International
Afrika

Malis Militärregierung verbietet politische Parteien

Malis Militärregierung verbietet politische Parteien

13.05.2025, 21:4513.05.2025, 21:45

Im westafrikanischen Mali sind per Präsidialdekret alle politischen Parteien und Organisationen aufgelöst worden. Wie der für politische Reformen zuständige Minister Mamani Nassiré am Abend im staatlichen Fernsehsender ORTM mitteilte, war der Ministerrat der Militärregierung zu einer ausserordentlichen Sitzung zusammengekommen, in der dem faktischen Parteienverbot zugestimmt wurde.

Bereits Ende April hatte der Ministerrat empfohlen, dass der durch zwei Militärputsche 2020 und 2021 an die Macht gekommene General Assimi Goïta weitere fünf Jahre bis 2030 Präsident bleibt. Goïta ist der Chef einer Übergangsregierung, die Neuwahlen angekündigt und dann mit Verweis auf die Sicherheitslage immer weiter verschoben hatte. Minister Nassiré sagte am Dienstag im staatlichen Fernsehen, das Land befinde sich weiter in einem Reformprozess.

In den vergangenen Wochen hatte es in Mali wiederholt Protestversuche gegen die geplante Parteienauflösung gegeben. Auch die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) hatte das Vorhaben als weiteren Schlag gegen die Demokratie in Mali kritisiert. (hkl/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Meloni kritisiert Richter: «Wer erklärt es der Familie?»
Ein Richter in Turin setzt einen Verdächtigen nach zwei Tagen auf freien Fuss. Dafür gibt es scharfe Kritik der italienischen Ministerpräsidentin.
Eine Entscheidung eines Richters in Turin hat die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni fassungslos gemacht. Ein 42 Jahre alter Angestellter eines Lebensmittelladens war wegen sexueller Übergriffe auf ein 13-jähriges Mädchen und eine Frau am vergangenen Wochenende im Turiner Stadtteil Madonna di Campagna nahe Turin festgenommen worden. Nach zwei Tagen wurde der Mann aus Bangladesch aus dem Gefängnis entlassen, obwohl die Staatsanwaltschaft Haft beantragt hatte.
Zur Story