International
Afrika

Ruandas Präsident Kagame mit 99,18 Prozent wiedergewählt

Ruandas Präsident Kagame mit 99,18 Prozent wiedergewählt

18.07.2024, 14:5618.07.2024, 14:56

Der langjährige Präsident Paul Kagame ist bei der Wahl in Ruanda dem vorläufigen Endergebnis zufolge mit 99,18 Prozent der Stimmen für eine vierte Amtszeit bestätigt worden. Den am Donnerstag veröffentlichten Zahlen zufolge kam Kagame bei der Abstimmung am Montag auf mehr Stimmen als bei der Wahl vor sieben Jahren, als 98,79 Prozent der Wähler ihm seine Stimme gaben.

epa11479719 Rwandan President Paul Kagame leaves after casting his vote at SOS Technical High School in Kigali, Rwanda, 15 July 2024. Incumbent President of Rwanda Paul Kagame is seeking a fourth term ...
Der wiedergewählte Präsident Paul Kagame beim Einwerfen seiner Stimme am 15. Juli 2024.Bild: keystone

Die Wahlkommission hatte bereits in der Nacht zum Dienstag auf der Basis von Teilergebnissen den haushohen Sieg Kagames verkündet. Der Vorsitzende der oppositionellen Demokratischen Grünen Partei, Frank Habineza, kam nach Angaben der Wahlkommission vom Donnerstag nur auf 0,5 Prozent der Stimmen, der unabhängige Kandidat Philippe Mpayimana auf gerade mal 0,32 Prozent.

Die Opposition in dem ostafrikanischen Land war quasi chancenlos. Die beiden Männer, die Kagame auch bei der Wahl 2017 bereits herausgefordert hatten, waren die einzigen beiden Kandidaten, die in diesem Jahr zur Wahl zugelassen wurden. Zahlreiche Oppositionelle waren zuvor ausgeschlossen worden.

Das Wahlergebnis war erwartet worden: Kagame hat bereits seit drei Jahrzehnten faktisch die politische Macht im Land inne – zunächst als Vizepräsident und Verteidigungsminister, seit 2000 als Präsident – und gilt bei der Bevölkerung als sehr beliebt. (saw/sda/afp)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
USA rüsten sich für neue Eskalation mit Iran nach den Midterms
Die USA ziehen Diplomaten und Angehörige aus Teilen der Golfregion ab und schicken einen weiteren Flugzeugträger Richtung Nahost. Gleichzeitig schliesst Donald Trump neue Angriffe auf Iran nur bis zu den Midterms am 3. November ausdrücklich aus. Mehrere Entwicklungen deuten darauf hin, dass Washington sich für eine erneute Eskalation danach vorbereitet.
Zwölf Tage vor den amerikanischen Zwischenwahlen wächst die Nervosität am Persischen Golf. Das US-Aussenministerium hat die Ausreise von nicht dringend benötigten Regierungsmitarbeitern und deren Familien aus Saudi-Arabien angeordnet. Reuters berichtet zudem unter Berufung auf US-Beamte von ähnlichen Vorbereitungen für Angehörige von Diplomaten in weiteren Staaten der Region.
Zur Story