DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

«Das sieht man sonst nur in Horrorfilmen» – Klimawandel führt zu Hungersnot in Madagaskar

23.06.2021, 12:4523.06.2021, 13:23
Eine Mutter im Dorf Ankilimarovahatsy versucht, ihre Kinder zu ernähren.
Eine Mutter im Dorf Ankilimarovahatsy versucht, ihre Kinder zu ernähren.
Bild: keystone

In dem vor Afrikas Ostküste gelegenen Inselstaat Madagaskar bringt die schlimmste Dürre seit 40 Jahren im Süden des Landes Zehntausende Menschen an den Rand des Hungertods.

«Familien leiden und es gibt bereits Menschen, die an akutem Hunger sterben - das ist nicht wegen eines Kriegs oder Konflikts, sondern wegen des Klimawandels», sagte der Exekutivdirektor des Welternährungsprogramms (WFP), David Beasley, bei einem Besuch in der Region. Die Region habe nichts zur Erderhitzung beigetragen, zahle aber den höchsten Preis. Er rief dringend zu Spenden auf - nötig seien 78 Millionen Dollar.

Zahlreiche Kinder seien chronisch unterernährt und müssten ärztlich behandelt werden, sagte er. Von den rund 1,1 Millionen Menschen mit akuter Nahrungsmittelknappheit stünden 14'000 kurz vor dem Hungertod - eine Zahl, die sich bis Okotber zu verdoppeln drohe.

Beasyle beschrieb Menschen, die sich von Schlamm und Kaktusblüten ernähren, und Hunderte von abgemagerten Kindern mit schlaffen Hautfalten an den Gliedmassen. «Das sieht man sonst nur in Horrorfilmen.»

Als Auslöser der Hungersnot hatte das WFP zuvor unter anderem mehrere Dürrejahre in Folge und Sandstürme genannt, die viele Felder unbestellbar gemacht hätten. Auch in diesem Jahr habe es bislang wenig geregnet. Madagaskar war einst französische Kolonie und hat etwa 28 Millionen Einwohner. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das Eis auf dem Rhonegletscher schmilzt im Rekordtempo

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Tigray-Konflikt: USA planen neue Sanktionen gegen Eritrea und Äthiopien

Die USA wollen mit neuen Sanktionen den Druck auf Eritrea und Äthiopien erhöhen, eine friedliche Lösung im Tigray-Konflikt zu finden. Denn beim Tigray-Konflikt handle sich um eine der schlimmsten Menschenrechtskrisen der Welt, sagt eine hohe Beamtin des Weissen Hauses. US-Präsident Joe Biden habe daher neue Sanktionen genehmigt, um die Konfliktparteien an den Verhandlungstisch zu bringen. Biden unterzeichnete nach Angaben des Weissen Hauses am Freitag ein entsprechendes Dekret.

Hintergrund des …

Artikel lesen
Link zum Artikel