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Südafrika vergibt Jagdlizenzen für diverse Grosstiere

150 Elefanten und 10 Nashörner: Südafrika vergibt Jagdlizenzen für diverse Grosstiere

26.02.2022, 07:2726.02.2022, 07:27

Südafrika hat jährliche Jagdlizenzen für eine Reihe von gefährdeten Tierarten freigegeben. «Insgesamt zehn Spitzmaulnashörner und 150 Elefanten können gejagt werden», erklärte das Wald- und Umweltministerium am Freitag.

HANDOUT- Spitzmaulnashorn - 2013 wurden in Suedafrika 919 Nashoerner gewildert. Das sind knapp 50 Prozent mehr als letztes Jahr. Fuer den WWF ist das Nashorn deshalb der Verlierer der bedrohten Tierar ...
Spitzmaulnashörner werden von der International Union for Conservation of Nature als stark gefährdet eingestuft.Bild: PHOTOPRESS/WWF INTERNATIONAL

Auch einige Leoparden werden demnach unter bestimmten Umständen zum Abschuss freigegeben. Der Erlös aus dem Verkauf von Jagdlizenzen geht an verarmte ländliche Gemeinden in den Jagdgebieten.

Spitzmaulnashörner werden von der International Union for Conservation of Nature als stark gefährdet eingestuft. Die Zahl der Tiere in freier Wildbahn hatte sich zuletzt aber von einem historischen Tiefstand vor drei Jahrzehnten auf mehr als 5000 verdoppelt. Das Ministerium erklärte, die zugewiesene Quote beruhe auf steigende Zahlen bei Bestandsschätzungen.

In den Jahren 2014 bis 2017 hatte die Wilderei von Spitzmaulnashörnern dramatisch zugenommen. Im Schnitt 1000 Tiere pro Jahr wurden in dieser Zeit illegal getötet. Das Problem konnte aber eingedämmt werden. Im vergangenen Jahr wurden 451 illegale Abschüsse von Spitzmaulnashörnern verzeichnet.

Die offizielle Jagdquote für Elefanten sei in Übereinstimmung mit den internationalen Gesetzen über den Handel mit gefährdeten Arten festgelegt worden, erklärte das Ministerium. Die Elefantenpopulation wachse und 150 Tiere entspreche weniger als 0.3 Prozent.

Bei Leoparden beschränkt sich die Jagd laut Ministerium auf Tiere ab einem Alter von sieben Jahren und nur in Regionen, in denen die Populationen «stabil sind oder zunehmen». (sda/afp)

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