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22 Tote bei erneutem Flüchtlingsdrama im Mittelmeer

22 Tote bei erneutem Flüchtlingsdrama im Mittelmeer

06.07.2022, 02:2506.07.2022, 02:25

Bei einem erneuten Flüchtlingsdrama vor der libyschen Küste sind nach Angaben der Vereinten Nationen 22 Malier ums Leben gekommen.

Die Internationale Organisation für Migration (IOM) erklärte am Dienstag, die libysche Küstenwache habe 61 Überlebende von einem Schlauchboot gerettet, das sich bereits seit neun Tagen im Mittelmeer befunden habe.

A wooden boat with 28 refugees from Africa and Magreb is rescued by Open Arms NGO, some 45 nautical miles away from the Libyan coast in the Mediterranean Sea, Saturday, March 5, 2022. Due to conflicts ...
22 Leute aus Mali sind vor der libyschen Küste ertrunken. (Symbolbild)Bild: keystone

«Nach Angaben der Überlebenden starben während der Reise 22 Migranten, alle aus Mali», sagte IOM-Sprecherin Safa Msehli. Die Todesopfer seien demnach ertrunken oder verdurstet. «Unter den Toten sind drei Kinder.»

Einige der Überlebenden seien in einem sehr schlechten Gesundheitszustand geborgen und in Spitäler gebracht worden, sagte Msehli. Die anderen Überlebenden wurden in ein libysches Haftzentrum für Migranten eingeliefert. Die Flüchtlingsgruppe war demnach am 22. Juni in der libyschen Hafenstadt Suwara nahe der Grenze zu Tunesien ins Meer gestochen.

Die Überquerung des zentralen Mittelmeers gilt als die weltweit tödlichste Route für Migranten und Flüchtlinge. Dennoch wagen jährlich Zehntausende auf oft kaum seetüchtigen Booten in der Hoffnung auf ein besseres Leben in Europa die Überfahrt. Knapp 2000 Menschen kamen nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration im vergangenen Jahr beim Versuch einer Überfahrt ums Leben oder gelten als vermisst. (sda/afp)

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