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Zuerst China, jetzt Australien

Australien strebt Freihandelsabkommen mit Indien an

18.11.2014, 05:13
Mehr «Indien»

Nach der Unterzeichnung eines umfassenden Freihandelsabkommens mit China strebt die australische Regierung ähnliche Vereinbarungen mit Indien an. Das Vorhaben habe für sein Land Vorrang, sagte Ministerpräsident Tony Abbott bei einem Besuch seines Kollegen Narendra Modi.

«Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um das zu schaffen», sagte Abbott am Dienstag in der australischen Hauptstadt Canberra. Australien hatte am Montag mit China den Wegfall vieler Handelshürden vereinbart. Ist das Abkommen voll umgesetzt, können die Australier 95 Prozent ihrer Exporte nach China zollfrei verschicken – von Wein über Baumwolle und Milch bis zu Kupfer und Aluminium.

Auch der indische Ministerpräsident Modi sprach sich für engere Beziehungen zu Australien aus. Bei seiner Rede vor dem Parlament in Canberra sagte er, es gebe riesige Möglichkeiten für Indien und Australien als Partner und Investoren zusammenzuarbeiten.

Australien hat Bodenschätze, Indien riesiges Potenzial

Vor allem solle die bilaterale Kooperation auf den Gebieten Wirtschaft und Verteidigung ausgebaut werden. Das rasante indische Wirtschaftswachstum sei eine grosse Chance für die australische Wirtschaft.

Es könne keinen Wohlstand ohne Sicherheit geben, gab Modi zu Bedenken. Deshalb sollten Indien und Australien enger bei der Sicherung der Seewege und auch bei der Bekämpfung des Terrorismus zusammenarbeiten.

Australien sei für Indien ein wichtiger Partner auf allen Gebieten. Australien sei eines der wohlhabendsten Länder der Welt mit riesigen Bodenschätzen, betonte Modi.

Im Moment laufen weltweit zahlreiche Verhandlungen über Freihandelsabkommen, die für ein höheres Wirtschaftswachstum in den teilnehmenden Staaten sorgen sollen. So wollen die EU und die USA viele Handelsschranken beseitigen. (sda/reu/dpa)

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