DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Ex-FPÖ-Chef Strache beteuert vor Gericht Desinteresse an Spenden

23.08.2021, 14:17
Heinz-Christian Strache
Heinz-Christian Strache
Bild: keystone

Im Korruptionsprozess gegen Österreichs ehemaligen Vizekanzler Heinz-Christian Strache hat sich der Rechtspopulist von Parteispenden distanziert. «Ich habe mich nie für Spenden interessiert», sagte er am Montag vor dem Landgericht in Wien.

Der Ex-Chef FPÖ ist wegen Bestechlichkeit angeklagt, ein befreundeter Eigentümer einer Wiener Schönheitsklinik wegen Bestechung. Der Strafrahmen reicht bis zu fünf Jahren Haft. Am Freitag soll die Richterin das Urteil verkünden.

In dem Verfahren geht es um Spenden von insgesamt 12 000 Euro, die der Eigentümer der Klinik an die FPÖ überwies, bevor die Partei mit der konservativen ÖVP von Dezember 2017 bis Mai 2019 die Regierung bildete. Laut Staatsanwaltschaft soll sich der nun 52-jährige Strache aus eigennützigen Gründen dafür eingesetzt haben, dass die Klinik in den Privatkrankenanstalten-Finanzierungsfonds (Prikraf) aufgenommen wurde. Der öffentliche Fonds vergütet medizinisch notwendige Leistungen auch für gesetzlich Versicherte.

Strache gab an, dass ihm das Thema der Klinik «eher lästig» war, auch wenn er mit dem Besitzer befreundet war. Strache bestritt, dass er genaue Kenntnis über Parteispenden hatte. Eine Spenderliste der FPÖ habe er erst angefordert, als im Mai 2019 der sogenannte Ibiza-Skandal hochkochte. Strache trat damals als Vizekanzler und Parteichef zurück, nachdem seine Aussagen in dem geheim gefilmten «Ibiza-Video» Fragen zu möglicher Bestechlichkeit aufgeworfen hatten. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Analyse

Explodierende Infektionen, zu wenig App-User – so steht es um SwissCovid und Co.

Den Corona-Warn-Apps in Europa steht die grösste Belastungsprobe erst noch bevor. Beim grenzübergreifenden Datenaustausch hat die Schweiz schlechte Karten.

In ganz Europa herrscht Unzufriedenheit wegen der nationalen Corona-Warn-Apps. Die Infektionszahlen steigen, doch die Nutzerzahlen stagnieren. Zudem sind viele User nach Vorliegen eines positiven Testresultats nicht bereit, die Mitmenschen vor einer möglichen Ansteckung zu warnen und verzichten darauf, den Covid-Code einzugeben.

In diversen EU-Ländern falle die Bilanz der Apps bislang «eher ernüchternd» aus, kommentiert netzpolitik.org.

Und die Schweiz? Die Ende Juni lancierte SwissCovid ist über …

Artikel lesen
Link zum Artikel