International
Afrika

Mann in Liberia findet 50'000 US-Dollar auf der Strasse, gibt es zurück

Mann in Liberia findet 50'000 US-Dollar auf der Strasse – und gibt das Geld zurück

19.10.2021, 10:3719.10.2021, 14:54
epa09531092 A handout photo made available by the Liberian Presidential Press Office shows Liberian President George Manneh Weah (R) receiving Emmanuel Tuloe, who recently found and returned 50,000 US ...
Emmanuel Tuloe (rechts) mit George Weah.Bild: keystone

Ein 19-Jähriger ist für seine erstaunliche Aufrichtigkeit in zum Nationalhelden gekürt und von Präsident George Weah ausgezeichnet geworden.

Emmanuel Tuloe, der sich als Motorrad-Taxifahrer durchschlägt, hatte 50'000 US-Dollar Bargeld auf der Strasse gefunden und der Besitzerin zurückgegeben, wie die Zeitung Liberian Observer am Dienstag berichtete. Der Dollar ist offizielles Zahlungsmittel in dem von freigelassenen Sklaven gegründeten westafrikanischen Land.

Eine Geschäftsfrau hatte laut des Berichts das in eine Plastiktüte eingewickelte Bargeld am Rande einer Landstrasse ausserhalb der Stadt Tappita in der nordöstlichen Region Nimba verloren. Die Frau bat demnach im Radio einen Finderlohn an, worauf sich Tuloe bei ihr meldete.

Während einer Zeremonie in der Hauptstadt Monrovia lobte Weah den «aussergewöhnlichen Sinn für Moral und die gute Staatsbürgerschaft» Tuloes am Montag. Er verlieh dem Jugendlichen den höchsten Orden Liberias, ein Bildungsstipendium, zwei Motorräder sowie eine Geldprämie. Tuloe, dessen Vater früh verstorben war, hatte die Schule in der siebten Klasse aus Geldmangel abbrechen müssen.

Das an Gold, Diamanten und Eisenerz reiche Liberia gehört trotz seiner Naturschätze zu den 20 ärmsten Ländern der Welt. Fast 45 Prozent der rund fünf Millionen Einwohner fallen nach Angaben der Weltbank unter den internationalen Standard für «extreme Armut» und leben von 1,90 Dollar oder weniger pro Tag. (aeg/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
«Wir werden unerbittlich sein»: Frankreich bietet Armee und Elitepolizisten auf
Die Regierung in Paris ordnet für Samstag Ausgangssperren an und bietet Sondertruppen auf, um neue Krawalle zu vermeiden. Nur: Die Partei von Marine Le Pen hält am selben Tag ihren Kongress ab.
Nichts, so scheint es, bleibt Frankreich verschont. Am Freitagmorgen schoss ein 39-jähriger Mann in der Pariser Vorstadt Trappes mit einem Gewehr in die Menge. Er tötete eine Person; vier weitere, darunter ein zwölfjähriges Mädchen, wurden teilweise schwer verletzt. Der Täter wurde verhaftet. Noch bevor seine Motive klar waren, schaltete sich die Anti-Terror-Justizbehörde PNAT ein, wie Innenminister Laurent Nuñez bekanntgab. Sie ermittelt auch wegen eines womöglich rassistischen Motivs. Dem Vernehmen sind alle Opfer afrikanischer Herkunft.
Zur Story