit seinen gut ausgerüsteten Strafverfolgungs- und Geheimdienstbehörden einiges ausrichten, sagte Cameron.

«Mehr Menschen begaben sich aufs Meer, mehr Menschen starben.»

David Cameron

Cameron verteidigte die Entscheidung, das italienische Seenotrettungsprogramm «Mare Nostrum» zu beenden. Offenbar habe es wegen des 2014 eingestellten Einsatzes mehr Todesopfer auf dem Mittelmeer gegeben. «Mehr Menschen begaben sich aufs Meer, mehr Menschen starben», sagte der Regierungschef. Diese «Fracht des Todes» müsse ein Ende finden.

Insider: Kostenbeteiligung denkbar

Der britische Aussenminister Philip Hammond sagte der BBC, er setze sich für einen besseren Einsatz auf hoher See ein. Aus mit den Vorgängen vertrauten Kreisen verlautete, das britische Verteidigungsministerium prüfe Möglichkeiten, der Flüchtlingskrise auf dem Mittelmeer zu begegnen.

Die Zeitung «The Times» berichtete unter Berufung auf Diplomaten, die britische Regierung, die bei den Parlamentswahlen am 7. Mai bestätigt werden will, plane einen «bedeutenden Richtungswechsel» in der Flüchtlingspolitik. Sie erwäge, ein Marineschiff oder Hubschrauber ins Mittelmeer zu schicken. 

Ausserdem sei London nun bereit, eine Beteiligung an den Kosten für die Bewältigung der Flüchtlingskrise sowie die Aufnahme von Flüchtlingen in Betracht zu ziehen.

Insider: Kostenbeteiligung denkbar

Die EU sieht sich derzeit unter starkem Handlungsdruck, auf die steigenden Flüchtlingszahlen zu reagieren. Bei dem bislang tödlichsten Flüchtlingsunglück im Mittelmeer waren in der Nacht zu Sonntag etwa 800 Menschen ums Leben gekommen. 

Der Internationalen Organisation für Migration (IOM) zufolge ist die Zahl der Todesopfer im Mittelmeer seit Jahresbeginn damit auf mehr als 1750 gestiegen. Im Vorjahreszeitraum gab es demnach 56 Opfer, die Zahl liegt also 2015 schon mehr als 30 Mal höher. (dwi/sda/afp)

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