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Die AfD verdankt ihren Wahlerfolg vor allem Jungen und Nichtwählern

Die AfD verdankt ihren Wahlerfolg vor allem Jungen und Nichtwählern

01.09.2019, 21:2101.09.2019, 22:40
Leonhard Landes, Max Biederbeck, Felix Huesmann / watson.de

Wenn es um die AfD geht, richten sich die Vorwürfe oft gegen ihn: gegen den alten weissen Mann. Gemeint ist der Stammtischler aus der hiesigen Dorfkneipe, der die Welt nicht verstehen will, und der aus Überforderung eben die rechte AfD wählt. Aber so einfach, das zeigen die Wahlen in Sachsen, ist die Sache nicht. Dort nämlich wurde klar: Die AfD ist bei jungen Wählern die erfolgreichste Partei.

Bei den Wahlberechtigten unter 30 Jahren holten die «Alternativen» laut der «Forschungsgruppe Wahlen» ganze 22 Prozent der Stimmen. Danach erst kamen die Grünen auf 19 Prozent und etwas abgeschlagen die CDU auf 17 Prozent.

In der nächst höheren Altersgruppe, den Wählern zwischen 30 und 44 Jahren, liegt die AfD mit 31 Prozent der Stimmen ebenfalls vorne. Dahinter kommt dann die CDU, die in dieser Altersgruppe auf nur 26 Prozent kommt.

Und jetzt zurück zum alten weissen Mann. Der, so zeigen die Zahlen, hat zumindest in Sachsen seinen schlechten Ruf nicht so ganz verdient. Wer älter als 60 Jahre ist, hat dort nämlich keineswegs die AfD gewählt. Stattdessen gab er der CDU zu 43 Prozent seine Stimmen. Die AfD kommt freilich direkt dahinter, allerdings weit abgeschlagen mit 23 Prozent.

AfD gewinnt auch dank Nichtwählern dazu

Die AfD hat ihre Ergebnisse vor allem einer Wählergruppe zu verdanken: den Nichtwählern. Mal wieder konnten die Rechtspopulisten hier die meisten neuen Wähler rekrutieren. Aufgrund dieser Tatsache sprechen gerade viele Beobachter von einer Protestwahl.

Die Wählerwanderung zur AfD in Sachsen

  • 223.000 Stimmen kommen von Nicht-Wählern (laut einer Nachwahlbefragung, durchgeführt vom Institut Infratest Dimap für die ARD)
  • 84.000 Wählerinnen und Wähler von der CDU
  • 27.000 Stimmen von früheren Wählerinnen und Wählern der Linkspartei

Die Wählerwanderung zur AfD in Brandenburg

  • 88.000 Stimmen kommen hier aus dem Lager der Nichtwähler
  • Weitere Ergebnisse sind hier noch nicht bekannt
  • Aber: Von allen Parteien mobilisierte die AfD am stärksten im Nichtwähler-Lager; bei der SPD waren es 37.000 Stimmen aus diesem Lager; bei der CDU 25.000 und bei den Grünen 15.000

Klar ist damit: Die AfD hat enorm von der gestiegenen Wahlbeteiligung profitiert. In Brandenburg stieg die Beteiligung nach Jahren des Rückgangs wieder auf 60 Prozent (47,9).

In Sachsen stieg die Wahlbeteiligungstieg laut ARD und ZDF im Vergleich zu 2014 deutlich von damals 49,1 Prozent auf 65 Prozent.

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48 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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crik
01.09.2019 21:54registriert Dezember 2016
Seltsame Statistik.

22% der unter 30-jährigen wählen AfD
31% der 30-44-jährigen wählen AfD
23% der über 60-jährigen wählen AfD

Fazit: "Die AfD verdankt ihren Wahlerfolg vor allem Jungen"
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Ritiker K.
01.09.2019 22:03registriert Mai 2018
Im Text steht:

Bei den Wahlberechtigten unter 30 Jahren holten die «Alternativen» laut der «Forschungsgruppe Wahlen» ganze 22 Prozent.

In der nächst höheren Altersgruppe, den Wählern zwischen 30 und 44 Jahren, liegt die AfD mit 31 Prozent der Stimmen ebenfalls vorne.

Titel des Berichts: "Die AfD verdankt ihren Wahlerfolg vor allem Jungen"

Häää?

Die Wahlbeteiligung der Altersgruppen und die absoluten Zahlen der Anzahl Wählenden in den einzelnen Altersgruppen wären noch aussagekräftig.

So ist es nur ein reisserisches Prozentgesäusel.
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Gonzolino_2017
01.09.2019 21:49registriert Mai 2017
Auch wenn ihr jetzt wieder versucht, das Ergebnis schlecht zu reden - es ändert nicht am Wahlergebnis! ... aber das man das schlechte Abschneiden der SP(D) nicht einmal erwähnt, hat mit sachlicher Berichterstattung und seriösem Journalismus jetzt wirklich gar nichts mehr zu tun! Aber klar, das fällt einem Linken Blatt natürlich schwer ... freue mich schon auf das Schönreden von Wermuth und Funiciello und die vielen Blitze hier :-) (aber auch die ändern nichts mehr am Wahlergebnis)
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