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Neuseeland: Ardern stellt Kabinett vor – Maori wird Aussenministerin

Neuseeland: Ardern stellt Kabinett vor – Maori wird Aussenministerin

02.11.2020, 10:4902.11.2020, 14:01
epa08792317 Nanaia Mahuta, who has been appointed as New Zealand's foreign minister, speaks during the announcement of the new New Zealand government cabinet in Wellington, New Zealand, 02 Novemb ...
Die neue Aussenministerin Nanaia MahutaBild: keystone

Rund zwei Wochen nach ihrem deutlichen Wahlsieg hat Neuseelands Ministerpräsidentin Jacinda Ardern am Montag ihr neues Kabinett vorgestellt. Aussenministerin wird die Maori Nanaia Mahuta, die als erste Frau dieses Amt besetzt.

Die 50-Jährige war bisher Ministerin für Maori-Entwicklung und Lokalverwaltung. Sie ist die erste Frau im neuseeländischen Parlament, die ein Moko Kauae - ein traditionelles Kinn-Tattoo - trägt.

Frauen mit Maori-Abstammung und gemischter Abstammung hätten in Neuseeland heute berufliche Möglichkeiten, die ihnen lange verschlossen waren, sagte Mahuta. Das Amt sei ein «riesiges Privileg».

Arderns 20-köpfiges Kabinett beinhaltet acht Frauen, fünf Maori und drei LGBT (Schwule, Bisexuelle und Transgender). «Dies ist ein Kabinett, das auf Verdiensten basiert und unglaublich vielfältig ist. Darauf bin ich stolz», sagte die 40-Jährige.

epa08790244 New Zealand Prime Minister Jacinda Ardern (R) and Greens co-leader Marama Davidson (L) speak during the signing of a government cooperation agreement between Labour and the Greens parties  ...
Grünen-Chefin Marama Davidson mit Ardern.Bild: keystone

Das Land hat nun zudem ein neues Ressort: Chris Hipkins wird Minister für Covid-19-Bekämpfung. Mit strikten Massnahmen war es Neuseeland bereits zwei Mal gelungen, die Zahl der Neuinfektionen auf null zu senken.

Bei der Parlamentswahl am 17. Oktober hatte die Labour-Partei nach vorläufigen Ergebnissen eine absolute Mehrheit von 64 der 120 Parlamentssitze in dem südpazifischen Inselstaat errungen. Obwohl sie alleine regieren könnte, hatte Ardern am Wochenende angekündigt, ihre Zusammenarbeit mit den Grünen fortzusetzen.

Beide Parteien hätten sich auf ein Kooperationsabkommen geeinigt. «Wir haben in der vorigen Regierung gezeigt, dass wir gut zusammenarbeiten können. In Umwelt- und Wohlstandsfragen sind wir uns in vielen Punkten einig, die gut für Neuseeland sind.» Deshalb wolle sie weiter auf die Expertise der Grünen setzen. (aeg/sda/dpa)

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