freundlich
DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
International
Österreich

Vier Tote bei Lawinenunglück in Tirol

Vier Tote bei Lawinenunglück in Tirol an der Schweizer Grenze

04.02.2022, 16:52

Bei einem Lawinenabgang im österreichischen Bundesland Tirol sind am Freitag vier Menschen getötet worden. Das Unglück ereignete sich im Gebiet von Spiss, einem Ort an der Grenze zu Graubünden.

Eine Person wurde verletzt in die Schweiz geflogen, sagte ein Polizeisprecher der Deutschen Presse-Agentur. Die Suchaktion in den Schneemassen auf der Fliesser Stieralpe war am Nachmittag noch im Gange. Zur Zahl der Vermissten und zur Herkunft der Opfer machte der Sprecher keine Angaben.

Es war eines der schwersten Lawinenunglücke in Österreich in dieser Saison. Anfang Dezember waren drei Skiwanderer im Salzburger Land von Schneemassen getötet und zwei weitere verletzt worden.

Laut Österreichs Lawinenwarnsystem herrscht in weiten Teilen der Berge erhebliche Gefahr - die dritte Stufe auf der fünfteiligen Risikoskala. Bei dieser mittleren Gefahrenlage passieren für gewöhnlich die meisten Lawinenunfälle.

Allein in Tirol gingen am Freitag bis zum Nachmittag 13 Lawinen ab. Eines davon erreichte eine gesicherte Piste im beliebten Skiort Sölden und verschüttete fünf Wintersportler. Sie wurden lebend geborgen.

Glück im Unglück hatte auch eine deutsche Skifahrerin, die im Tiroler Skigebiet Glungezer verschüttet wurde. Sie konnte dank einer raschen Suchaktion ihrer Begleiter nach 15 Minuten lebend geborgen werden. Sie wurde laut Polizei in einer Tiefe von 1 bis 1.5 Metern gefunden. Die Frau war bewusstlos, doch ihre Atmung und ihr Kreislauf funktionierten noch. «Auf jeden Fall ist es ein totaler Glücksfall, wenn man 15 Minuten lang überlebt», sagte der Polizeisprecher. Die Frau, die in Innsbruck lebt, wurde verletzt in ein Krankenhaus geflogen.

Die Frau und ihre Kollegen waren mit elektronischen Ortungsgeräten, Lawinensonden und Schaufeln gut ausgerüstet in dem Skigebiet unterwegs. Die rasche Bergung durch Begleiter ist laut Experten von entscheidender Bedeutung, da die Überlebenschancen von Verschütteten unter dem Schnee binnen kurzer Zeit rasch sinken. (aeg/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
US-Aussenminister Blinken besucht Israel und Palästinensergebiete

Inmitten einer neuen Welle der Gewalt in Nahost besucht US-Aussenminister Antony Blinken von Montag an Israel und die Palästinensergebiete. In Israel stehen Gespräche mit Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und Aussenminister Eli Cohen auf dem Programm. Dabei soll es um Israels zunehmende Integration in die Region und seine Beziehungen mit den Palästinensern gehen. Auch das Thema Iran dürfte im Mittelpunkt stehen.

Zur Story