International
Afrika

USA stationieren Soldaten in Somalia wegen Terrorbedrohung

USA stationieren Soldaten in Somalia wegen Terrorbedrohung – Biden revidiert Trump-Abzug

16.05.2022, 19:2816.05.2022, 19:28

Wegen einer wachsenden Bedrohung durch die Terrorgruppe Al-Shabaab stationieren die USA wieder Soldaten in Somalia. Ein hochrangiger Vertreter der US-Regierung sagte am Montag in einer Telefonschalte mit Journalisten, damit werde der Ende 2020 von Präsident Joe Bidens Amtsvorgänger Donald Trump angeordnete Abzug aus dem ostafrikanischen Land rückgängig gemacht.

Seitdem habe Al-Shabaab an Stärke zugelegt. US-Spezialkräfte seien nach dem Abzug zwar immer wieder in rotierenden Einsätzen im Land gewesen. Nun werde es aber wieder eine ständige Stationierung geben. Die Zahl der Soldaten werde bei weniger als 500 und damit unter dem Niveau vor dem Abzug liegen.

epa09939639 Security officials at the scene of a suicide bomb blast at a security checkpoint leading to Aden Adde International Airport in Mogadishu, Somalia, 11 May 2022. The Islamist militant group, ...
Ein Selbstmordattentäter der Terrorgruppe sprengte sich am 11. Mai an einem Sicherheits-Checkpoint am Flughafen Mogadishu in die Luft.Bild: keystone

Die sunnitische Terrorgruppe Al-Shabaab kämpft seit Jahren in dem Land am Horn von Afrika um die Vorherrschaft. Der Republikaner Trump hatte den Abzug der US-Truppen aus Somalia in seinen letzten Wochen im Amt angeordnet - nach seiner Wahlniederlage gegen den Demokraten Biden. Die US-Soldaten unterstützten dort die somalische Regierung und die lokalen Sicherheitskräfte im Kampf gegen Al-Shabaab.

Der US-Regierungsvertreter sagte, Al-Shabaab sei zum grössten und reichsten Verbündeten des Terrornetzwerks Al-Kaida geworden. Die Terrororganisation sei in den vergangenen Jahren für den Tod von mehr als einem Dutzend US-Amerikaner in Afrika verantwortlich gewesen. Biden folge mit der erneuten Stationierung der US-Soldaten einer Empfehlung von Verteidigungsminister Lloyd Austin. (saw/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Terror in Somalia
1 / 22
Terror in Somalia
Dutzende Menschen sterben bei einem Anschlag in der somalischen Hauptstadt Mogadischu.
quelle: epa / said yusuf warsame
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Das könnte dich auch noch interessieren:
«Ich wollte nur noch sterben»: Wie die Dürre den Menschen in Äthiopien alles nimmt
Immer kürzere Regenzeiten, immer längere Dürreperioden: Im südlichsten Teil Äthiopiens wächst kaum mehr etwas. Für die Menschen, die mehrheitlich von der Viehhaltung leben, ist das eine grosse Herausforderung. Dass sie trotzdem bleiben, hat auch mit der Schweiz zu tun.
«Ich wollte nur noch sterben», sagt Elema Wario, eine 56-jährige Frau, als ich sie in ihrer kleinen fensterlosen Lehmhütte etwas ausserhalb von Dubuluk im Süden Äthiopiens treffe. Hier lebt sie seit der letzten grossen Dürre, die Ende 2021 einsetzte und fast zwei Jahre anhielt. Rund 3,3 Millionen Nutztiere – Kühe, Schafe, Ziegen, Kamele – verhungerten in dieser Zeit in Borana, dem südlichsten Zipfel Äthiopiens. 90 Prozent des ganzen Viehbestandes.
Zur Story